Weniger Einnahmen

Weniger Steuereinnahmen: Kein Vergnügen für den Kämmerer

Spielautomat
+
Deutlich zurückgegangen sind die Einnahmen durch die Vergnügungssteuer in Drensteinfurt.

Ein großer Posten waren sie noch nie im Haushalt von Drensteinfurts Kämmerer Ingo Herbst: die Einnahmen aus der Vergnügungssteuer. In diesem Jahr sind sie jedoch deutlich zurückgegangen.

Drensteinfurt – Gerade einmal 36 Euro nahm die Gemeinde im zweiten Quartal an Vergnügungssteuern ein, 16 Euro weniger als in den Monaten Januar bis März (ein Minus von 30,8 Prozent). Im Vergleich mit dem zweiten Quartal 2019 mit immerhin 300 Euro Einnahmen war das ein Rückgang um 264 Euro beziehungsweise 88 Prozent. Diese Zahlen nennt IT.NRW als Statistisches Landesamt.

Damit ist Drensteinfurt die Kommune mit den zweitwenigsten Einnahmen aus der Vergnügungssteuer im Kreis Warendorf. Sassenberg, das 2019 noch 1 318 Euro einnahm, verzeichnete im gesamten Jahr 2020 keinen einzigen Euro an Vergnügungssteuern. Beelen, im vergangenen Jahr mit 172 Euro an Vergnügungssteuern noch hinter Drensteinfurt platziert, kommt aktuell auf 365 Euro (ein Plus von 112,2 Prozent). Beelen ist damit neben Sendenhorst die einzige der 13 Kommunen aus dem Kreis Warendorf, die ein Plus an Vergnüngssteuern verzeichnete.

DIe Einnahmen gehen in die kommunale Kasse

Drastisch ist der Einnahmerückgang für die Stadt Münster: Im zweiten Quartal 2019 floss etwa eine Million ins Stadtsäckel, im ersten Quartal 2020 waren es noch 427.597 Euro und aktuell im zweiten Quartal des Jahres sind es gerade einmal 3863 Euro. Auch in Hamm purzelten die Einnahmen aus der Vergnügungssteuer: Von 781.624 Euro im zweiten Quartal 2019 über 669.337 Euro im ersten Quartal 2020 auf aktuell 152.712 Euro.

Die Vergnügungssteuer ist eine örtliche Aufwandsteuer, bei der in den Gemeinden veranstaltete Vergnügungen besteuert werden. Hierzu gehört zum Beispiel der Betrieb von Geldspiel- und Unterhaltungsgeräten. Ebenso werden Tanzveranstaltungen, spezielle Filmvorführungen sowie Veranstaltungen von Sex- und Erotikmessen besteuert. Die Steuer wird von den Kommunen erhoben – die Einnahmen fließen ausschließlich in die kommunalen Kassen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare