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Zweite Kita am Mondscheinweg

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Von: Linda Ehrhardt

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Der Drensteinfurter Mondscheinweg
Auf diesem Feld soll die neue Kita in Drensteinfurt gebaut werden. © Wiesrecker, Mechthild

Eine Kita soll nicht mehr als fünf Gruppen haben. Weil der Bedarf am Drensteinfurter Mondscheinweg aber deutlich darüber hinaus geht, wird dort nun ein zweiter Kindergarten gebaut.

Drensteinfurt – Die Planungen für die Kindertagesstätte Mondscheinweg nehmen immer weiter Gestalt an. Im Ausschuss für Stadtentwicklung, Bau und Umwelt stellte Friederike Abdelkader vom beauftragten gleichnamigen Architekturbüro aus Münster den aktuellen Planungsstand vor. Mit den Überlegungen des Büros konnten die Ausschussmitglieder sich anfreunden: Sie votierten einstimmig dafür, dass die Stadt den entsprechenden Bauantrag beim Kreis Warendorf einreicht, wenn auch der Fachausschuss Familie, Jugend, Senioren und Soziales zustimmt.

Kita entsteht in Holzmodulbauweise

Dass die Kita in Fertigbauweise entstehen soll, stand schon lange fest. Jetzt stellte Abdelkader den geplanten Grundriss für die Gebäude in Holzmodulweise vor: Statt die Gruppenräume längs an einem Flur entlang anzuordnen, sollen sie sich windmühlenartig um den Eingangsbereich gruppieren. „Das bietet im Obergeschoss den Vorteil, dass wir nur einen Fluchtbalkon brauchen. Außerdem hält es die Wege für das Personal kurz“, erklärte Abdelkader. Nachteilig sei dagegen, dass eine Erweiterung der Kita im laufenden Betrieb nicht so einfach möglich sei.

Darum plädierten Abdelkader wie auch die Verwaltung dafür, zunächst die schon ursprünglich angedachte Kita zu bauen und erst später eine zweite Kindertagesstätte mit Platz für vier bis fünf Gruppen zu ergänzen, deren Bedarf das Kreisjugendamt voraussagt.

Arbeiterwohlfahrt als Träger

Die Entscheidung, die zweite Kita nicht direkt mit der ersten zu bauen, sei auch nach Gesprächen mit dem Kreis und der Awo als Träger gefallen, erklärte Fachbereichsleiter Christoph Britten. „Weder vom Kreis noch vom Träger ist eine Kita mit mehr als fünf Gruppen gewünscht“, so Britten. In Ausnahmefällen seien übergangsweise mal sechs Gruppen möglich. „Wir sprechen hier aber über insgesamt acht Gruppen – das gibt es nirgendwo im Kreis.“

Synergien, wie Andreas Kurzhals (FDP) sie sich beispielsweise für die Küche oder den Personalbereich wünschte, seien prinzipiell trotzdem möglich, erklärte Abdelkader. „Es ist denkbar, dass die Einrichtungen zum Beispiel eine Verbindung über den Fluchtbalkon bekommen.“ Auch im Außenbereich seien Synergie-Effekte möglich.

Größeres Außengelände

Der Bedarf für eine zweite Kita bei der weiteren Erschließung des Baugebiets mache indes auch eine Ausweitung der Außengrenzen des Geländes notwendig: „Pro Gruppe rechnet man mit 300 Quadratmeter Außenfläche“, erklärte Abdelkader. Ohne eine Erweiterung reiche die Grundstücksfläche nicht für acht Gruppen aus. Dieser Erweiterung des Grundstücks stimmte der Ausschuss für Stadtentwicklung, Bau und Umwelt einstimmig zu.

Während Martin Niesmann (SPD) eine Begrünung oder Fotovoltaikanlage für das Flachdach anregte – was laut Abdelkader auch so geplant sei – stellte Werner Schmidt (CDU) die Frage in den Raum, inwieweit es sinnvoll sei, die kleineren Kinder in der Kita im Obergeschoss unterzubringen. „Sie müssen ja immer die Treppe herauf und herunter getragen werden“, so Schmidt. Seitens des Betreibers, berichtete Abdelkader, gebe es keine Bedenken hinsichtlich dieser Planung.

Kita soll 2023 bezugsfertig sein

Zustimmung gab es seitens des Ausschusses auch für die Planung, Lüftung und Klimatisierung vor allem über die baukonstruktive Ebene zu erreichen – spricht durch Dämmung und die Möglichkeit, die Räume einfach quer zu lüften.

Auch einen groben Zeitplan stellte Abdelkader dem Ausschuss vor: Die Planung sei bis auf den Entwurf der TGA – also der technischen Gebäudeausrüstung – abgeschlossen. Sie gehe davon aus, dass der Bauantrag im Februar eingereicht werden könne. „Nach heutigem Stand wäre die Kita dann nach den Sommerferien 2023 bezugsfertig.“

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