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Trinkwasser ohne Mikroplastik: Stewwert bleibt Gelsenwasser treu

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Von: Mechthild Wiesrecker

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Kontinuität beim Trinkwasser ist in Drensteinfurt angesagt.
Kontinuität beim Trinkwasser ist in Drensteinfurt angesagt. © picture alliance / dpa (Symbolbild)

Seit Mitte der 60er-Jahre versorgt Gelsenwasser die Haushalte in Drensteinfurt mit Trinkwasser. Und das wird auch weiter so sein.

Drensteinfurt – Die Stadt Drensteinfurt hat nach einem Vergabeverfahren für die Wasserkonzession entschieden, Gelsenwasser erneut mit der Versorgung zu beauftragen. Am Freitagmorgen unterschrieben Bürgermeister Carsten Grawunder und Gelsenwasser-Vorstand Dr. Dirk Waider den Vertrag, der für weitere 40 Jahre gilt.

Über 89 Kilometer Rohrnetz und mehr als 4200 Hausanschlüsse gelangt das Wasser aus den Ruhr-Wasserwerken Echthausen und Halingen zu den Bürgern in Drensteinfurt. Es hat einen weichen Härtegrad (durchschnittlich 6,9 °dH) , wird täglich kontrolliert und kann für alle Zwecke des Haushaltes, bis zur Zubereitung von Babynahrung verwendet werden, so Waider.

„Ich bin außerordentlich zufrieden mit dem Verlauf und dem Ausgang des Konzessionsvergabeverfahrens und freue mich sehr über unseren heutigen Vertragsschluss. Das äußerst komplexe Verfahren ist von allen Beteiligten mit hohem Engagement sowie stets mit großer Fairness geführt worden. Unseren Bürgerinnen und Bürger steht damit wieder für sehr lange Zeit auch weiterhin das wertvolle Lebensmittel Trinkwasser in einer sehr guten Qualität zur Verfügung“, erläutert Bürgermeister Carsten Grawunder zufrieden.

Firmenvorstand zufrieden

Besonders hob Grawunder den 24-Stunden-Bereitschaftsdienst, der sieben Tage die Woche zur Verfügung steht, hervor. „Mit Gelsenwasser haben wir einen starken Partner gewählt“, fügte er hinzu.

Zufrieden zeigte sich auch Dr. Dirk Waider vom Gelsenwasser-Vorstand. „Diese Konzessionsvergabe bedeutet uns sehr viel. Sie zeigt, dass die Stadt Drensteinfurt und die Bürgerinnen und Bürger mit unserer Leistung zufrieden sind und auch Vertrauen in unsere zukünftige Arbeit haben. Wir werden alles daran setzen, diese Erwartungen zu erfüllen und Drensteinfurt weiter zuverlässig mit gutem Trinkwasser zu versorgen“, versprach er.

Das Unternehmen sei auch überregional und sogar international unterwegs. Der Vorteil: „Fällt ein Wasserwerk aus, können wir es durch ein anderes kompensieren.“

Gelsenwasser-Vorstand Dr. Dirk Waider (links) und Bürgermeister Carsten Grawunder bei der Vertragsunterzeichnung für den Wasserkonzessionsvertrag.
Gelsenwasser-Vorstand Dr. Dirk Waider (links) und Bürgermeister Carsten Grawunder bei der Vertragsunterzeichnung für den Wasserkonzessionsvertrag. © M. Wiesrecker

Keine hohen Nitratwerte

Kurz informiert Dr. Waider noch über aktuelle Diskussion um Nitrat oder Mikroplastik, speziell im Zusammenhang mit Trinkwasser.

Hohe Nitratwerte gebe es in Drensteinfurt nicht, denn das Trinkwasser stamme aus Oberflächenwasser. „Nitrat sammelt sich im Grundwasser“, erklärte er und fügte an: Hohe Werte sind tatsächlich in Deutschland ein großes Problem, da fast 80 Prozent des Trinkwassers aus Grundwasser gewonnen werde.

Mikroplastik finde man im Grundwasser hingegen nicht, da das Wasser durch viele Schichten sickert und das Mikroplastik ausgefiltert werde. Selbst beim Oberflächenwasser finde eine Filterung durch natürlich Siebe wie Sand und Aktivkohle statt. „Mikroplastik ist vielmehr ein Problem der Meere“, machte Waider deutlich.

Trinkwasseranalysen

Die Trinkwasseranalysen für Wasser aus dem Wasserwerk Haltern sowie für Wasser aus den Ruhr-Wasserwerken finden Kunden im Internet unter www.gelsenwasser.de/trinkwasseranalyse.html.

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