Nur Grüne in Stewwert strahlen nach der Wahl

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Drensteinfurt – Deutschland hat für Europa gewählt. Wie wichtig den Menschen die Europawahl ist zeigt die hohe Wahlbeteiligung, die in Drensteinfurt mit 72,5 Prozent noch höher ausgefallen ist als vor fünf Jahren mit 67 Prozent. Auch wenn die CDU mit 36,8 (2014: 46,3 Prozent) Prozent noch immer die stärkste Partei ist, musste sie doch deutliche Verluste hinnehmen. Ordentlich zugelegt haben die Grünen mit 25 Prozent (11,2). Weiter ist abgeschlagen die SPD mit 16,4 Prozent (28,8) einige Stimmen mehr als 2014 bekam die FDP mit 6,6 Prozent (3,5). Die AFD erreichte 5,4 Prozent (3,9) der Wählerstimmen in Drensteinfurt.

Zur Wahlparty im Foyer des Rathauses hatte sich am Sonntagabend nach 18 Uhr nur eine Handvoll Politiker eingefunden und die stammten alle aus einer Partei. Erst kurz vor 19 Uhr stieß mit Heinz Töns ein Vertreter der CDU zu den rundum zufriedenen Grünen-Parteimitgliedern.

Meyer (Grüne): "Wir haben alles richtig gemacht"

„Wir haben alles richtig gemacht, auch hier in Drensteinfurt“, stellte Bernhard Meyer, Vorsitzender der Grünen, fest. „Die Leute haben festgestellt, dass sie hinsichtlich Klimaschutz und Energie mit den Grünen weiter kommen als mit den anderen Parteien.“ Mit dem Ergebnis seien die Grünen sehr zufrieden. Für die anderen Parteien sei das ein deutliches Zeichen, dass sie es nicht geschafft haben. „Wir werden jetzt genauso weiter machen wie bisher“, versprach Meyer.

Stude (SPD): traurig, aber erwartbar

Ingo Stude, Vorsitzender der SPD, gab ein telefonisches Statement zum Wahlausgang ab: „Das Wahlergebnis bedauere ich aus Sicht der SPD.“ Es sei tragisch, denn die Spitzenkandidatin habe einen tollen Job gemacht. Es sei traurig, obwohl er damit gerechnet habe, denn das schlechte Ergebnis sei nicht verdient.

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Dennoch konnte er dem Wahlergebnis auch etwas Positives abgewinnen: „Es freut mich persönlich, dass die demokratischen Parteien die deutliche Mehrheit haben“, stellte er heraus. Schließlich wolle man, dass es mit Europa vorwärts geht und nicht zurück. „Wie wollen keinen Nationalismus, darum muss die AFD klein bleiben“, so der SPD-Politiker. Wenn die AFD in Drensteinfurt unter fünf Prozent bleibe, sei er überglücklich. Am Ende waren es 5,4 Prozent. Es sei wichtig, dass die Demokraten vorne stehen. „Mir ist es lieber, dass die CDU, FDP oder die Grünen stark sind als die AFD“, wiederholte er.

Töns (CDU): AfD-Ergebnis "mittlere Katastrophe"

Heinz Töns als Vertreter der CDU zeigte sich erst einmal zufrieden mit der bundesweiten Wahlbeteiligung und noch mehr zufrieden mit der Wahlbeteiligung in Stewwert. „Die Europawahl ist mir sehr wichtig“, versicherte er. Dann gab er zu bedenken: „Die einzige Garantie für Frieden in Europa ist Europa.“ Dass die AFD in Gesamtdeutschland rund 10 Prozent Stimmen bekommen habe, wertete der Politiker „als mittlere Katastrophe“.

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