Führungstrio mit Birgit Homann und Nadine Ohk

Ascheberger SPD mit neuer Spitze: Volker Brümmer einstimmig gewählt

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Johannes Waldmann (von links) wurde beim Neujahrsempfang des SPD-Ortsvereins Ascheberg als langjähriger Vorsitzender von Christian Ley, dem neuen Vorsitzenden Volker Brümmer und seiner Stellvertreterin Birgit Homann verabschiedet.

Ascheberg – Im Wahljahr 2020 haben die Ascheberger Sozialdemokraten ihren Ortsvereinsvorstand neu sortiert und beim Neujahrsempfang am Sonntag den 43-jährigen Diplom-Sozialarbeiter Volker Brümmer einstimmig zum Vorsitzenden gekürt. Die Rotation im Vorstand hatte Johannes Waldmann ausgelöst, der den Vorstandsvorsitz abgibt, um sich künftig stärker auf die Arbeit auf Kreisebene zu konzentrieren.

Volker Brümmer stehen mit Birgit Homann und Nadine Ohk zwei stellvertretende Vorsitzende zur Seite. Während Ratsfrau Birgit Homann das Amt auch vorher schon bekleidete, rückt Nadine Ohk, die in der Versammlung erkrankt fehlen musste, erstmals in das Führungstrio auf. 

Wiedergewählt wurden Kassiererin Petra Haverkamp und Schriftführerin Claudia Ley. Haverkamp hatte in ihrem Kassenbericht eine gesunde Kassenlage attestiert, was von den Revisoren bestätigt wurde. Bildungsbeauftragter bleibt Elmar Hammwöhner, Mitgliederbeauftragter Sebastian Klaas. Als Beisitzer komplettieren Uwe Cottmann, Christian Klaverkamp, Wolfgang Nickel, Maximilian Haupt und Bärbel Möllenkamp den erweiterten Vorstand.

Kritik an fehlenden Kita-Plätzen

„Kinder brauchen einen guten Start“, lenkte Volker Brümmer in seiner ersten Rede als Vorsitzender den Blick auf eines seiner Schwerpunktthemen. Es fehlten Plätze beim Kita-Ausbau, kritisierte er. Die Übermittagsbetreuungen leisteten gute Arbeit, benötigten aber vernünftige Räume, hieß es. 

Auch die Pflegesituation vor Ort griff er auf. „Es gibt kaum Kurzzeitpflege und nur wenige Plätze in der Tagespflege, wir brauchen dringend Ideen und Investitionen“, stellte er fest. Auf der Sandstraße bleibe hingegen „alles beim Alten. Wir brauchen keine Blechlawinen, sondern Mobilitätskonzepte und Vorrang für das Fahrrad“, sagte er zur Verkehrssituation. 

Waldmann blickt auf zehnjährige Amtszeit zurück

Seinen „letzten Bericht als Vorsitzender“ nutzte Johannes Waldmann, um neben der Rückschau auf 2019 auch für seinezehnjährige Amtszeit Bilanz zu ziehen. Mit Gedenkveranstaltungen zur Reichspogromnacht, zum Holocaust-Gedenktag, der Unterstützung der Gruppe Nathan und der Verlegung von Stolpersteinen wolle man der zunehmenden Rechtsradikalisierung entgegenwirken, sagte Waldmann sinngemäß. 

Die SPD sei bei der Erweiterung wie dem Ausbau von Kitas und Schulen die treibende Kraft hinter den Investitionen. Die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum und die Ausweisung neuer Gewerbeflächen habe man ebenso auf der Agenda. Das gelte auch für die papierlose Arbeit in der Parteiorganisation und die neu gestaltete Website. 93 Mitglieder zählt die SPD aktuell, 2011 waren es 75, zog Waldmann den Vergleich. 

Mit Blumen und Präsent bedankten sich die Ascheberger Genossen bei ihm, der den Davensbergern weiterhin als Ansprechpartner zur Verfügung stehen wird. Respekt für Waldmanns Engagement im SPD-Unterbezirk zollte Landtagsabgeordneter André Stinka, der die Mitglieder zu Beginn des Wahljahres auf den Wahlkampf einstimmte. Angesichts großer Herausforderungen wie Digitalisierung, Klima, Bildung oder der massiven Erstarkung der Rechten forderte Stinka eine „klare Orientierung und Haltung zu einer sozialen, ökonomischen und familienfreundlichen Zukunft.“

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