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Weihnachtssingen: "Ein Fest für alle Sinne"

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Von: Mechthild Wiesrecker

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konter chor contakt weihnachten 2016
Die Mitlgieder des Chores zeigten ihr Können. © M. Wiesrecker

Drensteinfurt - Bei ihrem traditionellen Weihnachtssingen sorgten die Musiker des Chores ConTAKT für Begeisterung. In der voll besetzen Kirche St. Regina stand das Wunder der heiligen Nacht im Mittelpunkt.

Allein für das optische Erleben lohnte sich der Besuch des traditionellen Weihnachtssingens des Chores ConTAKT am späten Sonntagnachmittag in der St. Regina-Kirche. Das wechselnde Farbenspiel im Altarraum, hinter dem Chor und Instrumentalisten die Krippe und der beleuchtete Tannenbaum – das Konzert, das unter dem Motto „Ein Stern der Wege weist“ stand, war ein Fest für die Sinne.

Atempause in der Hektik

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Chorleiterin Ulla Blanke © M. Wiesrecker

„Es tut gut, eine Atempause einzunehmen, um in Ruhe und Beschaulichkeit den eigenen Gedanken nachzugehen“, verkündete Diakon Rainer Wirth in seiner Begrüßungsrede. Gerade in der Weihnachtszeit gehe die Ruhe in der Hektik oft verloren. „Die Geburt Jesu ist kein einmaliges Geschehen, sondern ein Geschenk, das ewig bleibt“, zitierte er Martin Luther. „Dona nobis pacem, peace for you and me“ sangen die Sänger im Lied „One Candle”. Klar und hell die Frauenstimmen, kräftig die Männerstimmen.

Geheimnisvoller Beginn bei „Heller Stern in der dunklen Nacht“, auf Französisch und Deutsch gesungen und begleitet von Simon Gaßmöller auf der Trompete. Mal im warmen Orange, mal in Rot oder Blau getaucht, präsentierten die 57 Sängerinnen und Sänger einen kräftigen und harmonischen Gesang. Die Lieder voller Hoffnung: „Gottes Stern geht über uns auf, taucht das Dunkel ins Licht, sagt fürchte dich nicht“. Schön dabei die Querflöte, gespielt von Astrid Flöter, eine gute Ergänzung zu Gitarren (Alfred und David Hahne), E-Bass (Heiner Eckervogt), E-Piano (Kantorin Miriam Kaduk), Kontrabass (Heide Kraft) und Cajon (Konrad Blanke).

„Gott hat mir längst einen Engel gesandt“ – mit Überzeugung und voller Gefühl sangen die Sänger die tröstenden Worte „Du bist bei Gott aufgehoben“. Gut gewählt dabei die Soli von Trompete und Querflöte. Der Glöckchenklang zum Abschluss erinnerte an himmlische Musik. Einmal mehr bewies Chorleiterin Ulla Blanke ein gutes Händchen bei der Liedauswahl. Nach jedem Beitrag erklang kräftiger Applaus durch die bis auf den letzten Platz besetzte Kirche.

Reisebericht der Könige

Ergänzt wurden die musikalischen Beiträge durch einen in vier Briefen von Manfred Kretschmer vorgelesenen Reisebericht.

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Auch optische war das Konzert ein Genuss. © M. Wiesrecker

Dieser erzählte die Geschichte der drei Könige von ihrem Aufbruch bis zur Krippe nach dem Matthäus-Evangelium. „In dieser Nacht schreibt ein Stern fast unbemerkt dem Himmel Hoffnung ins Gesicht“, bewusst gewählt war die schlichte Melodie des neuen geistlichen Liedes von Gregor Linßen.

Stimmungsvoll Heiner Eckervogt am Saxophon, langsam, ruhig und mit gutem Textverständnis gesungen gaben die Sänger dem Raum, worauf es ankommt – dem Wunder der Heiligen Nacht. Altes Lied im neuen Gewand präsentierte der Chor mit dem Lied aus dem Gotteslob „Ich steh an deiner Krippe hier“. Die neue, fast poppige Fassung, dazu die Trompete mit Dämpfer, gefiel dem Publikum. Der eine oder andere begann sogar, mit den Füßen zu wippen. Ebenso flott war das Lied „Hirten, gebt acht“, bei dem die Zuhörer begeistert mitklatschten.

Am Ende des Weihnachtssingens brandete tosender Applaus auf, stehende Ovationen gab es für Sänger, Instrumentalisten und Chorleiterin. Zwei Zugaben hielt der Chor bereit, dann hieß es endgültig Abschied nehmen von den besinnlichen 90 Minuten.

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