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Weniger Besucher, höhere Kosten: Corona verhagelt die Erlbadbilanz gehörig - Optimismus für 2021

Das Erlbad war wegen der Pandemie 2020 deutlich schlechter besucht als sonst.
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Das Erlbad war wegen der Pandemie 2020 deutlich schlechter besucht als sonst.

Die Corona-Pandemie hatte im vergangenen Jahr, wenig überraschend, deutliche Auswirkungen auf das Erlbad. Nur 37.079 Besucher kamen in das Freibad, das erst am 13. Juni und mit einer Beschränkung der Besucherzahlen öffnen konnte. Im Jahr vor der Pandemie waren es noch 102.236 Badegäste gewesen.

Drensteinfurt –Dementsprechend niedrig waren auch die Einnahmen, sie sanken im Vergleich zu 2019 um 82.489,85 Euro auf nur 65.416,47 Euro. Das berichtete Schwimmmeister Andreas Willuweit im Ausschuss für Schule, Sport und Kultur. Das Bad verkaufte im vergangenen Jahr 12.165 Einzelkarten – im Vorjahr waren es 18.414.

Zehnertickets hatte es wegen der geplanten Einführung eines neuen Kassensystems nicht gegeben. „Das neue Kassensystem ließ sich allerdings nicht umsetzen, also sind wir wieder zum alten zurückgekehrt“, berichtete der Schwimmmeister.

Erlbad: Nicht einmal halb so viele Saisonkarten wie üblich

Auch der Verkauf der Saisonkarten verlief im vergangenen Jahr schleppend: Davon gab das Bad 590 aus, während es im Vor-Corona-Jahr noch 1.189 gewesen waren. Anders als gewohnt seien auch weniger Familienkarten verkauft worden.

Den gesunkenen Einnahmen stehen auf der anderen Seite gestiegene Personalkosten gegenüber. „Diese gestiegenen Kosten sind unter anderem durch die notwendige deutlich intensivere Reinigung der Anlagen entstanden“, erklärte Willuweit. Im Bereich Chlorung/Reinigung stiegen die Ausgaben so auf 26.180,57 Euro (plus 12.200 Euro gegenüber 2019). Davon entfielen allein 15.500 Euro auf den Einsatz einer Reinigungsfirma für die Tagesreinigung. Die Gesamtausgaben stiegen, vor dem Hintergrund gesehen, nur moderat von 446.760,75 Euro auf 453.463,49 Euro an.

Willuweit: „Deutlich schlauer in die Saison gestartet“

Auch wenn 2021 ebenfalls ganz im Zeichen der Corona-Pandemie steht, ist Willuweit optimistisch, dass diese Freibadsaison besser verlaufen wird als die vorherige. „Dieses Jahr sind wir deutlich schlauer in die Saison gestartet“, sagte er. Außerdem sei das Erlbad aktuell wieder relativ normal geöffnet. Corona-Tests oder der Nachweis über die Impfung oder Genesung seien derzeit nicht notwendig. „Das stellt eine große Erleichterung im Kassenbereich dar“, freute er sich.

Nachdem die Badegäste im vergangenen Jahr sehr zurückhaltend gewesen seien, sei es auch jetzt noch nicht wieder wie früher. „Aber die Leute kommen“, freute sich Willuweit. Die aktuelle Besuchergrenze von 500 Personen soll moderat angehoben werden. „Die Flächen im Erlbad geben deutlich höhere Kapazitäten her. Wir wollen die Grenze trotzdem nur moderat anheben, um überblicken zu können, dass sich nicht zu viele Besucher gleichzeitig im Becken aufhalten“, sagte Bürgermeister Carsten Grawunder.

Weiter maximal 500 Besucher gleichzeitig erlaubt

Aber auch bei derzeit noch maximal 500 Besuchern pro buchbarem Drei-Stunden-Block bildeten sich bei gutem Wetter nachmittags immer wieder Schlangen im Kassenbereich, berichtete Willuweit. Vormittags seien die Kapazitäten erfahrungsgemäß nicht ausgereizt. „Die Leute können eben erst nach ihrem Feierabend kommen.“

Dass auch nachmittags trotzdem immer noch Besucher spontan ins Freibad gehen wollen, versteht Willuweit nicht. Das Buchungssystem sei schon so einfach wie möglich gestaltet.

„Wir befinden uns in einer Situation, in der man sich informieren muss, welche Unterlagen und Nachweise vielleicht gefordert sind, bei dem, was man plant. Die Leute müssen sich informieren, das können wir ihnen nicht abnehmen.“

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