Ascheberger Notfallkarte kann Leben retten

Die Gemeindevertreter Jürgen Stenkamp (v.l.) und Klaus Limbrock übergeben die Notfallkarte an Rettungsdienstleiter Michael Hofmann und die Rettungsassistenten Hedda Janßen und Mats Gehling. ▪
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Die Gemeindevertreter Jürgen Stenkamp (v.l.) und Klaus Limbrock übergeben die Notfallkarte an Rettungsdienstleiter Michael Hofmann und die Rettungsassistenten Hedda Janßen und Mats Gehling. ▪

ASCHEBERG ▪ In der Ascheberger Rettungswache geht ein Notruf ein. Eine bewusstlose Person braucht Hilfe. Notarzt und Rettungskräfte machen sich auf den Weg. Jede Sekunde zählt.

Am Einsatzort angekommen versorgen sie den Patienten. Informationen über Vorerkrankungen, Medikamente oder mögliche Allergien bekommen sie in solchen Fällen leider selten. Der Patient ist schließlich nicht ansprechbar.

Dabei kann im Notfall genau dieses Wissen über Leben und Tod entscheiden. Darin sind sich die Vertreter der Gemeinde Ascheberg und die Mitarbeiter der Rettungswache einig. Aus diesem Grund hat der Rat jüngst den Weg für die Ascheberger Notfallkarte geebnet. Jetzt ist sie da. Das Prinzip ist schnell erklärt: Ascheberger mit erhöhtem Gesundheitsrisiko ermöglichen Rettungskräften durch die Notfallkarte einen schnellen Zugang zu den wichtigsten Gesundheitsdaten. Diese Daten sollen in einem Briefumschlag zum Beispiel an der Rückseite der Wohnungstür aufgehängt werden. Diesen Umschlag kann der Rettungsdienst bei einer erforderlichen Akutbehandlung vor Ort öffnen beziehungsweise im Krankenhaus abgeben.

Die Idee ist einfach, aber effektiv. Aus diesem Grund warben der Beigeordnete Klaus Limbrock und Jürgen Stenkamp, Fachgruppenleiter der Sozialverwaltung, gestern in der Rettungswache an der Lüdinghauser Straße für die Nutzung der neuen Karte. „Sie macht für die Ascheberger Bürger sehr viel Sinn, weil sie den Mitarbeitern der Rettungsdienstes wichtige Hinweise liefert“, so Limbrock. Die Idee stammt von dem Ascheberger Arzt Dr. Rüdiger Vogt, der für die UWG im Jugend-, Senioren-, Sozial- und Sportausschuss sitzt. „Für den Kreis Coesfeld sind wir damit Vorreiter. Soweit mir bekannt ist, gibt es im Münsterland erst zwei bis drei Gemeinden, die die Notfallkarte bereits nutzen“, so Limbrock weiter. Michael Hofmann, Leiter des Rettungsdienstes im Kreis Unna, bewertete die Einführung als großen Gewinn. „Wir freuen uns sehr, dass wir die Ascheberger Notfallkarte bekommen haben. Darauf sind alle Informationen, die für den Patienten wichtig sind, gebündelt. Das spart im Notfall wichtige Zeit“, sagte er. Zudem betonte er, dass sich die Karte an alle Ascheberger richte: „Da die Grunddaten erfasst werden, rentiert es sich für Jung und Alt, die Karte zuhause zu haben“, machte er deutlich.

Interessierte können einen Vordruck in den Rathäusern in Ascheberg oder Herbern abholen oder von der Homepage der Gemeinde unter http://www.ascheberg.de heruntergeladen werden. Außerdem ist sie kostenlos bei der Ascheberger Rettungswache und in zahlreichen Arztpraxen erhältlich. Die Karte sollte gemeinsam mit dem Hausarzt oder Pflegedienst ausgefüllt werden. ▪ leh

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