Gasbohren: Genehmigung auf Anfang Januar verschoben

So ist der Bohrplatz an der Schliekerstraße in Nordick in den Hammgas-Unterlagen geplant.

Herbern/Hamm - Die Bezirksregierung Arnsberg wird erst im neuen Jahr über die Genehmigung der von der HammGas beantragten Aufsuchungsbohrung in Herbern entscheiden. Es gebe noch „Abstimmungsbedarf aus verschiedenen Richtungen“, sagte Andreas Nörthen von der zuständigen Abteilung Bergbau und Energie.

Noch bis Dienstagmittag war man in Arnsberg fest davon ausgegangen, am selben Tag Vollzug melden zu können. Nörthen geht nun davon aus, dass eine Entscheidung im Januar veröffentlicht werden kann. Weitere Einzelheiten, die am Dienstag zu dem Aufschub geführt hatten, nannte Nörthen nicht. Nur soviel: Es habe sowohl fachlich-inhaltliche als auch schlicht personelle Gründe gegeben, so waren am Dienstag wegen Urlaubs nicht mehr alle notwendigen Mitarbeiter für Rückfragen erreichbar.

Signale stehen eigentlich auf Grün

Wie berichtet, stehen die Signale in Arnsberg für eine Erlaubnis der Aufsuchungsbohrung eigentlich auf grün. Untermauert wird diese Einschätzung durch Dr. Ansgar Scheipers, Leiter des Fachbereichs für Sicherheit, Bauen und Umwelt in der Kreisverwaltung Coesfeld. „Ich sehe keine unüberwindbaren Hindernisse“, sagte Scheipers am Dienstag auf Anfrage im Gespräch mit unserer Zeitung. Dabei war es die Untere Wasserbehörde beim Kreis Coesfeld gewesen, die zuvor grundsätzliche Bedenken gegen die geplante Erkundungsbohrung in Herbern-Nordick geäußert und den Antrag der HammGas als nicht prüffähig bezeichnet hatte.

Laut Scheipers hat die HammGas zwischenzeitlich Anpassungen vorgenommen und Fragen beantwortet. „Was von uns vorgebracht worden ist, wurde abgearbeitet“, so Scheipers. Seine Behörde habe als Frist für eine Stellungnahme den 5. Januar, dieser wolle er nicht vorgreifen. Auch dieses Datum könnte die Verschiebung am Dienstag erklären.

Nach Genehmigung vorbereitende Maßnahmen

Aber ob vor Weihnachten oder Anfang Januar: Der Aufschub dürfte die HammGas keine Probleme bereiten. Sie will „zeitnah“ nach Erteilung der Genehmigung mit den vorbereitenden Maßnahmen beginnen, „bis circa März“ sollen diese abgeschlossen sein. Erst dann entscheidet der Rat über den Verbleib der Stadtwerke Hamm im Projekt.

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