Vier verkaufsoffene Sonntage in Stewwert genehmigt

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Das Dreingaufest ist einer der Anlässe, zu denen verkaufsoffene Sonntage in Drensteinfurt genehmigt werden.

Drensteinfurt – Vier verkaufsoffene Sonntage soll es zukünftig in Stewwert geben. Diese finden zum Summerfeeling oder Frühlingsfest am ersten Sonntag im Mai, zum Dreingaufest am zweiten Sonntag im September, zum Herbstmarkt am ersten Sonntag im November und am zweiten Adventssonntag während des Weihnachtsmarktes statt.

In Anpassung an das im vergangenen Jahr geänderte Ladenöffnungsgesetz haben die Mitglieder des Hauptausschusses diese vier verkaufsoffene Sonntage einstimmig genehmigt. Die alte Verordnung wurde damit außer Kraft gesetzt.

Nach dem neuen Gesetz sind Ladenöffnungen von 13 Uhr bis 18 Uhr an acht nicht unmittelbar aufeinanderfolgenden Sonn- und Feiertagen im Jahr möglich. Die Voraussetzung: Es gibt ein öffentliches Interesse wie es bei Festen und Märkten der Fall ist. Ziel der verkaufsoffenen Sonntage sind der Erhalt und die Stärkung zentraler Versorgungsbereiche sowie die Belebung der Innenstädte und Ortskerne.

Entfernung der Teilnehmer bis 1000 Meter

Damit ein Laden die sonntäglich genehmigten Öffnungszeiten nutzen kann, muss er bestimmte Kriterien erfüllen. Dazu gehört die räumliche Nähe zu den örtlichen Veranstaltungen. Da diese in Drensteinfurt in der Regel rund um Markplatz und Alte Post stattfinden, ist die gesetzlich geforderte Nähe für alle Innenstadt-Geschäfte grundsätzlich gegeben. Auch die Geschäfte im Gewerbegebiet Bahnhof, im Rewe-Center sowie im Nahversorgungsstandort Kleiststraße dürfen an den verkaufsoffenen Sonntagen teilnehmen, da sie von den Besuchern fußläufig erreichbar sind, heißt es in der Vorlage der Verwaltung.

In Zahlen ausgedrückt weist die Bezirksregierung Münster darauf hin, dass die Entfernung zum Nahversorgungsbereich maximal 700 bis 1000 Meter betragen darf – das entspricht einem zehnminütigem Fußweg.

Änderung nur beim Dreingaufest

In der jüngsten Hauptausschusssitzung wies Bürgermeister Carsten Grawunder darauf hin, dass die katholische Kirchengemeinde St. Regina, die IHK Nord Westfalen, die Handwerkskammer Münster, sowie die Gewerkschaft Verdi eine Stellungnahme abgegeben haben und keine konkreten Bedenken geäußert hätten. Lediglich die evangelische Kirchengemeinde hat keine Stellungnahme eingereicht.

Eine Änderung bei den Terminen der verkaufsoffenen Sonntage gibt es nur beim Dreingaufest, das im Wechsel mit dem Blumen- und Gartenmarkt nicht mehr am ersten, sondern am zweiten Sonntag im September stattfinden wird. Hintergrund ist eine Häufung von Veranstaltungen rund um das erste Septemberwochenende, allen voran der Handwerker-und Bauernmarkt im Albersloh.

Attraktivität noch vor Umsatz

Parteiübergreifend waren sich die Ausschussmitglieder einig, die verkaufsoffenen Sonntag zu genehmigen. „Wir wollen unsere Innenstadt attraktiv halten“, macht Bürgermeister Grawunder deutlich. Ob dadurch der Umsatz gesteigert werde, sei eher zweitrangig, vielmehr ginge es darum, die Attraktivität der Innenstadt zu steigern.

„Die Märkte rund um die verkaufsoffenen Sonntage werden gut genutzt, sie sind ein beliebter Treffpunkt für Drensteinfurter“, urteilte Maria Tölle (Die Grünen). Auch Heinz Töns (CDU) lobte die zahlreichen Besucher an diesen Tagen. Er unterstütze den Vorschlag ebenso wie Ingo Stude (SPD), der sich ebenfalls für den Erhalt der vier verkaufsoffenen Sonntag aussprach.

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