Ascheberger zeigen Gesicht für den Frieden

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Claudia Weber gehört zu den neun Menschen in Ascheberg und Herbern, die sich für die Aktion „Demokraten für den Frieden“ ablichten ließen.

Ascheberg - Sie zeigen Gesicht für religiöse und weltanschauliche Überzeugungen: Neun Frauen und Männer aus den katholischen und evangelischen Kirchengemeinden haben sich für die Plakataktion „Demokraten für den Frieden“ ablichten lassen.

Zu ihren Porträts haben sie einen Bibelspruch gewählt, der sie oft schon über viele Jahre begleitet und ihre persönliche Botschaft trägt. Auf den großformatigen Fotos (1,50 mal 2,50 Meter), ausgehängt an Hauswänden in den Ortskernen von Ascheberg und Herbern, finden sich neben den jeweiligen religiösen Zitaten gegebenenfalls auch Aussagen über das soziale Engagement. 

Gemeinsam mit Bürgern aus den anderen zehn Kreiskommunen machen sie mit bei dem Projekt, das eine Brücke baut zwischen dem Reformationsjahr 2017 und dem Katholikentag 2018. 

Für freiheitlich-demokratische Grundordnung einstehen

Die Motivation dahinter beschreibt Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr: „Wir sprechen mit der Aktion alle Menschen im Kreis Coesfeld an, die öffentlich für unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung einstehen und ein Zeichen für den Frieden setzen.“ 

Reformationsjahr und Katholikentag seien zwar willkommene Anlässe, aber nicht der einzige Beweggrund für die Initiative, erklärt der Landrat. Vielmehr seien in der internationalen Politik derzeit populistische und antidemokratische Strömungen zu verzeichnen und der Weltfrieden sei vielerorts bedroht, heißt es auf der Projekt-Webseite. Zeit also, für ein starkes orts-, partei- und konfessionsübergreifendes Signal, finden die Organisatoren. 

Vom Profi fotografiert

Für das zweiteilige Projekt hat ein Profifotograf die Teilnehmer fotografiert, die mit ihren Konterfeis in der ersten Projektphase (15. Oktober bis 19. November) nun für die Sache werben. Die zweite Phase folgt vom 30. April bis 15. Mai 2018 mit einer Ausstellung zum Katholikentag.

Für die Plakataktion hatte Melanie Wiebusch, Geschäftsführerin von Ascheberg Marketing, im Frühjahr unter anderem Kirchengemeinden und Vereine angeschrieben. „Es gehört Mut dazu, mitzumachen“, sagt Wiebusch zur Bereitschaft, das eigene Porträt großformatig an einer Hauswand zu sehen. 

Getraut haben sich neun Bürger und Bürgerinnen aus der Gemeinde, deren Schwarzweiß-Porträts sich nun in der Südstraße in Herbern, am Lambertus-Kirchplatz und an der Sandstraße in Ascheberg finden. Es sind häufig Menschen, die sich auf vielfältige Weise im Ehrenamt in Kirche und Gesellschaft engagieren und die mit ihren Zitaten auf ganz persönliche Art Denkanstöße in Sachen Demokratie und Frieden geben.

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