Keine Sammlung

Weihnachtsbaum-Entsorgung läuft in Drensteinfurt anders

70 Helfer haben in Drensteinfurt Tannenbäume eingesammelt
+
Dieses Jahr läuft’s anders: 2019 haben über 70 Helfer der Jugendfeuerwehr Drensteinfurt die ausgedienten Tannenbäume eingesammelt. Das ist wegen Corona diesmal nicht möglich.

Der Weihnachtsbaumverkauf ist außergewöhnlich gut gelaufen, die Entsorgung der abgeschmückten Nadelbäume gestaltet sich allerdings mancherorts schwierig. In lieb gewordener Tradition haben die Jugendfeuerwehren das Einsammeln schon seit einiger Zeit übernommen, in diesem Jahr nehmen sie allerdings schweren Herzens Abstand von der Aktion, um Kontakte zu vermeiden und die Einsatzkräfte der Feuerwehr nicht zu gefährden. Nun stehen die Telefone in der Stadtverwaltung nicht still, Bürger haben vor allem eine Frage: Wohin mit dem Baum?

Empfehlung: Wertstoffhof und Biotonne

Hans-Ulrich Herding, im Rathaus zuständig für Abfall und Umwelt, hatte von der Absage der Sammlung kurz vor Weihnachten erfahren – „zu spät, um kurzfristig zum Beispiel eine Ersatzsammlung zu organisieren“. Er empfiehlt den Bürgern Wertstoffhof und Biotonne. „Am einfachsten ist es vermutlich, zur Rosenschere zu greifen und den Baum möglichst klein zu zerlegen. „Man staunt, wie viel Weihnachtsbaum in eine Biotonne passt.“ Natürlich nimmt auch der Wertstoffhof an der Gildestraße die ausrangierten Bäume entgegen, die Entsorgung kostet zwischen drei und sechs Euro – je nach Größe des Exemplares. Geöffnet ist Dienstagnachmittag von 16 bis 18 Uhr und Samstag von 8 bis 12 Uhr. „Es könnte dort in diesen Tagen etwas voller werden“, vermutet Hans-Ulrich Herding. Sein Tipp: „Wer einen Garten hat und seinen Baum dort ein paar Tage zwischenlagern kann, wartet vielleicht noch eine Woche, um nicht in der Autoschlange zu stehen.“

Für Christoph Britten als Leiter des Fachbereichs Planen, Bauen, Umwelt ist dies im Prinzip der übliche Weg. „Dass die Vereine die Bäume praktischerweise gegen eine kleine Spende direkt vor der Haustür abholen, ist für die Drensteinfurter ein schöner Service, den sie nun verständlicherweise vermissen.“ Übrigens müssen nicht alle Drensteinfurter auf den Abholdienst verzichten, in Walstedde und Ameke wird die Fortuna wie in den vergangenen Jahren auch rumkommen, sie kündigt für kommenden Samstag, 9. Januar, an, die ausrangierten Bäume im Lambertusdorf und in Ameke einzusammeln.

Strenge Auflagen für die Abholung

„Nach Absprache mit dem Ordnungsamt dürfen wir die Sammlung unter strengen Auflagen durchführen“, heißt es vom Sportverein. Eindringlich bitten die Helfer von Fortuna Walstedde darum, keinen Kontakt zu ihnen zu suchen. Spenden können im Umschlag zum Beispiel an den Baum gehängt oder direkt an den Verein gerichtet werden. Ihr Appell an die Bevölkerung ist, die Tannen ab 9 Uhr nach draußen zu legen, wo sie kontaktlos abgeholt werden. mar

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare