Corona-Krise: Auch Drensteinfurter Tafel stellt Arbeit ein

Aus Verantwortung für die zumeist älteren Ehrenamtlichen – hier Marita Müller, Anke Elkendorf und Else Reinker – hat die Tafel ihre Arbeit vorerst eingestellt.
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Aus Verantwortung für die zumeist älteren Ehrenamtlichen – hier Marita Müller, Anke Elkendorf und Else Reinker – hat die Tafel ihre Arbeit vorerst eingestellt.

Über 250 Tafeln im gesamten Bundesgebiet haben ihre Lebensmittelausgabe vorübergehend eingestellt, täglich kommen neue hinzu. Auch die Tafel in Drensteinfurt steht den Bedürftigen seit einigen Tagen nicht mehr zur Verfügung.

Drensteinfurt – Anders als die Tafel in Hamm, wird die Arbeit in der Drensteinfurter Tafel nicht fortgesetzt. Selbst die für den 27. und 28. März geplante Aktion der Tafel  „Kaufe 2, spende 1“, findet nicht statt. Schuld ist die Corona-Pandemie. Wie und wann es weitergeht und ob zeitnah Alternativen angeboten werden, steht noch nicht fest.

„Rund 90 Prozent der 60 000 Ehrenamtlichen gehören zu den älteren Menschen und damit zur schützenswerten Gruppe. Zudem findet die Ausgabe häufig in teils engen Räumlichkeiten statt“, heißt es auf der Internetseite des Dachverbandes der Tafeln Deutschlands. Gleiches trifft auch auf die Tafel in Drensteinfurt zu.

Hinzu kommt, dass schon mit dem Auftreten erster Corona-Fälle in Deutschland in den Lebensmittelläden weniger Waren für die Tafel zur Verfügung standen. Dazu trugen wohl auch die „Hamsterkäufe“ bei. „Die Discounter haben auch mehr Waren zurückbehalten“, macht Stefan Gengenbacher, Vorsitzender der Tafel Drensteinfurt, deutlich. Wenn sich die Situation verbessert, wird die Aktion „Kaufe 2 Spende 1“ kurzfristig nachgeholt. „Wir hoffen, dass es Ende April weitergeht“, teilt der Vorsitzende mit.

Geburtstagsfeier der Tafel ist vorerst abgesagt

Vorerst abgesagt ist die ursprünglich für den 18. April geplante Feier zum ersten Geburtstag der Drensteinfurter Tafel. „Auch die wird zu gegebener Zeit nachgeholt“, versichert Gengenbacher.

Dass Menschen auch in diesen Tagen Lebensmittel brauchen, ist den Helfern der Tafel bewusst. Schließlich sind es rund 250 Personen, die mehr oder weniger regelmäßig die Tafel in Anspruch nehmen. „Wir sind im Moment ratlos“, gibt der Vorsitzende zu. Auch sei die Verunsicherung bei den Helfern sehr groß. Eine Lösung habe selbst der Dachverband noch nicht verlauten lassen. „Wir versuchen jetzt ein machbares Konzept zu erarbeiten, es muss ja irgendwie weitergehen“, macht Gengenbacher deutlich.

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