St. Benedikt fusioniert mit Ascheberg und Davensberg

Die Kirche St. Benedikt wird Teil der neuen Großgemeinde Ascheberg. ▪
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Die Kirche St. Benedikt wird Teil der neuen Großgemeinde Ascheberg. ▪

HERBERN ▪ Die Fusion der drei Ascheberger Pfarrgemeinden ist beschlossene Sache. Bis spätestens 2015 soll der Zusammenschluss von St. Benedikt Herbern, St. Lambertus Ascheberg und St. Anna zu einer neuen gemeinsamen Seelsorgeeinheit formell durchgeführt sein. Diesen Fahrplan legte das Bistum Münster Vertretern der beteiligten Pfarrgemeinden gestern Abend bei einer Informationsveranstaltung in Dülmen vor.

Wie die neue Großgemeinde heißen wird, wer sie leitet und wie die Vermögen und Liegenschaften der drei Pfarreien eingebracht werden, darüber gab es gestern noch keine Informationen. Besonderes Gewicht bei der Ausgestaltung der Fusion sollen aber die Kirchenvorstände, Pfarrgemeinderäte und Hauptamtlichen bekommen.

Weihbischof Dieter Geerlings, Domkapitular Hans-Bernd Köppen und Generalvikar Norbert Kleyboldt gaben gestern zunächst nur den Zeitrahmen und den Personalschlüssel vor. Dieser jedoch hat es in sich. Vorgesehen ist für Ascheberg nur noch ein Priester der Diözese statt bisher drei.

Derzeit verfügen sowohl St. Anna, St. Lambertus als auch St. Benedikt über einen „eigenen Pfarrer“. Pater Alfred Völler in Davensberg hat die Altersgrenze von 75 Jahren erreicht, möchte aber weitermachen. Ein entsprechender Antrag läuft. Der Herberner Pfarrer Rudolf Kruse ist gesundheitlich angeschlagen. Im WA-Gespräch kündigte Kruse an, bei einer Fusion Herbern verlassen zu wollen. Es sei eine vernunftbezogene Entscheidung, um dem neuen Pastor das Arbeiten vor Ort zu erleichtern. „Wenn ich hier bleibe, werden mich die Leute immer als ihren Herberner Pfarrer sehen“, so Kruse.

Favorit für die Leitung der Großgemeinde ist nun der vergleichsweise junge Ascheberger Pastor Carsten W. Franken. Er oder ein neues Gesicht werden laut Personalschlüssel des Bistums von zwei „Weltpriestern“ unterstützt. Das sind Pfarrer zum Beispiel aus Indien oder vom afrikanischen Kontinent. Ihre Zahl wird bistumsweit von 100 auf 200 erhöht. Mit einem Programm will die katholische Kirche ihre Deutschkenntnisse deutlich verbessern. Demnach sind mindestens drei Sprachkurse Pflicht, bevor sie in den Gemeinden eingesetzt werden.

Derzeit fehlen dem Bistum 30 Pastoralreferenten, auch hier wird mit einem Programm nachgebessert. Für die neue Pfarrgemeinde in Ascheberg ist dennoch nur ein Pastoralreferent vorgesehen. Der Personalschlüssel soll mindestens bis 2025 Bestand haben. Die neue Großgemeinde Ascheberg hätte – Stand heute – rund 10 500 katholische Gläubige.

Ascheberg ist kein Einzelfall. Im Kreisdekanat Coesfeld wird die Zahl der Pfarrgemeinden bis 2015 von 35 auf 16 reduziert. So werden in Nordkirchen St. Dionysius (Capelle), St. Pankratius (Südkirchen) und St. Mauritius (Nordkirchen) fusionieren. ▪ jiz

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