Zahl der Infizierten steigt auf 274

Coronavirus im Kreis Coesfeld: Mann (79) aufgrund des Coronavirus verstorben

+
Symbolbild

[Update, 28. März] Ascheberg – Das Kreisgesundheitsamt meldete am Freitag den ersten Toten aufgrund des Coronavirus. Ein 79-jähriger Mann aus Havixbeck ist im Krankenhaus an der Erkrankung verstorben. Die Zahl der Coronainfizierten im Kreis ist auf 274 Fälle angestiegen, mehr als 35 Menschen gelten wieder als gesund.

  • Erster Toter aufgrund des Coronavirus.
  • 274 Personen im Kreis Coesfeld sind mit dem Coronavirus infiziert.
  • mehr als 35 Menschen gelten wieder als gesund.

Update Samstag, 11.30 Uhr: Die Zahl der Infizierten ist weiter angestiegen. Am Samstag (Stand:11.30 Uhr) waren im Kreis Coesfeld 274 Fälle bekannt.

Update Freitag, 17.39 Uhr: Erneut eine traurige Nachricht aus dem Kreis Coesfeld: Am Freitag teilte die Kreisverwaltung mit, dass ein 79-jähriger Mann aus Havixbeck aufgrund des Coronavirus im Krankenhaus verstorben ist. Nähere Angaben wurden seitens des Kreises nicht gemacht.

Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr spricht den Angehörigen sein tiefes Mitgefühl aus: "In dieser schweren Zeit denken wir an alle, die um den Verstorbenen trauern. Der Kreis Coesfeld fühlt mit Ihnen." Zugleich fordert der Landrat die Bevölkerung auf, sich verantwortungsbewusst an alle Regelungen und Anordnungen zu halten. "Dadurch werden auch im Kreis Coesfeld Menschenleben gerettet", betont Dr. Schulze Pellengahr.

Derweil ist die Zahl der Infizierten weiter angestiegen. Am Freitagabend waren im Kreis Coesfeld 264 Fälle bekannt, 19 in Ascheberg und 14 in Nordkirchen. Insgesamt werden im Kreis Coesfeld derzeit 15 mit dem Coronavirus infizierte Menschen im Krankenhaus behandelt, davon drei auf der Intensivstation. Aktuelle Zahlen in NRW, Entwicklungen und Erlasse sind in unserem NRW-Ticker.

Update Freitag, 11.49 Uhr: Die Bezirksregierung Münster meldet am Freitagmorgen 245 Corona-Fälle im Kreis Coesfeld. 36 Menschen gelten wieder als gesund. 

Update Donnerstag, 17.57 Uhr: 232 Personen im Kreis Coesfeld sind mit dem Coronavirus infiziert. Nach Angaben des Kreisgesundheitsamts leben davon 18 Personen in Ascheberg.

Insgesamt werden im Kreis Coesfeld 17 mit dem Coronavirus infizierte Menschen im Krankenhaus behandelt, davon vier auf der Intensivstation.

In diesen Tagen wird im Kreis Coesfeld kurzfristig und vorsorglich ein Hilfskrankenhaus errichtet. Freiwillige mit pflegerischen und medizinischen Kenntnissen waren aufgerufen, sich zu melden, wenn dort helfen möchten. Überwältigend war die Rückmeldung bereits am nächsten Tag. Und es werden weiterhin Helfer gesucht.

Update Donnerstag, 11.12 Uhr: Die Zahl der Infizierten im Kreis Coesfeld ist auf 216 gestiegen.

Update Mittwoch, 18.45 Uhr: Das Kreisgesundheitsamt meldet am Mittwochabend insgesamt 205 Coronainfizierte. Davon sind 17 Personen in Ascheberg betroffen und elf in Nordkirchen. Insgesamt zwölf mit dem Coronavirus infizierte Patienten werden im Krankenhaus behandelt, davon vier Personen auf der Intensivstation

Weiterhin gelten laut Bezirksregierung Münster 24 infizierte Personen wieder als gesund.

Update Mittwoch, 11.21 Uhr: Neuer Tag, neue Zahlen: 184 Personen im Kreis Coesfeld sind mit dem Coronavirus infiziert. Weiterhin gelten 24 Infizierte wieder als gesund.

Update Dienstag, 16.55 Uhr: Die Bezirksregierung Münster korrigiert nach oben. 182 Personen im Kreis Coesfeld sind infiziert.

Erster Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus

Update Dienstag, 16.41 Uhr: Das Kreisgesundheitsamt meldet den ersten Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Ein 63-jähriger Mann aus Coesfeld ist am Dienstag im Krankenhaus an einer Grunderkrankung verstorben.

„Er hatte als Nebenbefund einen positiven Corona-Test“, berichtet Dr. Heinrich Völker-Feldmann, Leiter des Kreisgesundheitsamtes. 

Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr betont: „Diese Nachricht macht uns alle sehr betroffen: In diesen Stunden und Tagen sind wir in Gedanken bei all jenen Menschen, die dem Verstorbenen nahestanden – ihnen gilt unser tiefes Mitgefühl.“ Umso wichtiger sei es jetzt, alle Anordnungen und Empfehlungen zur Verlangsamung der Corona-Epidemie zu beachten, appelliert der Landrat.

Die Zahl der Infektionen ist am Dienstag auf 180 gestiegen. 

Update Dienstag, 11.16 Uhr: Die Bezirksregierung Münster teilt am Dienstagmorgen mit, dass sich mittlerweile 172 Personen im Kreis Coesfeld mit dem Coronavirus infiziert haben. 

Update Montag, 18.32 Uhr: Das Kreisgesundheitsamt hat am Montag einen erneuten Anstieg der Fallzahl bekannt gegeben. Insgesamt 164 Personen sind Stand Montagabend im Kreis mit dem Coronavirus infiziert, 14 davon in Ascheberg

Dem gegenüber stehen laut Gesundheitsamt 21 Menschen, die bereits gesund aus der Quarantäne entlassen werden konnten. 

Update Sonntag, 17.49 Uhr: Nach Angaben der Bezirksregierung Münster von Sonntag (17.19 Uhr) sind im Kreis Coesfeld nach wie vor 152 Personen am Coronavirus infiziert. Das sind genauso viele wie am Vortag. 15 Menschen gelten als gesundet.

Insgesamt sind die Fälle im Regierungsbezirk im Verlauf des Sonntags gestiegen - von 1.267 (Zahlen aus dem Kreis Warendorf wurden nach unten korrigiert) auf jetzt 1.311.

Die Situation am Sonntag, 17 Uhr:

Stadt Bottrop: 17, gesundet: 2

Stadt Gelsenkirchen: 45, gesundet: 2

Stadt Münster: 266, gesundet: 6

Kreis Borken: 282, gesundet: 11

Kreis Coesfeld: 152, gesundet: 15

Kreis Recklinghausen: 149

Kreis Steinfurt: 201, gesundet: 3

Kreis Warendorf: 199, gesundet: 5

Coronavirus: Risthaus lobt die Ascheberger

Update Sonntag, 15.42 Uhr:  In allen drei Ortsteilen der Gemeinde Ascheberg prüfte Bürgermeister Dr. Bert Risthaus am Samstag die Einhaltung der in der vergangenen Woche erlassenen Verfügungen. Sein positives Fazit: „Außer zwei unerlaubten Sportplatz- beziehungsweise Schulhofnutzungen haben sich alle in unserer Gemeinde an die neuen Regeln zum Schutz vor einer Coronavirus-Ansteckung gehalten.“ 

Risthaus wurde bei seiner Kontrolle von Thomas Stohldreier, dem Fachbereichsleiter Ordnung und Soziales, begleitet. Sie suchten alle Supermärkte sowie mehrere Imbisse und Cafés auf und prüften stichprobenartig auch die Schließung der übrigen Geschäfte sowie die Sperrung der Spielplätze und Schulhöfe. Gleichzeitig unternahm auch der Sicherheitsdienst von Dave und Angela Martin Kontrollgänge. 

Risthaus: „Hier und da haben wir noch kleinere Verbesserungenmaßnahmen hinsichtlich der Abstandswahrung in Geschäften angesprochen. Grundsätzlich haben sich die Davensberger, Ascheberger und die Herberner aber am Samstag sehr vorbildlich und verantwortungsvoll verhalten.“

Die Straßen und Plätze waren während der Kontrolle nahezu leer. „Wegen uns bräuchte das Land keine allgemeine Ausgangssperre zu verhängen. Die Bürgerschaft hier verhält sich sehr vorbildlich“, sagte Risthaus.

Update Samstag, 16.10 Uhr: Neuer Stand am Samstag: Die Zahl der nachgewiesenen Ansteckungen mit dem Coronavirus ist mittlerweile auf aktuell insgesamt 152 Fälle angestiegen. Das teilte der Kreis Coesfeld am Samstag mit. In Dülmen gibt es nach wie vor die meisten Ansteckungen: 37 Menschen sind hier infiziert. 

Unter den neu Infizierten sind einigeReiserückkehrer aus Risikogebieten, berichtet Celine Klostermann, Ärztin im Gesundheitsamt des Kreises Coesfeld – und ergänzt: Die gute Nachricht ist: 15 Erkrankte konnten als gesund aus der Quarantäne entlassen werden.

Update, Samstag, 14.25 Uhr: Erneut ist die Zahl der Infizierten im Kreis Coesfeld leicht gestiegen. Mittlerweile sind 129 Fälle bekannt, am Freitag waren es noch zwei weniger. Die Zahl der Genesenen stagniert bei fünf.

Update, Freitag, 20.04 Uhr:  Das Coronavirus kennt ja bekanntermaßen keine Grenzen, doch wer ins Restaurant will, der muss manchmal nur zehn Kilometer weiterfahren... Kreis Unna und Kreis Coesfeld sind sich trotz großer Nähe überraschend uneins.

Update Freitag, 17.48 Uhr: Noch einmal einen Anstieg von elf nachweislich infizierten Personen meldete der Kreis Coesfeld am Freitagabend. In Dülmen gibt es mittlerweile die meisten Ansteckungen (30). Insgesamt gibt es im Kreis Coesfeld jetzt 127 Infizierte.

"Erfreulicherweise gilt immer noch, dass der Verlauf der Erkrankung im Kreis Coesfeld weiterhin vergleichsweise mild ist; ein betagter Risikopatient ist weiterhin schwer erkrankt; zwei weitere Menschen werden ebenfalls immer noch stationär behandelt, sind aber stabil, betont Dr. Heinrich Völker-Feldmann, Leiter des Kreisgesundheitsamtes.

Das Infotelefon des Kreises zum Thema Coronavirus unter der Rufnummer 02541 / 18-5380 ist am Wochenende jeweils von 10 bis 14 Uhr geschaltet. Außerdem ist die Patientenhotline der Kassenärztlichen Vereinigung unter Telefon 116117 rund um die Uhr erreichbar. Auf der Seite www.kreis-coesfeld.de finden sich viele weitere Informationen.

Update Freitag, 10.45 Uhr: Die Bezirksregierung Münster meldet am Freitagmorgen insgesamt 116 infizierte Personen im Kreis Coesfeld.

Update Donnerstag, 17.46 Uhr: Die Zahl der nachgewiesenen Ansteckungen mit dem Coronavirus ist am Donnerstag von 85 Fällen am Mittwoch auf insgesamt 113 Fälle angestiegen. Neue Infizierungen gibt es in Ascheberg (jetzt 10), Billerbeck (11), Coesfeld (5), Dülmen (25), Havixbeck (6), Lüdinghausen (10), Nordkirchen (6), Nottuln (7), Rosendahl (3) und Senden (25). In Olfen bleibt die Zahl unverändert bei 5 Infizierten.

Insgesamt ist der Verlauf der Erkrankung laut Kreisverwaltung weiterhin vergleichsweise mild; nur bei einem betagten Risikopatienten zeigt sich ein schwerer Verlauf. Drei weitere Menschen werden stationär behandelt, sind aber ansonsten stabil, berichtet Dr. Heinrich Völker-Feldmann, Leiter des Kreisgesundheitsamtes.

Inzwischen empfiehlt das Kreisgesundheitsamt, dass Restaurants und Cafés zur konsequenten Eindämmung der Coronavirus-Eindämmung komplett geschlossen bleiben. Gleiches gelte für eine Vielzahl an Geschäften, die nicht der Notversorgung dienen. 

Die Gemeinde Ascheberg hat die Empfehlung des Kreises mit einer Allgemeinverfügung am Donnerstag umgesetzt. Ab Freitag müssen Restaurants und andere Speisewirtschaften schließen. Begründet wird diese Maßnahme damit, dass Speisewirtschaften weniger der Grundversorgung, als vielmehr der Geselligkeit und Freizeitgestaltung dienen.

Diese Maßnahmen seien unumgänglich, um den Infektionsschutz und die Sicherheit für uns alle zu gewährleisten, betont Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr – und appelliert an die Menschen im Kreis Coesfeld: Bitte folgen Sie den behördlichen Anordnungen und verzichten Sie auf alle nicht wirklich notwendigen Sozialkontakte.

Update Mittwoch, 18.56 Uhr: Nach Angaben der Bezirksregierung Münster hat sich die Zahl der Corona-Infektionen im Kreis Coesfeld auf 85 erhöht. Weiterhin gelten hier fünf Personen als gesundet. 

Laut Kreisverwaltung ist mit Rosendahl nun auch die letzte Gemeinde im Kreisgebiet betroffen. Die Fälle teilen sich wie folgt auf: 

Ascheberg: 9
Billerbeck: 9 
Coesfeld: 3 
Dülmen: 19 
Havixbeck: 5
Lüdinghausen: 7 
Nordkirchen: 5 
Nottuln: 2 
Olfen: 5 
Senden: 20 

Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr hat derweil seine Fachleute gebeten, Anregungen für die Beschäftigung daheim zu geben, wie es in einer Pressemitteilung heißt. 

„Gern haben wir für Sie einige Tipps und Links zusammengestellt, die helfen, die Zeit zuhause miteinander zu gestalten und sinnvoll zu nutzen“, betont der Landrat. Diese Sammlung findet sich auf www.kreis-coesfeld.de/corona-freizeit und wird fortlaufend ergänzt. Dort finden sich zum Beispiel Links zu 70 Spielen für Kinder oder zu Indoor-Spielen und vieles mehr.

Das Infotelefon des Kreises unter der Rufnummer 02541/18-5380 ist werktags von 8 bis 17 Uhr sowie samstags und sonntags jeweils von 10 bis 14 Uhr geschaltet. Arbeitsrechtliche Fragen, etwa zur Unabkömmlichkeit von Beschäftigen, können dort nicht beantwortet werden – diese sollten an den Arbeitgeber gerichtet werden.

Derweil kündigt die Ascheberger Tafel ihre vorerst letzte Ausgabe für Donnerstag, 19. März, an. Dann legt sie wegen der Corona-Krise eine Pause ein. Die Wiedereröffnung ist für den 23. April geplant. 

Update Dienstag, 17.52 Uhr: Aktuell wurde bei 70 Personen im Kreis Coesfeld eine Corona-Infektion nachgewiesen; gegenüber dem Stand von Montag (16. März) ist die Zahl um 17 infizierte Personen angestiegen. Erstmals gibt es einen nachgewiesenen Fall in der Gemeinde Havixbeck.

Die 70 nachgewiesenen Ansteckungsfälle teilen sich örtlich wie folgt auf: 

Ascheberg: 9
Billerbeck: 7 
Coesfeld: 2 
Dülmen: 15 
Havixbeck: 1 
Lüdinghausen: 6 
Nordkirchen: 5 
Nottuln: 2 
Olfen: 3 
Senden: 20 

In Rosendahl gibt es weiterhin keinen nachgewiesenen Fall.

Derweil sind 5 Personen (2 aus Ascheberg und 3 aus Senden) gesund gemeldet.

Das Bürgertelefon des Kreisgesundheitsamtes hat ab dem 18. März geänderte Zeiten: montags bis freitags von 8 bis 17 Uhr.


Update Montag, 18.10 Uhr: Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen im Kreis Coesfeld hat sich um sechs auf 53 am Montag erhöht. Laut Kreisverwaltung sind keine neuen Orte hinzugekommen. Fünf Betroffene hätten bereits gesund aus der Quarantäne entlassen werden können. Diese Patienten seien stabil und zu Hause; die Erkrankung verlief bei ihnen vergleichsweise milde.

„Bislang ist eine Krankenhausbehandlung in keinem Fall erforderlich gewesen“, betont Dr. Heinrich Völker-Feldmann, Leiter des Gesundheitsamtes des Kreises. 

Die 53 nachgewiesenen Ansteckungsfälle teilen sich örtlich wie folgt auf: 

Ascheberg: 8 (plus 1)
Billerbeck: 7 (plus 2)
Coesfeld: 1 (unverändert)
Dülmen: 6 (plus 1)
Lüdinghausen: 5 (plus 1)
Nordkirchen: 2 (unverändert)
Nottuln: 2 (plus 1)
Olfen: 2 (unverändert)
Senden: 20  (unverändert).

In Rosendahl und Havixbeck gibt es weiterhin keine nachgewiesenen Fälle.

Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr hat derweil die Kreistagssitzung am 24. März abgesagt; auch die Sitzung des Finanzausschusses am 17. März findet nicht statt.

Die Hotline des Kreisgesundheitsamtes Coesfeld unter der Telefonnummer 02541/18-5380 ist von 7 bis 18 Uhr freigeschaltet. Beim kreis heißt es: "Dem Team am Infotelefon werden derzeit häufig arbeitsrechtliche Fragen gestellt. Viele erkundigen sich, wer zu den sogenannten Schlüsselpersonen zählt, die derzeit dienstlich und beruflich unabkömmlich sind. Diese Fragen kann nur der jeweilige Arbeitgeber beantworten." Das entsprechende Formblatt für die Bescheinigung des Arbeitgebers zur Unabkömmlichkeit der Arbeitnehmerin/des Arbeitnehmers stehe auf www.kreis-coesfeld.de (Coronavirus-Seiten, Unterpunkt „Informationsquellen/Downloads“) zum Herunterladen bereit.

Update Sonntag, 14 Uhr: Stand Samstag ist im Kreis Coesfeld bei 47 Personen eine Corona-Infektion im Labor nachgewiesen, davon sieben in Ascheberg, fünf in Billerbeck, eine in Coesfeld, fünf in Dülmen, vier in Lüdinghausen, zwei in Olfen, zwei in Nordkirchen, eine in Nottuln und 20 in Senden. 

Die beiden Kulturzentren des Kreises Coesfeld sind ab sofort für  Besucher bis zum Ende der Osterferien geschlossen. Damit gilt dies nun auch für die Burg Vischering in Lüdinghausen.

Die Berufskollegs und Förderschulen, deren Träger der Kreis Coesfeld ist, bleiben – genauso wie die übrigen Schulen im Land – vom kommenden Montag, 16. März, an bis zum Ende der Osterferien (19. April) geschlossen.

Die Bürger werden gebeten, persönliche Besuche im Kreishaus in Coesfeld und den Nebenstellen in Dülmen und Lüdinghausen auf das Nötigste zu beschränken. 

Um Ansteckungen besonders schutzbedürftiger Personen zu vermeiden, hat der Kreis Coesfeld eine im Amtsblatt veröffentlichte Allgemeinverfügung erlassen. Sie schränkt Besuche in Pflegeeinrichtungen, in Wohngemeinschaften für pflegebedürftige oder behinderte Menschen und in Einrichtungen der Eingliederungshilfe ein. So sind Besuche auf das Notwendigste zu beschränken; je Bewohnerin und Bewohner im Regelfall eine Person je Tag.

Update Freitag, 19 Uhr: Das Kreisgesundheitsamt meldet am Freitag (13. März) neun neue Ansteckungen mit dem Coronavirus. Neben zwei Ansteckungen in Dülmen und einer in Ascheberg, sind nun erstmals eine Ansteckung in der Stadt Coesfeld und vier Fälle in Billerbeck zu vermelden. In Coesfeld handelt es sich um einen Mann mittleren Alters, der aus dem Skiurlaub zurückgekehrt ist; in Billerbeck ist es eine vierköpfige Skigruppe.

Bisher nehme die Krankheit im Kreis Coesfeld einen vergleichsweise milden Verlauf, meldete das Gesundheitsamt. Alle Patienten seien stabil und zuhause, wobei mehrere bereits weitgehend genesen sind. 

In Hinblick auf alle Rückkehrer aus dem Winterurlaub, insbesondere den Skigebieten, weist das Kreisgesundheitsamt darauf hin, dass eine Testung auf das Coronavirus nur dann notwendig ist, wenn diese Personen aus einem vom Robert-Koch-Institut festgelegten Risikogebiet zurückkehren und Symptome zeigen.

Update Freitag, 09.30 Uhr: Die Bürgermeister der elf kreisangehörigen Kommunen haben sich am Donnerstag mit  Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr im Kreishaus getroffen. Gemeinsamer Beschluss ist: Der Kreis Coesfeld und seine Kommunen sagen grundsätzlich alle eigenen Veranstaltungen zunächst bis Ende April 2020 ab. Ausnahmen sind lediglich absolut notwendige Veranstaltungen, wie etwa Ratssitzungen, die für die Sicherstellung des öffentlichen Lebens erforderlich sind. 

Zudem empfehlen der Kreis Coesfeld und seine Kommunen dringend allen, auch privaten Veranstaltern, grundsätzlich alle Veranstaltungen zunächst bis Ende April abzusagen. Auch hier sind zwingend notwendige Veranstaltungen ausgenommen, wie etwa Kandidatenaufstellungen, oder solche Veranstaltungen, die für die Sicherstellung des öffentlichen Lebens, insbesondere auch für die Versorgung der Bevölkerung, unverzichtbar sind – zum Beispiel Wochenmärkte.

„Das wird zu Einschränkungen führen. Aber in diesen Tagen sind Rücksichtnahme auf besonders Gefährdete, gesellschaftliche Solidarität und gemeinsame Vorsorge gefordert“, unterstreicht Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr. Und Lüdinghausens Bürgermeister Richard Borgmann ergänzt in seiner Funktion als Sprecher der Bürgermeister: „Jede und jeder kann verantwortungsvoll dazu beitragen, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen – im Sinne der Betroffenen.“

Update Donnerstag, 17.40 Uhr: Laut Bezirksregierung Münster hat sich die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus (Covid-19) im Kreis Coesfeld binnen eines Tages um vier auf 30 erhöht. Im gesamten Regierungsbezirk gibt es 128 Fälle (Stand: 17 Uhr).

An diesem Tag sind neue Infektionsfälle in Senden aufgetreten.

Im Kreis Coesfeld bleiben nach wie vor das Gymnasium Canisianum in Lüdinghausen (bis zum 18. März) sowie die Geschwister-Scholl-Realschule in Senden (bis zum 19. März) geschlossen.

Damit Quarantäne-Maßnahmen Wirkung zeigen, sei es zwingend nötig, dass Schülerinnen und Schüler sich entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts verhielten. Wörtlich heißt es:  „Quarantäne ist kein schulfrei! Nicht mit Freunden treffen, in der Stadt herumlaufen oder auf Partys gehen – zu Hause bleiben, chatten, Online-Dienste nutzen! Zuhause mit den Eltern das Zusammenleben besprechen: Bad nach Benutzung reinigen, nicht länger als 15 Minuten in einem Raum, nicht zu nah sein, keine gemeinsamen Mahlzeiten!“

Update Mittwoch, 16.35 Uhr: Nachdem die Zahl der Coronavirus-Infektionen am Dienstag bei 21 Fällen stagnierte, meldet das Kreisgesundheitsamt am heutigen Mittwoch (11. März) fünf weitere Ansteckungen. In Ascheberg ist eine zusätzliche Ansteckung einer jungen Frau zu verzeichnen, die sich ebenfalls zum Ersterkrankten in Senden zurückverfolgen lässt. In Dülmen und Lüdinghausen gibt es jeweils zwei neue Fälle, womit diese beiden Städte erstmals betroffen sind.

Es handelt sich um ein Ehepaar in Dülmen; in Lüdinghausen sind es zwei Männer aus demselben Bekanntenkreis. Diese vier Personen mittleren Alters sind nun von Skiurlauben in Österreich zurückgekehrt, es gibt aber zwischen diesen beiden Gruppen keine Verbindung. Die Zahl der nachweislich infizierten Personen im Kreis Coesfeld steigt damit nun insgesamt auf 26 Fälle.

„Alle nachgewiesenen Fälle sind bislang relativ harmlos verlaufen“, betont Dr. Heinrich Völker-Feldmann, Leiter des Kreisgesundheitsamtes, und ergänzt: „Das war so nicht zu erwarten.“ Die vergleichsweise hohe Zahl der Ansteckungen im Kreis erkläre sich daraus, dass das Umfeld des Erstinfizierten, im direkten Kontakt mit dem Betroffenen, klar zu umreißen war: Gezielt konnten Verdachtsfälle in Familie und Freundeskreis im Rahmen des Infektionsschutzes ermittelt und überprüft werden; mehrere Nachweise waren die logische Folge. Eine genaue, ursprüngliche Infektionsquelle konnte dabei jedoch bislang nicht gefunden werden. Nun stehen mit den Fällen in Dülmen und Lüdinghausen allerdings neue Kreise von Kontaktpersonen im Fokus.

Aufgrund eines Übertragungsfehlers korrigiert das Kreisgesundheitsamt nun die Gebietseinteilung der nachgewiesenen Fälle: Derzeit sind es 14 Fälle in Senden, sechs in Ascheberg und zwei in Olfen; mit jeweils zwei Fällen sind Dülmen und Lüdinghausen neu hinzugekommen.

Im gesamten Regierungsbezirk Münster hat sich die Zahl der Infizierten mit Stand Mittwoch, 10.20 Uhr, auf 67 Infektionsfälle erhöht. 

In der Sitzung des Ascheberger Gemeinderats am Dienstagabend wurde berichtet, dass die Telefone in den Schul-Sekretariaten wegen der Corona-Epidemie nicht mehr stillstehen. Die Eltern haben demnach einen großen Informationsbedarf. Wichtig sei es nun, "Ruhe zu bewahren und keine Panik zu verbreiten". 

Der „Abend des Lichts“ am Freitag, 13. März, ab 18 Uhr in der Lambertuskirche findet trotz der Corona-Krise wie geplant statt. Das teilt Pastoralreferent Ralf Wehrmann mit. Der Entscheidung sei eine „eingehende Beratung“ vorausgegangen. „Gerade in diesen bewegten Zeiten der Unsicherheit auf unterschiedlichen Ebenen und des bedrohten Weltfriedens ist es ratsam, miteinander zu beten und um Gottes Unterstützung in den großen und kleinen Sorgen des Alltags zu bitten“, sagt Wehrmann. Er bereitet den meditativen Abend mit einem kleinen Team von Ehrenamtlichen vor. Laut Wehrmann wird es gegebenenfalls verschiedene Schutzmaßnahmen im Eingangsbereich geben, auf unnötigen Körperkontakt solle weitestgehend verzichtet werden.

Update Dienstag, 19.36 Uhr: Aufgrund der Coronavirus-Entwicklung sagt die Kaufmannschaft „Herbern Parat“ ihr geplantes Frühlingsfest am 5. April (Sonntag) ab. Die Entscheidung sei den Verantwortlichen nicht leicht gefallen, hieß es.

Die Zahl der Infizierten ist am Dienstag laut Kreisgesundheitsamt nicht gestiegen. 

Update Montag, 18.45 Uhr: Das Kreisgesundheitsamt informierte am Montagabend, dass mit zwei Fällen nun auch erstmals die Stadt Olfen betroffen sei. Dabei handle es sich aber um eine Querverbindung zu einem bereits gemeldeten Fall in Ascheberg.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat erklärt, dass es seit Freitag (6. März) nicht mehr nötig sei, Verdachtsfälle ohne Laborbestätigung zu übermitteln. Da die Zahl "sachlich zur Eindämmung der Infektionen nicht mehr benötigt wird", werde sie entsprechend bei den Städten und Kreisen seitens der Bezirksregierung auch nicht mehr erhoben, hieß es in einer Mitteilung der Bezirksregierung am Montagabend.

Demnach gibt es im Kreis Coesfeld weiterhin 21 Personen, die sich nachweislich mit dem Coronavirus infiziert haben (Stand Montag, 17.05 Uhr). Am Sonntag waren es nach Angaben des Kreisgesundheitsamts noch 19 infizierte Personen. 

In Senden bleibt die Geschwister-Scholl-Realschule bis zum 19. März geschlossen. In Lüdinghausen wird das Gymnasium Canisianum bis zum 18. März geschlossen, heißt es darüber hinaus in der Mitteilung der Bezirksregierung.

Alle Corona-Entwicklungen in NRW im News-Ticker

Coronavirus: Lesen Sie hier den Stand von Samstag

Das Kreisgesundheitsamt meldete am Samstag zwei weitere, nachgewiesene Ansteckungen mit dem neuartigen Coronavirus im Kreis Coesfeld; damit stieg die Zahl der Infizierten zunächst auf insgesamt 18 Personen. Die zwei neu erkrankten Personen stammen aus Senden.

Sämtliche Ansteckungen haben in Senden stattgefunden – in einem Personenkreis, den das Kreisgesundheitsamt bereits seit der ersten gemeldeten Ansteckung überwacht. Was die Wohnorte der Infizierten anbelangt, ist neben Senden auch die Gemeinde Ascheberg betroffen. Kontakte im beruflichen Umfeld der Infizierten werden nachverfolgt.

Ein Verdacht an der Lambertusschule in Ascheberg hat sich nicht bestätigt.

Coronavirus: Veranstaltungen in Ascheberg abgesagt

Vorsorglich wollen das Basarteam und auch die Kolpingsfamilie in Ascheberg aufgrund des Coronavirus ihre Veranstaltungen am Samstag absagen. Auch die am Samstag bei Frenking geplante Ehrung der Kegeldorfmeisterschaft für Ascheberg und Herbern fällt somit aus. „Nach Abwägung aller Fakten und Rücksprache mit den Behörden ist es die für uns einzig vernünftige Lösung“, teilt die Kolpingsfamilie auf ihrer Website mit. Die Organisatoren werden sich nun um einen Ausweichtermin bemühen.

Auch das Basarteam teilt mit, dass man über einen Ersatztermin berate. Die Kundennummern würden ihre Gültigkeit behalten.

Unsere Berichterstattung vom 5. März

Das neuartige Coronavirus sorgt an der Nordkirchener Johann-Conrad-Schlaun-Schule für Beunruhigung. So hatte die Mutter einer Siebtklässlerin am Donnerstagmorgen in der Whats-App-Gruppe der Klasse berichtet, dass ihre Tochter mit einer infizierten Person im Verein Sport getrieben habe. Daraufhin hätten einzelne Eltern ihre Kinder zu Hause gelassen, bestätigte Schulleiter Ulrich Vomhof auf Anfrage.

An der Schule, die auch von vielen Werner Kindern und Jugendlichen besucht wird, gehe aber bis auf Weiteres alles seinen gewohnten Gang, sagte Vomhof. Entscheidend sei, was das Gesundheitsamt des Kreises möglicherweise an Maßnahmen anordne.

In Coesfeld hieß es, dass bereits eine Schulklasse in Senden zeitweise vom Unterricht befreit worden sei, um Infektionsketten zu unterbrechen. Schließungen von Schulen seien aber bis dato noch nicht angeordnet worden, teilte Kreissprecherin Sandra Wilde am Nachmittag mit. 

Nach WA-Informationen steht in Herbern eine Familie auf ärztliches Anraten unter häuslicher Quarantäne, deren Tochter die besagte siebte Klasse der Schlaun-Gesamtschule besucht und auch in der Freizeit Kontakt mit der möglicherweise infizierten Klassenkameradin hatte. Es wird getestet.

Mitarbeiter der Lambertussschule möglicherweise infiziert

Derweil informierte die Lambertusschule mit Schulstandorten in Ascheberg und Davensberg die Schulgemeinschaft am Donnerstag online darüber, dass sich ein Mitarbeiter möglicherweise mit dem Coronavirus angesteckt habe. „Das Gesundheitsamt überprüft zurzeit, ob für unsere Kinder eine Ansteckungsgefahr bestanden hat. Die Kinder, die mit unserem Mitarbeiter Kontakt hatten, wurden heute vorsichtshalber nach Hause entlassen“, schrieb Schulleiterin Charlotte Bücker. 

Weiterhin teilte sie mit: „Sollte eine Ansteckungsgefahr für unsere Kinder tatsächlich gegeben sein, werde ich Sie an dieser Stelle über Schutzmaßnahmen informieren. Bitte schauen Sie morgen früh vor Schulbeginn noch einmal auf dieser Seite nach. Momentan sieht es nicht nach einer akuten Infektionsgefahr aus.“ 

Sechs Personen im Kreis Unna getestet

Im Kreis Unna hat die Arbeit in den beiden zentralen Anlaufstellen zum Corona-Test begonnen. Laut Behörde sind am Donnerstag rund zwei Dutzend Anrufe am ärztlich besetzten Infotelefon des Kreis-Gesundheitsamts eingegangen. Bei den meisten Anrufen habe sich herausgestellt, dass ein Corona-Test nicht nötig sei. Sechs Personen seien zum Test eingeladen worden, die Proben gingen zur Untersuchung an ein Labor. 

„Wir merken an dieser überschaubaren Nachfrage, dass die Menschen im Kreis Unna vernünftig mit der Situation umgehen und immer besser informiert sind“, wird Gesundheits-Dezernent Uwe Hasche zitiert. Derzeit bleibt es demnach bei einem bestätigten Corona-Fall im Kreis Unna. Daneben gibt es elf Kontaktpersonen zu Corona-Infizierten. „Hier stehen einige Test-Ergebnisse noch aus“, hieß es beim Kreis.

Das Kreisgesundheitsamt in Coesfeld hat unter der Rufnummer 02541/185380 ein Info-Telefon geschaltet (Samstag/Sonntag 9 bis 16 Uhr; montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr). 

Allgemeine medizinische Fragen beantwortet der ärztliche Bereitschaftsdienst unter der Rufnummer 116117, die auch in den Nachtstunden angewählt werden kann.

Das Kreisgesundheitsamt in Unna beantwortet am Infotelefon unter der kostenfreien Rufnummer 0800/1020205 Fragen zum Thema Corona (montags bis freitags von 10 bis 14).

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare