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Bürgerinitiative gegen Gasbohrungen gegründet

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17 Herberner trugen sich bei der Gründungsversammlung der Bürgerinitiative in die Liste ein. ▪
17 Herberner trugen sich bei der Gründungsversammlung der Bürgerinitiative in die Liste ein. ▪ © Middelhoff

HERBERN ▪ Die „Bürgerinitiative für sauberes Trinkwasser“, kurz „BIST“, soll in Zukunft dafür sorgen, dass die Bürgerinnen und Bürger der Region ausreichend über die Gefahren der unkonventionellen Gasfördermethoden aufgeklärt werden.

17 Herberner trugen sich am Mittwoch im Rahmen der Gründungsveranstaltung der Initiative in die Teilnehmerlisten ein. „Bis vor ein paar Wochen war das so genannte ‚Fracking‘ auch für uns kein Thema, aber nun haben wir uns über die Gefahren informiert und sind geschockt“, so der Initiator Lutz Wentland, der die Veranstaltung im Jochen-Klepper-Haus gemeinsam mit seiner Frau Heike leitete.

Von der Fördermethode habe Wentland erstmals in einer Radioreportage des WDR vom 28. Januar gehört. „Vielleicht ist es idealistisch, aber wir hoffen darauf, dass wir eine Änderung im Bergrecht bewirken können – von alleine passiert da nichts“, erklärt der gebürtige Brandenburger, der seit 19 Jahren mit seiner Familie in Herbern lebt.

Die Idee einer Bürgerinitiative erwuchs aus dem Beispiel Drensteinfurt. Dort gibt es schon seit einigen Monaten eine Bürgerinitiative gegen die Gasbohrungen. „Stefan Hendrichs hat uns als Initiator der Drensteinfurter BI sozusagen ‚angelernt‘“, erklärt Wentland. Wie angekündigt will die „BIST“, nun da der Name gefunden ist, Flyer und eine Internetseite für die Bürger zur Verfügung stellen. Der erste Entwurf des Flyers wurde am Mittwoch vorgestellt und fand bei den neuen Mitstreitern in großen Teilen Zustimmung. „Wir wollen in erster Linie über das Thema informieren. Dabei beschränken wir uns nicht nur auf Herbern, denn das Fracking-Problem betrifft große Teile von NRW“, so Heike Wentland. Die nächste Veranstaltung der „BIST“ findet am 16. März um 19 Uhr in der „Antica Fattoria“ am Kirchplatz statt. ▪ pam

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