Drensteinfurter Geschäfte dürfen am Sonntag öffnen

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Es hatte Proteste gegen die Verdi-Klage gegeben.

Drensteinfurt – „Der verkaufsoffene Sonntag aus Anlass des Blumen- und Gartenmarktes am 15. September kann stattfinden“. Das teilte jetzt die Stadt Drensteinfurt mit.

Die Verwaltung hat mit einer neuen Verordnung auf die Klage von Verdi reagiert und einen genau definierten Teilbereich der Innenstadt benannt, in dem die Geschäfte öffnen dürfen. Das ist der Bereich der eigentlichen Innenstadt. Verdi wolle nun die Klage zurückziehen.

Die Gewerkschaft hatte geltend gemacht, dass in der ursprünglichen Verordnung der Geltungsbereich der Geschäfte, die am Sonntag öffnen dürfen, nicht klar genug erkennbar sei. Für die kommenden verkaufsoffenen Sonntage im November und Dezember muss der Rat eine entsprechende Verordnung erlassen. Verdi, so heißt es aus dem Rathaus, wolle sich diese Verordnung genau ansehen.

Der Rat der Stadt Drensteinfurt hatte in seiner Sitzung am 28. Mai eine Verordnung über das Offenhalten von Verkaufsstellen an Sonn- und Feiertagen in der Stadt Drensteinfurt beschlossen, die an vier Sonntagen im Jahr die Verkaufsstellenöffnung erlaubt, darunter auch der kommende Sonntag aus Anlass des Blumen- und Gartenmarktes.

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Lokalen Handel stärken

Die Gewerkschaft Verdi hatte am 23. August ein Normenkontrollverfahren zur Überprüfung der ordnungsbehördlichen Verordnung beim Oberverwaltungsgericht in Münster eingeleitet. Die Stadt Drensteinfurt hat daraufhin die ursprüngliche Verordnung aufgehoben und im Wege einer Dringlichkeitsentscheidung eine neue ordnungsbehördliche Verordnung erlassen.

Drensteinfurts Bürgermeister Carsten Grawunder freut sich, dass das Event stattfinden kann: „Kleine, inhabergeführte Geschäfte haben es in Zeiten von Online-Versandhändlern und Discountern heute schwierig genug. Umso wichtiger ist es daher, dass der lokale Einzelhandel dem Blumen- und Gartenmarkt gestärkt wird.“

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