Mehr junge Menschen in Unfälle verwickelt

Bei diesem Unfall an der Kreuzung B58/B63 wurden im Dezember 2019 drei Menschen schwer verletzt.
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Bei diesem Unfall an der Kreuzung B58/B63 wurden im Dezember 2019 drei Menschen schwer verletzt.

In Drensteinfurt sind im Jahr 2019 deutlich mehr junge Menschen im Straßenverkehr verunglückt als noch im Vorjahr. Die Verkehrsunfallstatistik der Polizei listet 29 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene als Opfer auf.

Drensteinfurt – Ein Mensch ist im vergangenen Jahr bei einem Verkehrsunfall in Drensteinfurt ums Leben gekommen. Das geht aus der Verkehrsunfallstatistik 2019 hervor, die die Kreispolizeibehörde Warendorf am Dienstag vorgestellt hat. 2018 war es zu keinem Verkehrsunfall mit Todesfolge gekommen.

Insgesamt haben sich 2019 exakt 109 Verkehrsunfälle ereignet, einer weniger als im Jahr zuvor. Die Zahl der schwer Verletzten Unfallopfer ist minimal zurückgegangen: 2018 waren es 21, 2019 waren es 20. Dafür ist die Zahl der leicht Verletzten deutlich angestiegen: von 39 im Jahr 2018 auf zuletzt 49.

Unter den Verunglückten waren drei Kinder, eines weniger als 2018. Deutlich angestiegen ist die Zahl der jugendlichen Unfallopfer: Einer war es 2018, 2019 waren es sechs. Verdoppelt hat sich die Zahl der jungen Erwachsenen (18 bis 24 Jahre) unter den Unfallopfern: von zehn auf 20.

Die Unfallzahl unter den Erwachsenen (25 bis 64 Jahre) ging dafür leicht zurück: von 34 auf jetzt 29. Die der verunglückten Senioren blieb nahezu gleich (2018: 11, 2019: 12).

In den meisten Fällen Pkw beteiligt

Schaut man auf die Verkehrsmittel, mit denen ihre Fahrer in Unfälle verwickelt waren, ragt die der Pkw deutlich hervor. 46 Autos waren 2019 an Verkehrsunfällen in Drensteinfurt beteiligt, 19 mehr als noch 2018. Deutlich zurückgegangen ist die Zahl der Unfälle mit motorisierten Zweiräder, nämlich von acht im Jahr 2018 auf nunmehr zwei. 14 Radfahrer verunfallten 2019, einer weniger als im Jahr zuvor. Darunter waren drei Pedelec-Fahrer (so viele wie 2018). Vier Fußgänger waren 2019 in Unfälle verwickelt, drei weniger als noch 2018.

Am sichersten war die Fahrt mit dem Bus: Wie schon 2018 verunglückte kein Insasse. Auch kein Lkw-Fahrer kam zu Schaden, 2018 waren es noch zwei.

Unter den 109 Verkehrsunfällen gab es 14 mit schwerem Sachschaden  (2018: 119). Alkohol war im keinem Fall im Spiel (2018 dreimal). Dafür stieg die Zahl der Unfallfluchten leicht an: von 43 auf nunmehr 47.

Zahlen unter Landesschnitt

Insgesamt liegt Drensteinfurt sowohl bei der Zahl der Unfälle mit Personenschaden als auch bei den verunglückten Radfahrern unter dem Landesdurchschnitt.

Auf den Straßen im gesamten Kreis Warendorf starben zehn Menschen (2018:9). Das ist nach 2018 der niedrigste Stand seit über 20 Jahren. Bei 1022 (1078) Verkehrsunfällen mit Personenschaden wurden 281 (350) schwer und 1028 (1010) leicht verletzt. 392 (414) Personenschadensunfälle ereigneten sich unter Beteiligung eines Radfahrenden, davon 325 (335) innerhalb geschlossener Ortschaft. Drei (2) Menschen wurden als Radfahrende getötet, 79 (101) schwer und 312 (323) leicht verletzt.

Die Gesamtzahl aller Verkehrsunfälle im Kreis Warendorf stieg 2019 von 9079 auf 9187 an.

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