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Unfall mit Feuer und Verletzten auf B63 - Vollsperrung über Stunden

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Von: Markus Hanneken, Mechthild Wiesrecker

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Lichterloh schlagen die Flammen aus dem Transporter, dunkler Qualm steigt hoch in den Himmel.
Lichterloh schlagen die Flammen aus dem Transporter, dunkler Qualm steigt hoch in den Himmel. © Wiesrecker

[Update] Spektakulärer Unfall auf der B63 zwischen Walstedde und Hamm: Nach einem Frontalzusammenstoß zweier Fahrzeuge am Mittwochvormittag ging eines von ihnen in Flammen auf.

Walstedde/Hamm - Am Mittwoch gegen 11.20 Uhr sind auf der Bundesstraße B63 im Bereich „Herrenstein“ unweit von Hamm ein Citroen Jumper und ein Range Rover frontal zusammengestoßen. In der Folge fing der Motorraum des Transporters Feuer. Die dunklen Rauchschwaden waren kilometerweit zu sehen. Die B63 wurde im betroffenen Bereich für einige Stunden komplett gesperrt.

Nach Darstellung der Polizei war der 47-jährige SUV-Fahrer aus Mülheim in Richtung Drensteinfurt unterwegs, als er aus noch nicht geklärter Ursache von seiner Fahrspur abkam und auf die Gegenfahrbahn geriet. Dort stieß er mit dem entgegenkommenden Transporter eines 28-Jährigen aus Ahlen zusammen, der vergeblich auszuweichen versucht hatte.

Insgesamt wurden drei Personen verletzt: außer den beiden Fahrern im Nachgang auch ein 40-jähriger Feuerwehrmann, der mit einer Augenverletzung ins Krankenhaus kam. Die beiden direkten Unfallbeteiligten wurden mutmaßlich schwer verletzt; sie wurden zur Behandlung in Krankenhäuser gefahren. Tödlich verletzt wurde indes ein Hund, der nach WA-Informationen aus dem Pkw geschleudert wurde.

Zum Glück wurden die beiden Fahrer nicht eingeklemmt, sonst wären sie wohl noch schwerer verletzt worden.

Frank Kronshage, Feuerwehrsprecher

Motorblock geriet in Vollbrand

Nach Angaben von Feuerwehrsprecher Frank Kronshage hatte der Transporter beim Eintreffen seiner Kollegen zunächst nur leicht gequalmt, schnell sei der Motor dann erst in Vollbrand geraten. Die intensiven dunklen Qualmwolken seien auf verbrennendes Fett oder Öl zurückzuführen, das der Wagen in Fässern transportierte. 

Feuerwehrleute streuten die Straße zeitnah mit Bindemitteln ab, weil Betriebsstoffe ausliefen. Nach der Räumung der Unfallfahrzeuge galt es, die stark verunreinigte Straße zu reinigen und den Grabenbereich durch Ausbaggern zu reinigen, da auch Speisefette in die Natur geraten waren.

Viele Einsatzkräfte auf der B63

Neben der Polizei waren in der Spitze 20 Einsatzkräfte der Feuerwehren Drensteinfurt und Walstedde mit schwerem Gerät und insgesamt sechs Fahrzeugen vor Ort, dazu acht Rettungsdienstler und zwei Notärzte. 

Die zerstörten Fahrzeuge wurden abgeschleppt. Nach einer ersten Schätzung der Polizei entstand ein Sachschaden von mehr als 30.000 Euro. 

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