Soldaten im Kreisgesundheitsamt

Verankerung in der Zivilgesellschaft: Vertrag zwischen Stadt und Bundeswehr

Halten die Partnerschaftsurkunde in den Händen: Bürgermeister Carsten Grawunder (links) und Kompaniechef Gerrit Sperling nach dem gemeinsamen Treffen, an dem auch Alessa Dohm, die persönliche Referentin des Bürgermeisters, teilgenommen hat.
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Halten die Partnerschaftsurkunde in den Händen: Bürgermeister Carsten Grawunder (links) und Kompaniechef Gerrit Sperling nach dem gemeinsamen Treffen, an dem auch Alessa Dohm, die persönliche Referentin des Bürgermeisters, teilgenommen hat.

In kleiner Runde haben Bürgermeister Carsten Grawunder und Gerrit Sperling, Major und Kompaniechef der dritten Kompanie des Aufklärungsbataillons 7 in Ahlen, die Absichtserklärung über die weitere freundschaftliche Partnerschaft zwischen der Stadt Drensteinfurt und der Bundeswehr unterzeichnet.

Drensteinfurt – „Die Partnerschaft stärkt den engen und regelmäßigen Dialog zwischen den Angehörigen der Kompanie und den Bürgern der Stadt Drensteinfurt“, darin sind sich Grawunder und Sperling einig. Dieser Austausch sei seit dem Aussetzen der Wehrpflicht deutlich erschwert, aber nicht minder wichtig geblieben. Nur durch den Austausch zwischen Bundeswehr und Bürgern werde eine dauerhafte Verankerung der Bundeswehr mit der komplexen Auftragslage in der Zivilgesellschaft sichergestellt.

Die Partnerschaft ermögliche und sichere einen regen Austausch zwischen der Bürgerschaft der Stadt Drensteinfurt mit den Angehörigen der Bundeswehr, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Drensteinfurt. Zuletzt haben Vertreter des Aufklärungsbataillons an der Kranzniederlegung am Ehrenmal in Drensteinfurt am Volkstrauertag im November teilgenommen.

Corona: Zusammenarbeit zwischen Stadt und Bundeswehr

Nach der langen Corona-bedingten Unterbrechung habe die Partnerschaftskompanie Dienst und Ausbildung mittlerweile im gewohnten Rhythmus wieder aufgenommen, berichtete Sperling beim jüngsten Treffen im Drensteinfurter Rathaus noch vor dem aktuellen Lockdown. Übungen im Simulationszentrum in Dresden und freilaufende Übungen im Münsterland mit allen Sensoren des Aufklärungsbataillons standen in der zweiten Jahreshälfte für die Kompanie an. Anfang Oktober nahm zudem eine Auswahl von Offizieren der Division an einer erlebnisorientierten Militärpatrouille in der Eifel teil.

Bereits im Juni hat Bürgermeister Grawunder Feldpost aus Mazar-e -Sharif erhalten. Sechs Soldaten des Aufklärungszugs der Partnerkompanie berichteten von ihrem laufenden Einsatz in Afghanistan. Zusammen mit westfälischen Spezialitäten und der Stadtfahne Drensteinfurt richtete auch der Bürgermeister seine Grüße und seinen Dank an die Truppe aus. Die Flagge ist mittlerweile aus Afghanistan zurückgekehrt und ziert nun den Besprechungs- und Aufenthaltsraum der Kompanie in Ahlen.

Corona: Dankbar für Unterstützung durch Bundeswehr

„Die Bundeswehr kann in diesem Jahr auf 65 Jahre zurückblicken“, heißt es in der Pressemitteilung. Und weiter: „Die Soldaten leisten gerade in der heutigen Zeit sehr viel – in der Heimat und im Einsatz. Und das findet längst nicht immer die verdiente Aufmerksamkeit in der Bevölkerung.“

Dabei sei gerade jetzt in einer Krisensituation wie der Corona-Pandemie Verlass auf die Bundeswehr. Die Soldaten hälfen beispielsweise beim Testen von Bürgern. Diese Hilfe geschieht auch im Kreis Warendorf: Seit Ende Oktober unterstützen 19 Soldaten der Bundeswehr im Kreisgesundheitsamt die dortigen Mitarbeiter bei der Nachverfolgung von Infektionsketten.

Corona: Soldaten helfen im Gesundheitsamt

„Ich freue mich, dass die Partnerschaft gerade in Zeiten wie diesen auch nach außen hin deutlich sichtbar wird“, so Bürgermeister Carsten Grawunder zur Unterzeichnung.

Die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Bundeswehr soll weiter ausgebaut werden, sind sich das Stadtoberhaupt und der Major einig. „Die Partnerschaft mit der dritten Kompanie des Aufklärungsbataillons 7 ist unser kleiner Beitrag dafür, dass die Bundeswehr auch künftig weiter fest in der Gesellschaft verankert bleibt“, so Grawunder.

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