15-Jährige spendet Haare für Krebspatienten

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Der Zopf ist ab, aber bei Profilschülerin Lena Adamik reicht’s noch immer für eine Langhaarfrisur. Mit ihrem neuen Look sei sie sehr zufrieden, sagt die Profilschülerin.

Herbern - Die Herbernerin Lena Adamik wollte immer Haare haben wie Rapunzel. Die hatte sie auch. Doch jetzt ist der Zopf ab. Die 15-Jährige spendete ihn für krebskranke Menschen.

50 Zentimeter – so lang war das rotblonde Haar, das sich weit über Lenas Schultern legte. Fürs Kürzen hat sich die Schülerin bewusst entschieden. Um zu helfen. Aus ihrer Haarpracht werden Perücken geknüpft, die Krebspatienten tragen können, damit sie sich während und nach einer Chemotherapie besser fühlen, erkrankte Kinder oder auch Erwachsene.

Entscheidung fiel vor drei Jahren

Seit drei Jahren verfolgte Lena Adamik den Plan. In dieser Zeit wurden die Haare gehegt und gepflegt, nur die Spitzen kamen ab. „Wenn ich sie mir ganz abschneiden lasse, spende ich sie“, diesem Vorsatz ist sie treu geblieben – auch wenn sie beim Kürzen dann doch ein wenig schlucken musste. Immerhin, so sagte sie, seien die Haare auch eine Art Markenzeichen von ihr gewesen. Viele Menschen hätten sie darauf angesprochen, sie sei auch ein wenig stolz auf die Pracht gewesen. Nachdem die Schere ganze Arbeit geleistet hatte, konnte sie aber auch schnell wieder lächeln. 

Rohstoff für Echthaar-Perücke

Die ungewöhnliche Spendenaktion fand im Fri­seur­ge­schäft Wessel an der Südstraße statt. Inhaberin Melanie Wessel schickt den Zopf weiter an einen Hersteller von Echthaar-Perücken. Für seine Arbeit nehme dieser später Geld, erläuterte Weber, für die Haare selbst aber nicht. Gespendete Haare müssten eine Mindestlänge von 25 Zentimetern haben. 

Beim Abschneiden wurde Lena Adamik von Mama Claudia begleitet. Das Haar der Profilschülerin reicht noch immer bis über die Schultern. Dass sie helfen konnte, mache sie glücklich, sagt sie. Mit dem neuen „Look“ sei sie überdies zufrieden. Ohnehin sei es Zeit gewesen für eine „kleine“ optische Veränderung. Und wachsen lassen könne man die Haare ja immer wieder. Grimms Märchenfigur Rapunzel lässt grüßen.

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