Andreas Stentrup präsentiert erstmals seine Kettensägenkunst

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Wenn Andreas Stentrup die Kettensäge ansetzt, entstehen mal größere und mal kleinere Kunstwerke. Zu seinen Arbeiten zählen unter anderem Tiere.

Herbern - Seit zwei Jahren schnitzt Andreas Stentrup aus Herbern mit der Motorsäge Skulpturen aus Baumstämmen. Seine Unikate werden eigentlich nur von Freunden und der Familie bewundert, am Samstag präsentiert er sein Können erstmalig vor Publikum.

Während des Kartoffelfestes auf dem Hof der Gaststätte Deitermann zeigt er seine kleinen und großen Kunstwerke. Angefangen hat die Leidenschaft des 28-Jährigen vor acht Jahren, als er einen Kursus für Kettensägenkunst besucht hat. „“Es war ein ganz spontaner Einfall, ein Ausprobieren“, erinnert er sich.

Da er zu der Zeit als gelernter Gärtner viel mit der Kettensäge gearbeitet hatte, war diese Art des Kettensägeneinsatzes mal etwas ganz anderes. Als er dann vor sechs Jahren eine zweite Ausbildung zum Kanalsanierer absolvierte, blieb die Kettensäge zunächst für ein paar Jahre unbenutzt in der Garage liegen. 2013 besuchte der damals 26-Jährige dann erneut Kurse in der Kettensägenkunst und widmete sich anschließend fast täglich seinem neuen Hobby.

Hobby ist nicht risikofrei

Ideen kommen spontan Meist entstehen seine Kunstwerke spontan aus dem Kopf heraus, für Tiermotive nimmt er kleine Schleich-Figuren oder auch schon mal Kuscheltiere als Vorlage, schildert Stentrup den Vorgang von der Idee zum fertigen Objekt. „Jede Skulptur ist anderes. Alle meine Werke sind Unikate“, erklärt Andreas Stentrup. Wie lange der Schaffensprozess dauere, sei sehr unterschiedlich – von einigen Stunden bis zu mehreren Tagen, abhängig von Größe und Aufwand des Kunstwerks.

„Man benötigt sehr viel Fingerspitzengefühl und Konzentration“, weiß der Kettensägenkünstler aus Erfahrung und ergänzt: „Meine Werke entstehen immer mit der Carving- oder Brennholzsäge. Völlig risikofrei ist dieses Prozedere aber nicht, aus diesem Grund muss immer die persönliche Schutzausrüstung getragen werden.“ Für seine Figuren verwendet er ausschließlich Eiche oder Erlenhölzer. „Das Holz darf nicht faulig und auch nicht pilzbefallen sein.“

Neben Eulen, Pferdeköpfen, Schildkröten und Bären hat er auch schon eine Lampe fürs heimische Wohnzimmer kreiert. Die Ausstellung auf dem heimischen Kartoffelfest ist für Andreas Stentrup eine Premiere, auf die er sich ganz besonders freut. „So sehen die Leute, speziell unsere Nachbarn, dass sich der Krach mit der Säge doch lohnt“, sagt er mit einem Augenzwinkern.

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