Tourismus in Corona-Zeiten

Hotelzimmer in Drensteinfurt bleiben häufig leer

Zimmerschlüssel an einer Hotel-Rezeption
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Die Zimmerschlüssel blieben in Drensteinfurter Hotels zuletzt häufig an der Rezeption.

Drensteinfurt – Urlaub auf Mallorca, in Italien oder den USA fiel für die meisten Drensteinfurter im vergangenen Jahr angesichts der Corona-Pandemie aus. Aber auch in Drensteinfurt selbst merkten die Hotelbesitzer und Pensionswirte die Auswirkungen der Corona-Krise.

Exakt 3 854 Gästeankünfte wurden in Drensteinfurt gezählt. Das sind 38 Prozent weniger als noch im Jahr 2019, als 6 212 Gäste nach Drensteinfurt kamen. Noch drastischer ist der Rückgang der ausländischen Gäste: 2019 kamen noch 552 Ausländer zu Besuch nach Drensteinfurt, im Coronajahr 2020 waren es nur noch 203 (das ist ein Minus von 63,2 Prozent). Diese Zahlen nennt Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt.

Auch die Zahl der Gästeübernachtungen ist rückläufig. 2019 wurden noch 9 588 Übernachtungen im Hotels oder Pensionen in der Wersestadt gezählt, 2020 waren es 5 979 (minus 37,6). 2020 wurden exakt 464 Gästeübenachtungen aus dem Ausland gezählt. Das waren 62,9 Prozent weniger als im Jahr zuvor, als 1249 Übernachtungen aus dem Ausland gezählt wurden.

Noch dramatischer als im gesamten Jahresverlauf waren die Auswirkungen im Dezeber des vergangenen Jahres zu spüren. Gerade einmal 98 Gäste wurden im Dezember in Drensteinfurt gezählt. 2019, als noch der Weihnachtsmarkt unbeschwert stattfinden konnte, kamen 394 Gäste in die Wersestadt – gut viermal so viel wie im Dezember 2020. Aus dem Ausland kam im Dezember kein einziger Gast, immerhin 45 waren es im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Gästeübernachtungen ging um 73,5 Prozent zurück von 574 im Dezember 2019 auf 152 im Dezember 2020.

Ähnlich ist der Blick auf ganz Nordrhein-Westfalen: Sowohl die Zahl der Gäste, als auch die der Übernachtungen im gesamten NRW-Tourismus fielen im Jahr 2020 auf ein historisches Tief. Die Beherbergungsbetriebe und Campingplätze verbuchten mit 11 Millionen Gästen mit 28,5 Millionen Übernachtungen so niedrige Ergebnisse wie seit 30 beziehungsweise 35 Jahren nicht mehr. Das waren 54,9 Prozent weniger Besucher und 46,5 Prozent weniger Übernachtungen als im Jahr 2019.

„Es war lange abzusehen, aber jetzt haben wir es schwarz auf weiß: Die Tourismuszahlen in unserer Region sind durch die Corona-Pandemie dramatisch eingebrochen. Ein großer Rückschlag für die sehr positive Tourismusentwicklung der letzten 30 Jahre“, sagt Michael Kösters, Generalbevollmächtigter und Bereichsleiter Tourismus bei der regionalen Management-Organisation Münsterland. Auch für 2021 sieht Kösters keine Erholung: „Das begonnene Jahr sieht aktuell noch nicht besser aus. Für das komplette erste Quartal rechnen wir aufgrund des Lockdowns mit sehr niedrigen Zahlen.

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