Dem Wetter zum Trotz: Bilanz des Drensteinfurter Weihnachtsmarktes 

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Winterzauber in Drensteinfurt. Trotz des Wetters zog es viele Besucher auf den Weihnachtsmarkt.

Drensteinfurt - Regen trübte den 34. Stewwerter Weihnachtsmarkt. Noch am frühen Nachmittag war die Besucherzahl überschaubar, doch mit einsetzender Dämmerung und trockenem Wetter kamen mehr Besucher. Zumindest die Betreiber der Genussstände kamen auf ihre Kosten. Viele andere Stände hatten am Morgen abgesagt.

Mit dichtem Gedränge hatte die Interessengemeinschaft Werbung (IGW) als Betreiber wahrhaftig nicht mehr gerechnet. Und doch gab es im einige Stunden anhaltenden regenfreien Intervall kaum ein Durchkommen auf dem Marktplatz. Für Mitorganisator Theo Homann hatte der Tag schon früh um 7 Uhr mit Absagen begonnen. Am Ende waren es fast 20 Standbetreiber, die sich dem prognostizierten schlechten Wetter nicht stellen wollten.

Eine nachvollziehbare, aber bedauerliche Entscheidung, fehlten dem Stewwerter Weihnachtsmarkt so etliche künstlerische und handwerkliche Angebote. Dabei hatten die Organisatoren alles aus der durch die Renovierung des Marktplatzes ohnehin schon beengten Situation herausgeholt. Besonders die Bühne war vor der Hammer Straße so toll platziert, dass sie nicht nur eine heimelige Atmosphäre schuf, sondern auch geschickt einen Großteil der Baustelle verbarg.

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Weihnachtsmarkt in Drensteinfurt am Sonntag 

Bürgermeister Carsten Grawunder ließ es sich nicht nehmen, eine kleine Ansprache zu halten. Er lobte zu Recht die tolle Arbeit unter widrigen Umständen, die das Organisationsteam und die vielen Helfer geleistet hatten, sowie das gute Programm. Dann versprach er: „Der 35. Weihnachtsmarkt wird auf dem neu gestalteten Marktplatz noch schöner, denn die Location ist für den Weihnachtsmarkt 1a.“

Die Arbeiten schritten im Zeitplan gut voran, sodass mit einer Fertigstellung im Oktober 2019 zu rechnen sei. Die rund 40 übrig gebliebenen Standbetreiber, die dem Wetter trotzten, darunter etliche heimische Vereine und Verbände wie die DLRG, der DJK, die Bürgerschützen, der Verein Städterfreundschaft, der DAF, die Landsknechtgarde, der Spielmannszug, der SV Drensteinfurt und das Sommercamp. Sie und einige Kunstgewerbe- und Verkaufsstände sowie etliche private Anbieter, die Marmelade, Imkereiprodukte, Alpakastrick- und Backwaren an den Mann brachten, sorgten dafür, dass sich der Besuch des Weihnachtmarktes dann doch noch lohnte.

Stadtmeisterschaft im Eisstockschießen

Als Attraktion hatten die Betreiber relativ kurzfristig eine Stadtmeisterschaft im Eisstockschießen angekündigt. Angemeldet hatten sich nur neun Gruppen, aber die hatten an der 15 Meter langen Kunststoffbahn in der Kurzen Straße ihren Spaß. „Das war so toll, das müssen wir im nächsten Jahr wiederholen“, erklärte Martina Lammersmann, die mit ihrem Stammtisch „Ohne Namen“ gegen die Bürgerschützen angetreten war.

Der Stewwerter Weihnachtsmarkt genießt offensichtlich einen guten Ruf, gilt er nicht umsonst als einer der schönsten Märkte im Umkreis. Einige Besucher waren von weither angereist, unter anderem ein 15-köpfiger Kegelclub aus Ossensiel bei Billerbeck und eine Gruppe mit Freunden aus Minden und dem 203 Kilometer entfernten Nienburg an der Weser, die trotz des widrigen Wetters das Stewwerter Angebot genossen.

Stets gutes Programm

Auch 2018 begeisterte die Besucher das Programm-Angebot. Die „Dixi Tramps der Peter Weisheit Band“ eröffneten den Samstagnachmittag. Der neu gegründete und 30 Erstklässler starke Minichor sowie der Maxichor lockten trotz Regens zahlreiche Besucher vor die Bühne. Beide Chöre wurden von Kantorin Miriam Kaduk geleitet. Am Nachmittag zog es vor allen Familien mit Kindern in die Alte Post zum Kindertheater. Der Abend gehörte der Band „The Rocketeers“, die mit ihrem Christmas-Rock‘n‘Roll bis kurz vor 22 Uhr für Stimmung sorgte.

Vom Regen, der sich ab etwa 20.30 Uhr ergoss, ließen sich die Besucher nicht vertreiben. Noch lange war der Marktplatz mit bestens gelaunten Familien und Freunden überraschend gut gefüllt. Auch das Programm am Sonntag bot tolle Aufführungen. Hingucker waren die Tanzmäuse und Tanzzwerge von Olympia Drensteinfurt und die Tanzmädels von Fortuna Walstedde. Am späten Nachmittag fand das Finale der Spendenaktion statt, und am frühen Abend besuchte der Nikolaus die Kinder auf dem Markt.

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