Masken werden auch in verschiedenen Industriezweigen verwendet

Coronavirus im Kreis Coesfeld: Bürgermeister bitten um Masken-Spenden für das Regionalkrankenhaus

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Die FFP-2-Masken werden unter anderem auch in der Industrie genutzt. 

Kreis Coesfeld - Das St. Marien-Hospital in Lüdinghausen rechnet in den nächsten Wochen mit einer steigenden Anzahl an Patienten, die am Coronavirus erkrankt sind. Die Beschaffung von FFP-2-Masken sei zurzeit jedoch schwierig, teilte die Stadt mit. Daher bittet das Regionalkrankenhaus des südlichen Münsterlandes und alle Städte und Gemeinden im Kreis Coesfeld um Spenden.

Die Mitarbeiter des Krankenhauses tragen zum Eigenschutz eine Schutzbrille und-kittel, einen Kopfschutz,  Handschuhe und einen Atemschutz in Form einer FFP-2-Maske. Das Einatmen kleinster Partikel wie Viren wird durch die Masken "effektiv verhindert", wie es in einem Schreiben des Klinikums heißt.

Weiter weist Dr. Jörg Siebert, ärztlicher Direktor des St. Marien-Hospitals, eindringlich darauf hin, dass insbesondere die Atemschutzmasken derzeit „ein riesiges Problem in der Beschaffung darstellen“. Krankenhäuser haben unzureichenden Zugriff auf den Nachschub der Masken. Ein Teil der Produktionsstandorte der Masken liege im Ausland und exportiere derzeit nicht oder nur zögerlich. 

Masken werden auch in der Industrie verwendet

"Daher ist es unbedingt notwendig, die industrielle Produktion der Masken in Deutschland zu erhöhen. Bis dies geschieht, ist das St. Marien-Hospital auf Zuwendungen von Masken, die auch in verschiedenen Industriezweigen zum Schutz dortiger Mitarbeiter vor Staub- und Abriebpartikeln eingesetzt werden, angewiesen", heißt es in dem Schreiben.

Das St. Marien-Hospital als Regionalkrankenhaus des südlichen Münsterlandes bittet gemeinsam mit den dem Verbund angehörenden Städten und Gemeinden Ascheberg, Nordkirchen, Senden, Olfen, Selm und Lüdinghausen daher alle Firmen in der unmittelbaren Umgebung darum, ihre Bestände zu prüfen und nach Möglichkeiten zu suchen, FFP-2-Masken an das St. Marien-Hospital in Lüdinghausen abzugeben.

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„Wir würden uns riesig freuen, wenn Sie diesem Aufruf folgen würden und in dieser schwierigen Zeit einen wichtigen Beitrag leisten“, so die Bürgermeister der Städte und Gemeinden, Dr. Bert Risthaus, Dietmar Bergmann, Sebastian Täger, Wilhelm Sendermann, Mario Löhr und Richard Borgmann.

Die Unternehmen können sich unter der Telefonnummer 02591/231210 an das St. Marien-Hospital wenden, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Außerhalb der üblichen Geschäftszeiten steht auch die Telefonnummer 02591/231314 zur Verfügung.

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