Chance zum Schulfrieden

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„Gemeinsames Lernen“ interessierte die 160 Besucher der Fachtagung. ▪

ASCHEBERG ▪ „Der jetzt mögliche Schulfrieden ist eine Chance für die Parteien, die Schaukämpfe zu überwinden, die Eltern brauchen Verlässlichkeit und die Kommunen Planungssicherheit, sagte heute Professor Hans-Martin Lübking vom Bündnis länger gemeinsam lernen im Bürgerforum in Ascheberg.

Dort hatte Bürgermeister Dr. Bert Risthaus gestern Nachmittag rund 160 Teilnehmer der Fachtagung „So geht Gemeinschaftsschule“ begrüßt und über den Ascheberger Weg zum ersten genehmigten Schulversuch für eine Gemeinschaftsschule in NRW informiert. „Eine gute Gelegenheit, das Interesse zu wecken, meinte der Verwaltungschef und verhehlte nicht, wieviel Arbeit dahinter gesteckt hat.

Die „orientierende Funktion“ der Ascheberger Profilschule unterstrich Professor Lübking und beschrieb diese als „erfolgreiches Modell.

Schon im Vorfeld war das Interesse an der Fachtagung groß, mussten sogar einige Interessenten aus Platzgründen abgelehnt werden. Vom Ministerium für Schule und Weiterbildung (MSW) war Staatssekretär Ludwig Hecke gekommen. Er wies darauf hin, dass man sich vom OVG-Urteil nicht entmutigen lassen und die Bemühungen um die Gemeinschaftsschule fortsetzen wolle. Man müsse jetzt zusammenkommen, verwies der Staatssekretär auf die Gunst der Stunde.

Viele Vertreter von Kommunen, Pädagogen und Eltern ließen nutzten die Fachtagung, sich umfassend zu informieren. Neben der Profilschule Ascheberg wurde die Gemeinschaftsschule Rheinberg von ihrem Schulleiter Norbert Giesen vorgestellt.

In einer Fragerunde wurde die aktuelle Lage zur Genehmigung von Gemeinschaftsschulen erörtert. Joachim Fehrmann vom Ministerium, Christian Ladleif von der Bezirksregierung Münster, die Schulleiterin der Profilschule, Sylke Reimann-Perez, Dr. Bert Risthaus und Petra Schlottmann, Elternvertreterin aus Hemer, standen in einer weiteren Gesprächsrunde in der von Rolf Schempershofe moderierten Veranstaltung zur Verfügung. Das „riesengroße Interesse“ anderer Gemeinden und Schulen an der Ascheberger Profilschule hob auch Sylke Reimann-Perez hervor und plädierte für individuelles Lernen weg von der Dreigliederung. Auch in heterogenen Schülergruppen werden gute Leistungen erzielt, sagte sie und betonte: „Die Zeit ist reif“. ▪ gh

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