Vandalismus im interkulturellen Garten 

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Traurig über Vandalismus-Schäden im Interkulturellen Garten (von links): Rudi Naerger, Olaf Tillmann und Hermann Wichate. Letzterer besucht den Garten regelmäßig mit einer Familie aus Eritrea, die er gemeinsam mit seiner Frau betreut.

Drensteinfurt - Der Interkulturelle Garten hat sich gut bewährt. Alle 16 Parzellen sind vergeben. Im Sommer wurde eine Hütte gebaut, engagierte Menschen stellten Tische und Stühle zur Verfügung. Einziges Problem sind Vandalen, die mit sinnloser Zerstörungswut immer wieder für Schaden sorgen.

Rudi Naerger, der die Idee zu dem Interkulturellen Garten hatte, findet: „Wir haben viel geschafft." Wenn da nur nicht die Vandalismus-Schäden wären. Das Tor zum Garten ist bewusst nicht abgeschlossen. Naerger befürchtet, dass Randalierer sonst den Zaun zerstören würden, um in den Garten zu gelangen, und den zu ersetzen, sei nicht billig.

Vor einigen Tagen haben Unbekannte Tische und Stühle mit einem großen Stein zerschlagen. Bevor das schmucke Holzhaus gebaut wurde, gab es nur einen Bauwagen. Dort wurden gleich am Anfang die Reifen zerstochen und die Tür aufgebrochen. Die Eindringlinge haben nicht nur Dinge zerstört, sondern auch ihre Fäkalien im neuen Haus hinterlassen. Seitdem ist der Raum ebenso abgeschlossen wie der angebaute kleine Technikraum.

Auch bei diesem wurden vor Kurzem noch die Bretter aus der Tür gebrochen, um ins Innere zu gelangen. Dort lagern Werkzeug der Schule, Solarzellen und die Batterie für die Photovoltaikanlage. „Wäre die nicht so schwer und dazu festgeschraubt, hätten die Täter sie mitgenommen“, ist sich Naerger sicher.

Mit der Anlage auf dem Dach verfügt das Haus über Licht. Demnächst soll sie erweitert werden, um dann die Pumpe elektrisch zu betreiben. 1000 Liter fasst der Behälter, das Wasser kommt aus dem Bohrloch. Bisher wird mit der Hand gepumpt.

Mona Malek geht mit ihrer Kunst gegen die Hässlichkeit des Vandalismus vor.

Auch ein Markisendach soll angebracht werden, demnächst könnte im Sommer mal das Interkulturelle Café im Garten stattfinden. Eine kleine Küche wollen die beiden Organisatoren auch noch in der Hütte installieren. Obstbäume und Sträucher wurden im Herbst angepflanzt, darauf ist Rudi Naerger besonders stolz.

Der Rentner hat noch reichlich weitere Ideen, den Garten hinter der Dreingauhalle noch attraktiver und effektiver zu gestalten.

Bei der Umsetzung steht ihm Olaf Tillmann zur Seite. Jeden Tag schaut der Drensteinfurter morgens und abends nach dem Rechten und hilft, wo er kann. „Ich habe Lust und Zeit dazu“, erklärt Tillmann seine Motivation. Die Gemeinschaft mit den Menschen aus verschiedenen Ländern, aber auch die Möglichkeit, jemandem etwas beizubringen, gefallen dem Industriekaufmann.

Mona Malek, Künstlerin aus dem Iran, hilft den Garten zu verschönern. Sie hat das bunte Schild vor dem Garten gemalt und wird demnächst auch einen Wegweiser gestalten, der an der Sendenhorster Straße angebracht wird.

Das größte Projekt für 2019 soll der Spielplatz für die Kinder werden. Und dann hat Rudi Naerger noch einen großen Wunsch: „Wenn wir Sponsoren finden, bauen wir ein Gewächshaus auf."

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