Ärzte, Pflegekräfte, Medizinstudenten und Heilpraktiker gesucht

Coronavirus: Hilfskrankenhaus wird errichtet - Zahlreiche „Spontanhelfer“ melden sich beim Kreis

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Symbolbild

Kreis Coesfeld - In diesen Tagen wird im Kreis Coesfeld kurzfristig und vorsorglich ein Hilfskrankenhaus errichtet. Freiwillige mit pflegerischen und medizinischen Kenntnissen waren aufgerufen, sich zu melden, wenn dort helfen möchten. Überwältigend war die Rückmeldung bereits am nächsten Tag. 

„Spontanhelfer“ ist der richtige Ausdruck: Nach dem Aufruf des Kreises Coesfeld am Dienstag, der ehrenamtliche Kräfte für sein geplantes Hilfskrankenhaus gewinnen will, meldeten sich innerhalb kürzester Zeit über 60 Freiwillige – darunter Ärzte, Pflegekräfte, Medizinstudenten, Heilpraktiker, aber auch Fachlehrkräfte. 

Das Hilfskrankenhaus soll im kreiseigenen Pictorius-Berufskolleg in Coesfeld errichtet und Anfang kommender Woche betriebsbereit sein. Nach Auskunft des Kreises werden derzeit Ausrüstung und Mobiliar zusammengetragen und transportiert. "Zunächst werden 50 Plätze eingerichtet – je nach Bedarf kann die Zahl der Betten kurzfristig gesteigert werden", teilt der Kreis in einer Pressemitteilung von Mittwoch mit.

Coronavirus im Kreis Coesfeld: Weiter viele Helfer gesucht

"Hier sollen Menschen untergebracht werden, die erkrankt, aber insgesamt stabil und nicht mehr ansteckend sind – nach einem Krankenhausaufenthalt, wobei im Hilfskrankenhaus die pflegerische Betreuung der Erkrankten im Vordergrund steht", heißt es weiter.

Die reguläre stationäre Versorgung und Intensivbehandlung erfolge weiterhin im Krankenhaus. Die neue Einrichtung soll die Krankenhäuser im Kreis Coesfeld entlasten. Diese würden daher auch entscheiden, ob jemand in das Hilfskrankenhaus verlegt wird; Patienten sollten also nicht von sich aus beim Hilfskrankenhaus vorstellig werden.

"Wir benötigen einen möglichst großen ‚Pool‘ an Helfenden für einen Drei-Schicht-Betrieb – die genaue Zahl hängt von Entwicklung und Dauer des Krankenhausbetriebes ab", betont Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr. Freiwillige können sich weiterhin online beim Kreis Coesfeld melden.

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Auch das St. Marien-Hospital in Lüdinghausen hatin diesen Tagen um Hilfe gebeten. Schutzmasken werden dringend benötigt.

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