Biker spenden 4.272 Euro für die Reittherapie

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4272 Euro spendete der Bikerclub Nordkirchen für die Reittherapie der Kinderheilstätte.

NORDKIRCHEN - „Wir sind nicht nur die, die laut durch den Ort brettern“, erklärt Steffi Müller, Besitzerin des Biker-Clubs Nordkirchen, und macht darauf aufmerksam, dass man auch gezielt etwas für die jungen Menschen vor Ort mache.

Am vergangenen Samstag ist es eine Spendenübergabe an die Kinderheilstätte in Nordkirchen gewesen.

Rund 1240 Bikerfreunde, die in den vergangenen Monaten beim Biker-Club Nordkirchen einkehrten, hatte Peter Lütkerode, Mitglied des NOKI-Stammtisches, angesprochen und um Spenden für die Förderung der Reittherapie in der Kinderheilstätte in Nordkirchen gebeten. „Ich habe keinen vom Hof gehen lassen, ohne dass er nicht wenigstens einen Cent gespendet hätte“, scherzt Lütkerode, der sich auch von einer Abfuhr nicht entmutigen ließ. Auch die rund dreißig Mitglieder des Stammtisches, der „NOKI-Rider“, hatten unter dem Motto „1000 PS für 1 PS“ fleißig gespendet. Schließlich kamen 4272 Euro zusammen, die Gisela Stöver, Leiterin des Sozialmarketing der Kinderheilstätte und Therapeutin Anne Weißner entgegennahmen.

Bereits im letzten Jahr hatte Lütkerode 2010 Euro für die Kinderheilstätte gesammelt und ist in diesem Jahr begeistert, dass eine doppelt so große Summe zusammengekommen ist. „Von dem Geld werden die Unterhaltungskosten und das Futter für die Therapiepferde Lilly und Flick für ein Jahr gesichert sein“, erklärt Stöver, die von so viel Engagement gerührt ist und allen Spendern und vor allen Dingen Lütkerode für sein Engagement dankt.

Die Reittherapie sei für die entwicklungsverzögerten und behinderten Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren von großer Wichtigkeit. „Die Pferde öffnen dort Türen, wo wir unsere Grenzen erreichen“, weiß Stöver und erläutert, dass die Kinder sich durch den Kontakt mit Tieren leichter öffnen und lernen, Vertrauen zu fassen. Einmal pro Woche sind 30 Kinder an verschiedenen Tagen in Therapie und beginnen die Therapiestunde mit der Pflege des Pferdes. „Striegeln, den Sattel holen, das alles gehört dazu“, erläutert Weißner, die beobachten kann, wie sich die Motorik, Persönlichkeit und Selbstständigkeit der Kinder verbessert.

Die Reittherapie wird zum Teil von der Krankenkasse und zum Teil von der Sozialhilfe bezahlt. Für einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren bildet diese Therapieform einen Teil der Frühförderung für Kinder. Häufig sind Kinder aus sozial schwachen Familien betroffen und diese können die Therapie aus finanziellen Gründen nur bedingt in Anspruch nehmen. „Wir sind total froh, dass wir diese Unterstützung bekommen haben“, freut sich Stöver, die betont, dass jeder Euro von großer Bedeutung ist. - bm

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