Christina Kaupa hat einen Plan

Foodsharing bald auch in Ascheberg?

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„Foodsharing für Ascheberg“ fordert Neu-Foodsaverin Christina Kaupa. Sie möchte schon bald eine Anlaufstelle in ihrer Heimat eröffnen und ihren Teil zu einem bewussteren Umgang mit Lebensmitteln beitragen.

Ascheberg - Die Idee rund um Foodsharing und das Retten brauchbarer Lebensmittel geht zurzeit durch die Decke. Und bald könnte auch Ascheberg zu den Orten gehören, an denen öffentliche Foodsharing-Abholstationen der Wegwerfgesellschaft zu Leibe rücken – so zumindest der Plan von Christina Kaupa.

Ein Facebook-Post machte Kaupa vor einiger Zeit auf die Initiative gegen Lebensmittelverschwendung aufmerksam. Nun möchte sie selbst zum „Foodsaver“ werden und eine Anlaufstelle in Ascheberg einrichten, an der abgelaufene Lebensmittel gesammelt, aufbereitet und im Anschluss kostenlos abgeholt werden können. „Das Interesse ist da“, sagt Kaupa. „Jetzt geht es an die Planung.“ 

Ein geeigneter Standort sei bereits vorhanden. Doch weil daran auch ihre Kooperation mit einem großen Supermarkthändler hänge, dürfe sie diesen Ort noch nicht öffentlich machen. Spender wie die Ascheberger Tafel oder Bauern aus dem Umkreis habe die Initiatorin ebenfalls mit ins Boot geholt.

„Sämtliche Nahrungsmittel, die dort wegen eines abgelaufenen Mindesthaltbarkeitsdatums weggeschmissen werden würden, sammle ich in Zukunft ein“, erklärt Kaupa und fügt gleich hinzu: „Natürlich nur die, die noch genießbar sind.“ Sogenannte hygienisch-riskante Lebensmittel wie abgelaufenes Fleisch oder Eier dürften nicht verteilt werden. 

Spenden sind erwünscht

Kaupa: „Es gibt bestimmte Hygienevorschriften, die ich einhalten muss.“ Doch bevor es so richtig losgehen kann, bittet die Inititorin ihre Mitmenschen um Unterstützung. „Ich suche noch nach einem Kühlschrank und einem Regal, damit ich die Lebensmittel an der Sammelstelle vernünftig lagern kann.“ 

Über eine Spende – finanziell oder materiell – würde sie sich sehr freuen.  Beides, sowohl Kühlschrank als auch Regal, sollen später für alle Interessierten 24 Stunden täglich und an sieben Tagen die Woche zugänglich sein. Eine offizielle Registrierung sei nicht erforderlich, um etwas mitnehmen zu dürfen. „Mir ist es wichtig, dass alles anonym ist. Keiner soll sich schämen, den Hotspot aufzusuchen.“  

Je nachdem, wie positiv die Resonanz über das Konzept im Anschluss ausfalle, wolle die „Foodsaverin“ ihre Flügel beizeiten bis nach Herbern ausbreiten. Konkrete Gespräche gebe es dort aber noch nicht. Ihre Expansionspläne stünden noch „in den Sternen“.

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