Zukunft von Turbo-Abi: Drensteinfurter können mitentscheiden

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G 8 oder G 9 – die Bürger sollen selbst entscheiden.

Drensteinfurt - Wird das „Turbo-Abitur“ wieder entschleunigt? Wenn es nach dem Willen der Initiatoren des Volksbegehrens „G9 jetzt in NRW“ geht, ist die Antwort eindeutig „Ja“. Ob es aber tatsächlich bald eine landesweite Abstimmung über die Rückkehr zur Regelschulzeit von derzeit acht zurück auf neun Jahren bis zum Abitur gibt, können ab Anfang Februar auch knapp 12.400 wahlberechtigte Drensteinfurter mitentscheiden.

Vom 2. Februar bis zum 7. Juni werden im Drensteinfurter Bürgerbüro Unterschriftenlisten ausliegen, in die sich alle Stewwerter eintragen können, die sich für eine landesweite Abstimmung für oder gegen die Rückkehr zu G9 aussprechen. „Damit es dazu kommt, sind landesweit rund 1,1 Millionen Unterschriften notwendig“, erklärt Carolin Wientzek, persönliche Referentin von Bürgermeister Carsten Grawunder, das Prozedere.

Eintragen in diese Listen können sich dabei alle, die 18 Jahre und älter sind und deren Erstwohnsitz in Nordrhein-Westfalen gemeldet ist, erklärt die persönliche Referentin. Betroffen von der Rückkehr zur Regelschulzeit wären die Drensteinfurter Schüler, die ein Gymnasium im Umkreis besuchen, darunter sind das städtische Gymnasium Ahlen und das Gymnasium St. Michael in Ahlen.

Zur Erinnerung: Im Jahr 2005 war die Schulzeit an den Gymnasien unter der damals CDU-geführten schwarz-gelben Landesregierung auf acht Jahre verkürzt worden. Die Initiatoren des Volksbegehrens wollen dies nun rückgängig machen, da sie eine zu hohe Unterrichtsbelastung für die Schüler als Konsequenz sehen und der Schultag für sie meist erst gegen 16 Uhr enden würde.

Diskutiert wird das Thema seit Jahren. So gab es bereits 2015 eine Volksinitiative dazu, die vom Landtag aber abgelehnt wurde. Hätte das aktuelle Volksbegehren Erfolg und das Landesparlament würde die Rückkehr zu G9 erneut ablehnen, käme es zum Volksentscheid.

Das Wählerverzeichnis für Drensteinfurt wurde bis gestern Nachmittag erstellt. Damit sich alle Interessierten in die Listen eintragen können, habe man die Öffnungszeiten am Donnerstag um eine halbe Stunde bis 18 Uhr verlängert, erklärt Carolin Wientzek. Jeder, der sich eintragen möchte, muss einen Ausweis mitbringen und es wird vor Ort überprüft, ob die Wahlberechtigung vorliegt. Für die Kommunen ist es unterdessen Pflicht, die Möglichkeit zur Eintragung in den Bürgerämtern und Rathäusern anzubieten.

Möglich ist die Eintragung in die Unterschriftenlisten im Bürgerbüro Drensteinfurt, Landsbergplatz 7, montags und mittwochs von 7.30 bis 12 Uhr, dienstags und freitags von 7.30 bis 16 Uhr sowie donnerstags von 7.30 bis 18 Uhr. Eine Eintragung ist zudem an vier Sonntagen, jeweils zwischen 9 und 13 Uhr, möglich: 19. Februar, 26. März, 30. April und 28. Mai.

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