Bauhof, Landwirte und Bürger im Einsatz

Viel Lob für Schneeräumer in Drensteinfurt

Die Schneemassen werden per Traktor und Anhänger abtransportiert
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Mit teilweise schwerem Gerät haben die Bauhofmitarbeiter zusammen mit Fremdunternehmen sowie mit Unterstützung einiger Landwirte die Straßen und Plätze in allen drei Ortsteilen weitgehend freigeräumt – hier an der Josefstraße, Ecke Martinstraße in Drensteinfurt.

Drensteinfurt - Durchgangsstraßen, Schulbusstrecken und Hauptverkehrsadern sind durchgängig befahrbar, dafür haben die Mitarbeiter des Drensteinfurter Bauhofes seit dem ersten Schneefall am Sonntag so manche Extraschicht eingelegt. Und nicht nur sie, Unterstützung gab es von Fremdunternehmen, Landwirten und vielen Bürgern.

Gefühlt hat Thomas Schlüter seit Sonntag tausende Telefonate geführt. Kein Wunder, der Leiter des städtischen Bauhofs ist in diesen Tagen buchstäblich ein gefragter Mann. Und Fragen gab es viele – von Bürgern, von Helfern und von den Mitarbeitern. Es galt, viel zu koordinieren, denn, so bringt es Thomas Schlüter salopp auf den Punkt: „Bei uns ist alles unterwegs, was fahren kann.“

In Zahlen sind das fünf Schlepper mit Schneeschild und Streuer, davon drei große für die sogenannten übergeordneten Straßen und zwei kleinere für die Rad- und Fußwege sowie zwei Radlader und ein Lkw zum Abfahren des Schnees. Dazu bringt ein angeheuertes Fremdunternehmen drei Schlepper mit Kippermulden und zwei Radlader mit. „Die fahren vor allem den Schnee aus den Durchgangsstraßen heraus, damit wir Platz bekommen“, erklärt der Bauhofleiter.

Wesentliche Straße sind wieder befahrbar

Und so kann er am Mittwochnachmittag verkünden, dass die wesentlichen Zu- und Durchfahrtstraßen in allen drei Ortsteilen wieder befahrbar sind. Dazu zählen in Drensteinfurt unter anderem die wichtigen Straßen durch die Stadt wie Münster-, Mühlen- und Wagenfeldstraße, West- und Südwall, Martin- und Josefstraße, Sandstraße, Merscher Weg „und natürlich die Sendenhorster Straße, die ja an der Rettungswache vorbeiführt“.

In Walstedde geht es für Autofahrer wieder über die Straßen Am Prillbach, Brink und Böcken sowie über die Dorfstraße und einige andere. Auch in Rinkerode sind die wichtigsten Zu- und Durchfahrten befahrbar. Die Bahnhofsvorplätze sind ebenfalls frei, Zugfahrer können dort also parken, wenn der Zugverkehr wieder anläuft. Frei bedeutet übrigens nicht, dass Asphalt und Fahrbahnmarkierungen zu sehen sind. „Die Straßen sind befahrbar, meistens aber auf einer geschlossenen Schneedecke“, erläutert Thomas Schlüter. Überhaupt wurde erst am Dienstagnachmittag an einigen Stellen angefangen zu streuen. „Bei dem Schneefall und den Schneeverwehungen vorher war das nicht sinnvoll, weil ja immer neuer Schnee drauf fiel.“

Nicht vor jeder Haustür kann geräumt werden

Der Bauhofleiter gibt noch zu bedenken, dass nicht vor jeder Haustür geräumt werden kann: „Wir wollen die Durchgangsstraßen auch in den Wohngebieten befahrbar halten, aber wir können nicht in jede Sackgasse.“ Und obwohl bei dem vielen Schnee in mancher Straße erst mal alles zum Erliegen gekommen ist, erfahren die Schneeräumer und Helfer durchweg Lob und Dankbarkeit von den Bürgern und Anwohnern. Das Lob gibt Thomas Schlüter gleich zurück: „Die Leute sind nicht nur verständnisvoll, sie packen auch mit an“, berichtet er. So habe die Nachbarschaft am Südwall kurzerhand in Gemeinschaftsarbeit ihre Straße weitgehend selbst freigeschaufelt – dort türmte sich der Schnee einen Meter hoch.

Dankbar ist er auch den Landwirten. In den Bauerschaften haben sie sich gegenseitig unterstützt, wer das entsprechende Gerät hat, schob in Eigeninitiative Schnee von den Wirtschaftswegen. Und so mancher hat sich auf Zuruf in die Ortschaften aufgemacht und Wohngebiete geräumt.

„Logistische Herausforderung“

„Das war schon alles eine logistische Herausforderung“, fasst Thomas Schlüter zusammen und freut sich, dass „die Stimmung durchweg positiv“ sei. Wo die ganzen Schneemengen hingekommen sind? Das wissen vor allem die Kinder, die mit Begeisterung den Rodelhügel auf dem Drensteinfurter Marktplatz erklimmen. Auch die beiden Halden an Kleiststraße und an der neuen Feuerwache sind fest in Rodlers Hand.

Über die Frage nach Schlaf lacht Thomas Schlüter. „Ja, wir haben auch ein bisschen geschlafen.“ Überhaupt hat er für sein Team nur lobende Worte: „Alle hier sind hoch motiviert, das ist toll zu sehen.“ Nun blicken sie gemeinsam auf das Thermometer, denn die Kälte bleibt ja noch. Salz zu streuen, habe im zweistelligen Minusbereich wenig Sinn, erklärt der Bauhofleiter, „dann hat es keine tauende Wirkung mehr“. Daher ist seine Bitte: „Wer raus muss, sollte sich Zeit nehmen und langsam fahren. Wer kann, sollte weiterhin zuhause bleiben.“

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