Zehnte Playstation lockt zahlreiche Familien an

DRENSTEINFURT- Der achtjährige Aaron Spiekermann löscht ein Feuer in der Küche eines Wohnhauses. Sein Vater eilt ihm zur Hilfe, versucht die Flammen einzudämmen – vergeblich. Diese Szene hat sich am Wochenende in Drensteinfurt ereignet, zum Glück nicht auf Stewwerts Straßen, sondern bei den zehnten Drensteinfurter Spieletagen im Kulturbahnhof.

Aaron und sein Vater, Peter Spiekermann, haben sich am ersten Tag der Playstation nämlich dazu entschieden das Spiel „Flash Point – Flammendes Inferno“ auszuprobieren. Bei diesem kooperativen Familienspiel schlüpfen alle Spieler in die Rolle von Feuerwehrmännern, die gemeinsam einen Brand bekämpfen müssen. Wie der Einsatz verläuft hängt dabei zum einen von der Taktik der Spieler ab, zum anderen von ihrem Würfelglück.

Während das Drensteinfurter Vater-Sohn-Gespann mit dem Löschen von Verpuffungen auf dem Spielbrett beschäftigt ist, dreht sich einen Raum weiter alles um das perfekte Verbrechen, beziehungsweise dessen Aufklärung. Lilly Schmidt und Charlotte Schellock mimen beim Spiel „die drei ??? und der Feuerdiamant“ zusammen mit Spielerklärerin Mara Schemmelmann das beliebte Detektiv-Trio. Als Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews sammeln sie Indizien, verhören Verdächtige und versuchen so das Rätsel um den entführten Inspektor Reynolds aufzuklären. Solche kooperativen Spiele, bei denen die Zocker nicht gegeneinander antreten, sondern gemeinsam ein Spielziel erreichen müssen, stehen an diesem Nachmittag bei den Playstation-Besuchern besonders hoch im Kurs.

Playstation 2013 in Drensteinfurt

Rund 100 Gesellschaftsspiele gab es am Samstag und am Sonntag bei der zehnten Playstation in insgesamt 14 Räumen zu entdecken. Für jedes Spiel standen mehrere Spielerklärer als Experten mit Rat und Tat zur Seite, erklärten Abläufe und Regeln. Jede Station stand unter einem eigenen Motto. So ging es zum Beispiel in der Abteilung „Schnell, schnell“ mit Spielen wie „Höchste Eisenbahn“ und „Kuddel Muddel“ hauptsächlich ums Tempo, während sich in der Kategorie „Alles Käse“ Spiele wie „Käse Kaos“ oder „Burg Appenzell“ fanden. Passend zum Motto war jeder Raum dekoriert. Mit bösen Kürbisfratzen, gruseligen Geräuschen und einer Spielerklärerin, die sich als Gespenst verkleidet hatte, herrschte in der Kategorie „Geisterstunde“ für die kleinen Zocker von „Schloss Schlotterstein“ oder „Geisterjäger“ so die passende Atmosphäre. Ganz neu mit dabei waren auch Spiele mit der Eigenschaft „Play it smart“. Dabei haben Spieler die Möglichkeit über ein Smartphone oder ein Tablet-PC zusätzliche Spielfunktionen abzurufen.

Zahlreiche Drensteinfurter Familien nutzten das bewährte Playstation-Konzept dazu, Spieleneuheiten und Klassiker kennen zu lernen und auszuprobieren. „Ich halte auch schon nach potenziellen Weihnachtsgeschenken Ausschau“, sagte die Drensteinfurterin Sandra Neuhaus, die zusammen mit ihren Kindern und einer befreundeten Familie zum ersten Mal die Playstation besuchte. Mit der Resonanz an beiden Spieltagen zeigte sich auch Stadtjugendpfleger Rüdiger Pieck zufrieden.

Besonders großen Anklang fanden die zwei Großspiele, „Piratenbillard“ und „Spirobille“, die im Flur des Kulturbahnhofs zum Ausprobieren aufgebaut waren. Beim „Piratenbillard“ müssen die Kandidaten versuchen, Holzkugeln in den Bereich des Gegners zu befördern. „Das ist gar nicht so leicht“, machte Spielerklärer Finn Röser deutlich. Der 13-Jährige betreute an diesem Wochenende neben „Piratenbillard“ noch „Kniffel das Kartenspiel“ und „Quixx“. Im vergangenen Jahr hat der Schüler zum ersten Mal den Job eines Spielerklärers übernommen. „Wir machen im Winter häufig Spieleabende mit der Familie“, sagte er. Mit seinen 13 Jahren zählte Finn bei der Playstation zu den jüngsten Experten. Rund 40 Spielerklärer im Alter von zwölf bis 41 Jahre waren an diesem Wochenende im Einsatz, erklärte Stadtjugendpfleger Rüdiger Pieck. Insgesamt zählten zum Playstation-Team etwa 60 Organisatoren.

Neben dem regulären Spielbetrieb fand am Samstagabend die große Geburtstagsfeier zum zehnjährigen Bestehen der Playstation statt. Dabei gab es für die Besucher Saures auf die Ohren, als die Band „Irgendwas mit Zitronen“ im Kulturbahnhof aufspielte und ihr Publikum mit rockigen Klängen mitriss. Mit einer Feuershow zum Mitmachen, bei der sich die Jungen und Mädchen unter anderem im Feuerspucken üben durften, klang die Feier aus. Eine große, bunte Playstation-Geburtstagstorte ließen sich die Spielbegeisterten dann am Sonntag zwischen magischen Duellen und Monsterkämpfen schmecken. -sho

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare