Volle Sammelbüchsen bei Sternsingern in Drensteinfurt

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Der Vorabendgottesdienst wurde von den Sternsingern gestaltet.

Drei Tage lang besuchten 43 Sternsinger Drensteinfurter Familien, um ihnen mit der Geschichte der Heiligen Drei Könige auch den Segen ins Haus zu bringen und um Geld für bedürftige Kinder im Libanon und weltweit zu sammeln.

Drensteinfurt – Insgesamt 290 angemeldete Hausbesuche führten die Sternsinger, aufgeteilt in zehn Gruppen, von Freitag bis Sonntag in Drensteinfurt-Stadtmitte, Mersch und in den umliegenden Bauerschaften durch. Dabei, so Hauptorganisator Elmar Stracke, erreichten sie rund 400 Familien, da etliche Familien die kleinen Könige gemeinsam empfingen.

Die Aussendung erfolgte bereits am Donnerstag nach der Abendmesse in St. Regina , und am Samstag trafen sich alle Sternsinger in der Pfarrkirche zur Vorabendmesse wieder. Dort boten sie vor dem Altarraum ein herrliches Bild. Eine Gruppe, Simon Möllers (Caspar), Rike Kröger (Melchior), Marie Rosendahl (Balthasar) und Lea Möllers (Sternträger) trug der Gemeinde die bekannten Texte vor, alle Sternsinger gemeinsam sangen die Lieder und wurden dafür mit großem Applaus belohnt.

Pfarrer Jörg Schlummer lobte die Sternsingergruppen für ihren Einsatz: „Der Regen war schon eine echte Herausforderung“, gab er zu. In seiner Predigt erinnerte er an die Geschichte der Könige, die dem Jesuskind Gold, Weihrauch und Myrrhe geschenkt hatten. Der Weihrauch erinnere daran, den Glauben nicht aus dem Blick zu verlieren, das Gold stehe für den wahren König der Menschen und die Myrrhe für die Heilwirkung des Glaubens.

Sternsinger werden immer begleitet

Es ist in Drensteinfurt Tradition, dass die Sternsinger nicht alleine zu den Familien gehen, sondern immer von einem Gitarrenspieler und einem zusätzlichen Begleiter unterstützt werden. Insgesamt waren es zehn Begleiter und neun Gitarrenspieler, die zur Verfügung standen.

Neben den so öffentlich in Erscheinung tretenden Gruppen kümmerten sich im Hintergrund sieben Frauen um die königlichen Gewänder und halfen beim Umziehen. In einer Art „Steuerungszentrale“ koordinierten Jörg Beier, Wolfgang Abeln und Elmar Stracke die Einsätze.

Nicht vergessen werden darf die große Bereitschaft Stewwerter Familien, die kleinen und großen Könige am Abend zu beköstigen. Bei 22 Familien war eine Gruppe am Abend zu Gast. Eine Familie hatte sogar an zwei Tagen den königlichen Besuch am Tisch.

96 Kinder, Jugendliche und Erwachsene

Insgesamt sind es also 96 Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die in die Sternsingeraktion eingebunden sind. Elmar Stracke ist sehr dankbar dafür, dass das Leitungsteam aus sieben Männern und sieben Frauen seit 2012 fast unverändert bereit steht. Dankbar ist Stracke auch der Firma Heckmann aus Bockum-Hövel, die Jahr für Jahr vier Bullis für den Transport der Sternsinger zur Verfügung stellt sowie der Stadt für die Bereitstellung des Stadtmobils.

Anfallende Kosten für das Drucken der Flyer und Gruppen-Mappen, für Gewänder, Schminke und Getränke (insgesamt rund 500 Euro) werden von der Kirchengemeinde St. Regina, den Messdienern und dem Sternsinger-Leitungsteam übernommen.

Die Summe der Einnahmen der diesjährigen Aktion steht noch nicht fest. „Wir sind zuversichtlich, dass wir das Ergebnis von 2019 steigern können“, so Stracke. Bereits am Samstag waren 10.000 Euro zusammengekommen. 2019 waren es insgesamt 13.409 Euro.

Auch große Scheine in der Büchse

Es sei, so Stracke, für die Sternsinger eine große Überraschung gewesen, dass in die diesem Jahr fünfmal ein 500 Euro Schein und ein 200 Euro Schein in der Sammelbüchse lag. „Das zeigt, dass in Drensteinfurt wohlhabende Mitbürger leben die die Projekte der Sternsinger großzügig unterstützen“, freut sich der Organisator.

Viele Sternsinger werden kommendes Jahr erneut den Segen weitergeben, für einige stehen aber in der kommenden Woche noch Termine im Kalender. So freuen sich unter anderem die Kita St. Regina, die Caritas Senioren und der MGV auf den hohen Besuch. Insgesamt zehn Sondertermine sind noch zu bewältigen, ehe die Kostüme endgültig bis zum nächsten Jahr verstaut werden.

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