Verwaltung legt Zahlen der Fahrzeuge vor

Anwohner pochen weiter auf Verkehrsentlastung im Bereich Altenhammstraße/Bakenfelder Weg

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Herbern - Auf der Altenhammstraße in Herbern müssen sich Pkw, Firmenfahrzeuge, Radfahrer und Schulkinder sowie Eltern mit Kindergartenkindern den sehr engen Verkehrsraum teilen. Das hat in der Vergangenheit mehr als einmal Anlieger auf den Plan gerufen, die dringend Maßnahmen zur Verkehrsentlastung einfordern.

Zuletzt so geschehen, mit einem Bürgerantrag an den Bürgermeister. Dieser werde am 19. September im Bau-, Planungs- und Umweltausschuss beraten (18 Uhr, Bürgerforum, Dieningstraße), sagte Fachbereichsleiter Klaus van Roje am Donnerstag in der Ratssitzung. In der Fragestunde für Einwohner erkundigten sich Anwohner nach dem Stand der Dinge und bezogen sich auf die im Sommer durchgeführte Verkehrszählungen. 

Die Verwaltung hatte zwischen dem 5. Juni und 17. Juli an vier Punkten der Altenhammstraße und am Bakenfelder Weg Zählungen durchgeführt. Jeweils eine Woche lang wurde in Höhe der Bergstraße, im Bereich Altenhamm/ Bakenfelder Weg, auf dem Bakenfelder Weg vor dem Seniorenwohnheim Malteserstift und im Bereich Münsterstraße/ Altenhammstraße gezählt. „Die Auswertung der Ergebnisse sind noch nicht da“, musste sich van Roje allerdings auf die Nennung der ermittelten Fahrzeugzahlen beschränken: 

  • An der Ecke Bergstraße wurden im Wochenzeitraum 8206 Fahrzeuge gezählt, der Tageshöchstwert lag bei 1420 Bewegungen. 
  • Am Malteserstift Bakenfelder Weg waren es 6266 in der Woche und als Tageshöchstwert 1030 Fahrzeuge. 
  • Im Bereich Altenhamm, Bakenfelder Weg waren es 7452 in der Woche, der Höchstwert lag bei 1221 Fahrzeuge. Die meisten Fahrzeugbewegungen gab es im Bereich Altenhamm und Münsterstraße mit 9144 in der Woche und einem Höchstwert von 1988 Fahrzeugen.

„Wir haben den Untersuchungsumfang mit Blick auf einen Kreisverkehr an der Kreuzung Bockumer Straße/ Werner Straße und Menses Mühle mit einer Zählung an der Bockumer Straße erhöht, erläuterte van Roje. Verschiedene Machbarkeitsstudien durch Gutachter sollen Licht ins Dunkel bringen. 

Thomas Stohldreier, Fachbereichsleiter Ordnung und Soziales, ging auf die Vorschläge der Anlieger ein, die in ihrem Bürgerbrief beispielsweise eine Einbahnstraßenregelung, Tempo 20, eine Fahrradstraße oder die Beschränkungen des Lkw-, Trecker- und Pferdeanhängerverkehrs angeregt hatten. 

Tempo 20 bekomme man in der Regel nur in Geschäftsbereichen, erläuterte er zu Maßnahmen, die von zuständigen Verkehrsbehörde beim Kreis Coesfeld genehmigt werden müssten. Die Voraussetzungen für ein Streckenverbot (Fahrradstraße) lägen ebenfalls nicht unbedingt auf der Hand, gab er zu bedenken. 

Die Einrichtung einer Einbahnstraße verdränge den Verkehr eventuell zulasten anderer Straßen, ergänzte er angesichts der komplizierten Situation. Die einzelnen Puzzle-Teile müsse ein Gutachter zusammenfügen. Ausschreibungen zu diesem Zweck habe man schon abgegeben und zwei Angebote bekommen, informierte er.

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