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Viel zu tun: Die Nachfrage im Drensteinfurter Testzentrum ist riesig

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Von: Mechthild Wiesrecker

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lange Warteschlage vor dem Testzentrum im ehemaligen „Ihr Platz“
ham_vwd8128d535277ba8f1954527438a8039f9.jpg © Wiesrecker, Mechthild

Seit Anfang Dezember ist das neue Testzentrum an der Mühlenstraße in Betrieb. Seitdem steigt die Nachfrage nach Schnelltests aufgrund der aktuellen Corona-Lage stetig. 

Dabei war schon zu Beginn der Andrang so groß, dass Marcel Webers, der Betreiber des Testzentrums, nach nur drei Tagen den Vermieter bat, auch die hinteren Räumlichkeiten nutzen zu können.

„Es gibt eine Menge zu tun“, sagt er. Viele müssen sich für die Arbeit jeden Tag testen lassen, die Ferienzeit hat die Situation noch einmal verstärkt, denn es kamen auch Kinder zum Testen, die sonst regelmäßig in der Schule getestet werden. Die Zahlen seien im Vergleich zum Sommer und Herbst immens hoch, versichert er.

Drei neue Mitarbeiter eingestellt

Damit sich vor dem Testzentrum keine Schlange an Wartenden bildet, arbeiten dort jeden Tag fünf Mitarbeiter – vier besetzen die vier Testkabinen und einer sitzt an der Anmeldung. „Wir vergeben 18 Termine pro 15 Minuten“, berichtet Webers. Für das Personal, aktuell sind es 18 Mitarbeiter in Drensteinfurt und 24 in Everswinkel, sei das oft Arbeiten im Akkord. Darum stockt Webers sein Team auf.

„Ich habe drei neue Mitarbeiter eingestellt und werde noch zwei weitere einarbeiten, denn ich möchte meine Mitarbeiter nicht verheizen“, sagt er. Dabei denke er auch an die neuen Maßnahmen, die spätestens dem 15. Januar gelten sollen, um die Omikron-Variante einzudämmen: Dann soll die 2G-plus-Regel auch in der Gastronomie gelten: Nur Geimpfte und Genese dürfen ein Restaurant besuchen – und dass auch nur bei Vorlage eines aktuellen Corona-Tests. Diese Regel gilt schon seit einiger Zeit im Fitnessstudio oder im Schwimmbad. (Ausnahme: Im Restaurant gelten auch geboosterte Gäste als frisch getestet.) In der Regel hält sich die Zahl der Wartenden vor dem Testzentrum in Grenzen. Gerade bei den kalten Temperaturen sei es gut, wenn möglichst niemand draußen stehen muss, findet Webers.

Unmut in der Bevölkerung

Tage wie am vergangenen Montag, an dem die Schlange der Wartenden lang war, gibt es selten. „Es gab zwei plötzliche Krankheitsfälle, so waren wir zu dünn besetzt“, erklärt der Betreiber. Tatsächlich konnten nicht alle Personen einen Test bekommen.

Marcel Webers hat den Eindruck, dass die meisten Menschen glücklich sind, ein Testzentrum im Ort zu haben. Er beobachte aber auch, dass der Unmut in der Bevölkerung groß sei. „Ich verstehe, dass es nervig ist, jeden Tag zum Testen zu kommen“, stellt er klar. Das sei vor einigen Wochen anders gewesen. Damals seien 50 Prozent gekommen, weil sie einen Test benötigen, und 50 Prozent, die für sich selbst Gewissheit haben wollten, ob sie akut infiziert sind. Und heute? „Heute brauchen alle, die kommen, den Test“, so Webers. Der eine oder andere lasse seinen Frust dann an den Mitarbeitern aus, berichtet der Testzentrum-Betreiber. Dafür zeigten aber auch viele ihre Wertschätzung, lobt er im selben Atemzug.

Teststächen werden vorausschauend bestellt

Über einen Mangel an Teststäbchen kann er sich übrigens nicht beklagen. „Ich habe einen hervorragenden Lieferanten“, sagt er. Dazu bestelle er vorausschauend. „Wenn ich 12 000 Tests brauche, bestelle ich 16 000.“

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