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Für eine gewisse Privatsphäre: Gymnastikhalle wird zur Flüchtlingsunterkunft

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Von: Mechthild Wiesrecker

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Seit Tagen wird die Halle für den Bezug von Flüchtlingen vorbereitet. Mehrere Handwerker sind im Einsatz. Foto: Wiesrecker
Seit Tagen wird die Halle für den Bezug von Flüchtlingen vorbereitet. Mehrere Handwerker sind im Einsatz. © Wiesrecker

Jede Woche muss die Stadt zehn bis zwölf neu zugewiesene Flüchtlinge unterbringen. Mehr als 200 Geflüchtete kommen aus der Ukraine. Zu Beginn konnten die Menschen privat untergebracht werden, doch die Kapazität reicht schon lange nicht mehr aus. 

Walstedde – So steht mittlerweile das Jugendheim in Rinkerode zur Verfügung, und auch das Paul-Gerhardt-Haus in Walstedde ist bereits mit Menschen aus der Ukraine belegt.

Seit dem 12. September steht auch die rund 144 Quadratmeter große Gymnastikhalle in Walstedde nicht mehr für den Sportbetrieb zur Verfügung. Seit Tagen wird die Halle für den Bezug von Flüchtlingen vorbereitet. Am Dienstagmorgen wurde dort mit mehreren Handwerkern fleißig gearbeitet.

Für bis zu 30 Personen

Nachdem der Fußboden bereits komplett ausgelegt wurde, um den empfindlichen Hallenboden zu schützen, wurden die Rigips-Ständerwände eingebaut, um den Menschen, die dort demnächst untergebracht werden, eine gewisse Privatsphäre zu ermöglichen. Insgesamt sechs Wohn-Parzellen – jede zwölf Quadratmeter groß – bieten bis zu 30 Personen Platz.

Im Küchen-Gemeinschaftsraum stehen drei Öfen, Tische, Küchenzeile und Stühle. Derzeit lagern dort allerdings noch die Matratzen für die Stahlrohr-Betten, die am Dienstag geliefert wurden.

Als sanitäre Einrichtung stehen für Frauen und Männer fünf Duschen und je zwei Toiletten zur Verfügung. Im Behinderten-WC ist Platz für zwei Waschmaschinen.

Bei den aktuellen Zuweisungen ist die Halle nach drei Wochen besetzt.

Michael Hülsmann

„Am Mittwoch kommen die Elektriker für kleinere elektrische Arbeiten“, informierte Hausmeister Michael Hülsmann am Dienstag. Geheizt wird mit Gas über die Deckenstahlplatten.

Voraussichtlich Ende der kommenden Woche wird die Gymnastikhalle bezugsfertig sein, stellt Hülsmann in Aussicht. Doch für den Hausmeister ist die Arbeit dann nicht vorbei. „Bei den aktuellen Zuweisungen ist die Halle nach drei Wochen besetzt, und wir denken bereits über weitere Räume nach.“

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