CDU setzt sich für Bürgerradweg nach Mersch ein

+
Von Herbern bis nach Walstedde ist entlang der Merschstraße kein Radweg vorhanden. Die Aussicht auf eine zeitnahe Förderung durch das Landesprogramm „Radwege an Landstraßen“ ist schlecht.

Herbern - Ein Bürgerradweg entlang der Merschstraße (L 671) soll den Lückenschluss für Zweirad-Fahrer von Herbern bis Drensteinfurt-Mersch und weiter bis Ahlen und Sendenhorst bringen.

Das fordert die CDU-Fraktion mit einem Antrag an den Bau-, Planungs- und Umweltausschuss (Donnerstag, 19. April, 18 Uhr, Bürgerforum). Die Verwaltung möge dazu geeignete Maßnahmen einleiten, heißt es in einer Pressemitteilung von CDU-Fraktionschef Ludger Wobbe.

Pläne gibt's schon lange

Ein Radweg entlang der Landesstraße wird in der Politik der Gemeinde, auch über Fraktionsgrenzen hinweg, schon lange angestrebt. Schulwegsicherung, touristische Gründe und die bessere Erreichbarkeit des Bahnhofs Mersch von Herbern aus per Rad nennt Wobbe als wichtige Argumente für einen Radweg an der Landesstraße.

Eine geförderte Umsetzung des Projektes scheiterte bislang immer. Denn der Radweg rangiere in der Prioritätenliste des Landesprogramms „Radwege an Landstraßen“ auf einem abgeschlagenen 40. Platz. Bevor aus diesem Topf Mittel für eine vollständige Förderung fließen würden, gingen Jahrzehnte ins Land, ordnet Wobbe sinngemäß ein.

80.000 Euro Zuschuss pro Kilometer

„Daher bleibt nach unserer Einschätzung nur, diesen Weg als Bürgerradweg auszubauen; zumal das Land Bürgerradwege nicht mehr mit 40.000 Euro je Kilometer bezuschusst, sondern jetzt mit 80.000 Euro“, schreibt der CDU-Fraktionschef.

Deshalb möge die Verwaltung Kontakte zu den Grundstückseigentümer südlich der Merschstraße und zur Nachbargemeinde Drensteinfurt aufnehmen. Diese habe in der letzten öffentlichen Bürgerradweg-Veranstaltung in Walstedde bereits zugesagt, ihre Strecke vom Bahnhof Mersch bis zur Gemeindegrenze ebenfalls als Bürgerradweg auszubauen, so Wobbe. Ferner solle auch der Kontakt mit dem Zuschuss-Geber, der Bezirksregierung in Münster, hergestellt werden.

Verein soll gegründet werden

Die noch fehlenden Mittel für eine Realisierung des Bürgerradweges sollen in den zukünftigen Haushalten der Gemeinde eingestellt werden, sagen die Christdemokraten zu der Finanzierung.

Zur Gründung eines Bürgerradwege-Vereins wolle man rechtzeitig einladen, schreibt Wobbe.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare