Tolles Video der Feuerwehr in der Corona-Krise - „Ode an die Freude“

Caroline Bruns spielt im Korb der Drehleiter in 30 Metern Höhe hoch über Rinkerode die „Ode an die Freude“ aus Beethovens Neunter Sinfonie.
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Caroline Bruns spielt im Korb der Drehleiter in 30 Metern Höhe hoch über Rinkerode die „Ode an die Freude“ aus Beethovens Neunter Sinfonie.

„Wir sind für euch da, bleibt ihr für uns zu Haus“, lautet die aktuelle Botschaft der Feuerwehr Drensteinfurt in einem tollen Video, das in den sozialen Netzwerken vielfach geteilt und gelobt wird.

Drensteinfurt – Hoch über den Dächern der Stadt spielt Carolina Bruns als Trompetensolo „Ode an die Freude“. Das Musikstück aus Beethovens Neunter Sinfonie mit Schillers bekanntem Text „Freude, schöner Götterfunken“ verbindet seit einigen Wochen die Menschen quer durch Deutschland miteinander.

„Die Idee kam von den Kameraden aus Düsseldorf“, berichtet der stellvertretende Leiter der Feuerwehr, Frank Kronshage. Im Internet hatten die Feuerwehrleute aus der Wersestadt das Video gesehen und gedacht, das könnte auch was für Drensteinfurt sein.

Mittlerweile hat die Corona-Krise auch bei der Feuerwehr Einzug gehalten. „Wir machen keine Übungsabende mehr, sondern stehen praktisch nur noch für Einsätze parat“, macht Kronshage deutlich.

Von der Idee gleich Feuer und Flamme

Als dann der Vorschlag kam, ebenfalls ein Video aufzunehmen, seien alle gleich „Feuer und Flamme“ gewesen, erinnert er sich und nimmt damit Bezug auf die WDR-Serie mit gleichen Namen – einer Feuerwehr-Doku, die die Kameraden schon oft gemeinsam vor dem Fernseher angeschaut haben und deren dritte Staffel aktuell den Alltag der Bochumer Feuerwehr zeigt.

Bei den Überlegungen, das Video zu drehen, habe man sich schnell entschieden, alle drei Ortsteile mit einzubeziehen. „Wir sind ja gemeinsam eine Stadt und demzufolge auch eine Feuerwehr“, macht Kronshage deutlich.

So kam es, dass die Kameraden mit der Drehleiter und – um unnötigen Kontakt zu vermeiden – einzeln im Wagen am Montag, Dienstag und Mittwoch pünktlich um 18 Uhr auf dem Drensteinfurter Marktplatz, dem Walstedder Kirchplatz und auf dem Dorfplatz in Rinkerode vorfuhren. Die Uhrzeit war nicht zufällig gewählt, sondern ein Beitrag der Feuerwehr an dem Aufruf an alle Bürger, jeden Tag um 18 Uhr am offenen Fenster die „Ode an die Freude“ zu singen oder zu spielen.

Mit der Drehleiter 30 Meter hoch in die Lüfte

Ohne viel Aufsehen zu erregen fuhr die Drehleiter 30 Meter hoch in die Lüfte. Im Korb Caroline Bruns, die Tochter des Rinkeroder Löschzugführers, die sich als schwindelfrei und tonsicher erwies. Dustin Schwerdt, der nicht nur die Drohne steuerte, sondern auch den Film passend zusammenschnitt, setzte Bild und Ton in Szene.

Am Mittwochabend luden die Kameraden das Video bei Facebook hoch und ernten seit dem viel Lob für ihr aufmunterndes und freudeschenkendes Video, das auch auf der Homepage der Feuerwehr zu sehen ist.

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