Josef Farwick will Bleiglasfenster des alten Krankenhauses erhalten

Die ehemalige Krankenhauskapelle ist auch von außen dank der kunstvollen Fenster gut zu erkennen. Foto: Schütte

HERBERN - Fünf große Mosaikfenster umrahmen die Kapelle des alten Krankenhauses bzw. ehemaligen Malteserstifts. Die Bleiglasfenster mit verschiedenen Grau-, Blau- und Brauntönen stellen die Vergänglichkeit des Lebens dar. Dem Herberner Historiker und Heimatkundler Josef Farwick liegt es am Herzen, diese Fenster vor der Abrissbirne zu bewahren.

Seit rund sechs Jahren steht das Gebäude des Malteserstifts an der Altenhammstraße leer, denn es genügte in Sachen Qualität nicht mehr den heutigen Ansprüchen. Das rote Backsteingebäude soll in naher Zukunft abgerissen werden, um dort neuen Wohnungen für betreutes Wohnen Platz zu machen.

„Es wäre schade, wenn diese Fenster verloren gingen, denn sie sind ein Stück Herberner Geschichte“, betonte Farwick im Gespräch mit unserer Zeitung. Das alte Gebäude mit der Kapelle im ersten Stockwerk hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich.

Gleiches Gebäude, neue Aufgabe

Am 1. August 1908 hat man mit dem Bau des Krankenhauses begonnen. Ein Jahr später, am 2. Dezember 1909, wurde das St. Joseph-Hospital eingeweiht. Bis Ende der 1970er Jahre nutzte man das Gebäude als Krankenhaus. Zu Beginn der 1980er Jahre musste die medizinische Versorgung völlig umgestellt werden. Das Kuratorium des Joseph-Krankenhauses hatte rechtzeitig die Lage erkannt und beschloss, das Hospital zu einem Altenpflegeheim umzubauen.

Die Mosaikfenster der Kapelle im alten Trakt des Krankenhauses sind seinerzeit vom Künstler van der Forst gestaltet worden, wie es aus Josef Farwicks Unterlagen hervorgeht. „Die Fenster zeigen, dass das Leben mit dem Körper vergänglich ist. Die Fenster sind nicht schön, aber ausdrucksvoll. Es wäre schön, wenn etwa im Altenpflegeheim ein Platz dafür gefunden würde“, appellierte der Heimatkundler an die Beteiligten. - isa

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