Umbauarbeiten schreiten voran

Neues Führungsduo bei der Fachklinik Release

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Bürgermeister Dr. Bert Risthaus (l.) und Fachbereichsleiter Thomas Stohldreier (M.), ließen sich von Chefärztin Dr. Selma Music (v.l.), Verwaltungsleiterin Franziska Ortmann und Denis Schimmer (Geschäftsführer beim Träger Arbeitskreis Jugendhilfe /Netzwerk Suchthilfe) auf den neuesten Stand bringen.

Herbern – Die Fachklinik Release (Entwöhnung) war das erste Ziel von Bürgermeister Dr. Bert Risthaus im Rahmen seiner vorweihnachtlichen Besuche in sozialen Einrichtungen. Nicht nur baulich, sondern auch personell hat sich dort einiges getan.

Mit Fachbereichsleiter Thomas Stohldreier ließ sich Risthaus von den Führungskräften Neuigkeiten aus dem Personalbereich berichten und informierte sich über den Stand des Ausbaus. Denn die Arbeiten am ersten Bauabschnitt des Modernisierungsprojektes sind in vollem Gange. 

Bei seinen Besuchen in den Einrichtungen überbringt der Bürgermeister nicht nur den Dank der Gemeinde an all diejenigen, die auch Weihnachten und Neujahr zur Stelle sind. Er sucht auch das persönliche Gespräch. Dabei erfuhr er, dass sich personell einiges geändert hat in der Fachklinik. 

Neue Chefärztin und Verwaltungsleiterin

So ist Dr. med. Selma Music seit Juli Chefärztin der Fachklinik, die bei ihrer Eröffnung 1996 deutschlandweit die erste war, die die Behandlung mit Medikamentengabe anbot. Music tritt die Nachfolge von Dr. Andreas Rhode an, der zum Medizinischen Dienst der Krankenkassen wechselte. Die Fachärztin für Nervenheilkunde, Sozialmedizin und Rehabilitationswesen, war bereits von 2005 bis 2006 bei der Fachklinik beschäftigt und kehrte gern zurück. „Das Vertrauen ist da“, sagte sie. Music nimmt perspektivisch auch die Nachsorge oder Praktika der Klienten in Firmen in den Blick. „Viele Klienten kommen auch mit Vorerkrankungen, sind Schmerzpatienten oder müssen traumatologisch betreut werden“, erläuterte Music. 

Als Verwaltungsleiterin rückte zum 1. Oktober Franziska Ortmann für Denis Schinner nach, der seinerseits nun als Geschäftsführer beim Träger des Arbeitskreises für Jugendhilfe e.V./ Netzwerk Suchthilfe gGmbH fungiert. Ortmann ist Fachwirtin im Gesundheits- und Sozialwesen und studiert zurzeit Betriebswirtschaft und Wirtschaftspsychologie. Sie arbeitet seit 2016 in der Fachklinik. Neben dem neuen weiblichen Führungsduo setze sich der Generationenwechsel im Team auch 2020 und 2021 fort, erfuhr Risthaus von Denis Schinner. Beim Träger sei zudem Vorstand Rainer Bathen in den vorzeitigen Ruhestand gegangen, hieß es. 

Umbau bei laufendem Betrieb

Auf der Baustelle des neuen Traktes hat sich seit dem Richtfest Anfang September einiges getan. Beim Rundgang informierten sich Risthaus und Stohldreier über den Stand der Dinge. Wie berichtet, entstehen auf 900 Quadratmetern Nutzfläche 20 moderne Einzelzimmer mit Bad sowie verschiedene Therapie- und Gruppenräume. Im Erdgeschoss sind Werkstatt, Ergotherapie und einige Büros angesiedelt. 

In der Fachklinik Release (Entwöhnung) gehen die Umbauarbeiten voran.

Außerdem gibt es dort noch einen Raum für die Nachtwache. Im Obergeschoss befindet sich ein rund 100 Quadratmeter großer, multifunktionaler Raum. Die Zimmer im Dachgeschoss sollen ausschließlich für weibliche Klienten genutzt werden. Die Mensa des Altbaus wird erweitert und soll künftig beidseitig zugänglich sein. Alle Anforderungen an Brandschutz und Barrierefreiheit – wie der installierte Aufzug – werden umgesetzt. 

Die Umbauten erfolgten bei laufendem Betrieb, was Mitarbeiter wie Klienten gleichermaßen vor Herausforderungen stelle, räumte Schinner ein. Der erste Bauabschnitt soll voraussichtlich im Mai/Juni 2020 fertig und das bestehende Bettenhaus 2021 komplett modernisiert sein. Im Außenbereich soll mit Hilfe einer Spende der Sparkasse Westmünsterland künftig eine Boule-Anlage mit zwei Feldern das Volleyballfeld ersetzen. Das kündigte Schinner an. 

Mittelfristig gebe es auch Erweiterungsgedanken bei Release. Denn für Klienten mit Kindern benötige die Klinik geeignete Räumlichkeiten. Dasselbe gilt für eine Klientel mit erhöhtem Pflegebedarf – zum Beispiel aus Altersgründen.

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