Schützenfest

Walstedder Bürgerschützen hoffen noch aufs Fest

Fahnenschlag der Bürgerschützen im Dorf Walstedde
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Ein Höhepunkt der jährlichen Parade der Walstedder Bürgerschützen: der Fahnenschlag in der Dorfstraße. Dass die Zuschauer wie hier eng an eng stehen, ist in Corona-Zeiten natürlich undenkbar. Ob also das Schützenfest der Bürgerschützen aus Walstedde im Juni stattfinden kann, ist noch völlig offen.

Walstedde – Rundum werden nach und nach die Schützenfeste abgesagt. Markus Bachtrop, Vorsitzender der Walstedder Bürgerschützen, tut sich mit einer Absage aber noch schwer, schließlich ist der Termin für das Schützenfest erst in der letzten Woche im Juni.

Vom 25. bis 28. Juni sollte das Lambertusdorf, ginge alles nach Plan, wieder ganz im Zeichen von Grün-Weiß stehen. Ganz sicher nicht stattfinden kann das gemeinsame Kappenfest von Bürgerschützen und Fortuna, das traditionell am Samstag vor Rosenmontag das Dorf in Atem hält.

„Wenn ich ehrlich bin, sieht es für das Walstedder Schützenfest nicht gut aus“, gibt Bachtrop zu. Bis jetzt habe der Vorstand darüber noch nicht diskutiert, lediglich die Mitgliederversammlung wurde abgesagt. Mittlerweile kämen natürlich aus dem Dorf öfter mal Fragen, ob das Fest stattfindet. Dabei habe er viel Verständnis erfahren, sollte am Ende eine Absage herauskommen.

„Wir hoffen, uns vom Vorstand Ende Februar treffen zu dürfen und gehen davon aus, dass dann mehr Klarheit herrscht“, sagt der Vorsitzende. Bis dahin müsse auf die finale Entscheidung gewartet werden. Man müsse sich auf jeden Fall fragen: „Wer wird zum Schützenfest kommen?“ Das Publikum fange bei 18 Jahren an und bewege sich bis jenseits von 60 Jahren. Dem Verein gehörten viele ältere Schützen an.

Wichtig sei es jetzt, die Corona-Zahlen im Auge zu behalten und die Bedingungen im Ort zu betrachten. „Ich möchte nicht, dass unser Schützenfest vielleicht ein Hotspot wird“, sagt Bachtrop ganz klar. Sollte das Schützenfest abgesagt werden, könne man sich Gedanken über eine Alternative machen. Fest steht dann aber: „Eine Großveranstaltung wird es nicht geben – wenn, dann im kleinen Rahmen.“ Auf Eis gelegt wurden im Moment auch die Planungen für das bevorstehende Jubiläum. Im Jahr 2023 feiern die Bürgerschützen ihr 150-jähriges Bestehen. Im Mai soll, so der Plan, die Generalversammlung stattfinden.

Wer den Vogel abschießt, wird neuer König. Gibt es kein Schützenfest, dann gibt auch kein Vogelschießen und keinen neuen König. Markus Bachtrop hofft, dass das Königspaar Uwe und Heidi Müller, in diesem Fall, in seine dritte Amtszeit geht. Immerhin habe das Königspaar seit Corona keine Verpflichtungen. „Ich frage den König erst, wenn es feststeht“, so der Vorsitzende.

Zumindest da braucht er sich keine Gedanken zu machen. „Wir sind dabei“, lässt das Königspaar verlauten. „Wir sind traurig, dass so viele Festivitäten wie unter anderem in Dolberg und Ameke nicht stattfinden konnten“, sagt Heidi Müller. Sie hoffen, dass, sobald Feiern wieder erlaubt sind, alles nachgeholt werde. „Wir freuen uns darauf, wenn wir wieder miteinander ausgelassen feiern, tanzen, ein Gläschen trinken, quatschen und gemütlich zusammensitzen dürfen“, bekennt die Schützenkönigin. Damit spricht sie wohl vielen Walstedder Bürgern aus der Seele.

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