Räuberische Erpressung

Nach zweifachem Tankstellen-Raub: Ascheberger kassiert hohe Freiheitsstrafe

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Symbolbild

Ascheberg/Münster - Ein 25-jähriger Tankstellen-Räuber aus Ascheberg muss für sechs Jahre und sechs Monate ins Gefängnis. Das Landgericht Münster verurteilte den geständigen Mann am Montag in erster Instanz wegen schwerer räuberischer Erpressung.

Damit verzichtete das Gericht auf eine Prozessfortsetzung in der nächsten Woche. Die Richter ordneten an, den Verurteilten in einer Entziehungsanstalt unterzubringen. 

Das ist passiert: Im Februar 2018 überfiel der Ascheberger – maskiert mit einer Sturmhaube und ausgestattet mit einer Schusswaffe – nachts eine Tankstelle in Münster. Dort bedrohte er offenbar mehrere Zeugen sowie die diensthabende Kassiererin unter Vorhalt jener Waffe. 

So erbeutete der junge Mann – neben einigen Stangen Zigaretten – Bargeld im Wert von rund 1000 Euro. Die Polizei kam dem 25-Jährigen Wochen später nach einem Tankstellenraub in Ascheberg auf die Spur. 

Er fuhr unter Drogen mit seinem Cross-Motorrad in einen Graben. Nachdem Anlieger ihm halfen, sahen sie ihn anschließend nach dem Raub auf die Ascheberger Tankstelle zurückfahren und gaben der Polizei den Hinweis.

Täter bereits verurteilt worden 

Insgesamt seien im Prozess fünf Zeugen angehört worden, sagt Pressesprecher Dr. Steffen Vahlhaus vom Landgericht Münster auf WA-Anfrage. „Unter ihnen war auch die betroffene Tankstellen-Mitarbeiterin.“ An der Richtigkeit der Tatvorwürfe habe schlussendlich kein Zweifel mehr bestanden, „auch durch das Geständnis des Mannes.“ 

Für eine vergleichsweise hohe Freiheitsstrafe von über sechs Jahren (Vorgesehen sind laut Gesetz mindestens drei Jahre) entschieden sich die Richter, weil der Mann bereits im Oktober 2018 wegen einer vergleichbaren und damit einschlägigen Tat verurteilt worden war - der Tankstellenraub in Ascheberg. 

„Es handelt sich hier also um eine Gesamtfreiheitsstrafe“, erläutert Dr. Vahlhaus. Wegen seiner offenkundigen Drogenproblematik werde der Verurteilte nun in eine Entziehungsanstalt eingewiesen. Zuständig für die Verhandlung war die 8. Große Strafkammer des Landgerichtes Münster.

Von Sharin Leitheiser

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