Trauriger Anblick: Blühstreifen ist braun statt bunt

+
Die direkt an das Maisfeld angrenzende Hälfte des Blühstreifens neben der Straße „Alten Walstedde“ weist seit Kurzem braunen Verfärbungen auf.

Rund um Drensteinfurt können sich Spaziergänger und Radfahrer an zahlreichen liebevoll angelegten und insektenfreundlichen Blühstreifen erfreuen. Doch ein Blühstreifen in Ameke bietet im Moment eher einen traurigen Anblick.

Ameke – Im April hatten Mitarbeiter des Bauhofs der Stadt direkt hinter der Abbiegung Herberner Straße nicht nur Bäume gepflanzt, sondern auch einen Blühstreifen eingesät.

Auf das direkt angrenzende Feld hatte ein Landwirt – ohne einen Zentimeter Abstand zu lassen – direkt neben dem Blühstreifen Mais ausgelegt.

Trotzdem entwickelte sich der Blühstreifen gut. Plötzlich wies jedoch die Hälfte des Streifens, genau die, die an den Mais angrenzt, flächendeckend braune Verfärbungen auf.

Mais wird gedüngt und bei Bedarf mit Pestiziden behandelt. Da liegt der Verdacht nahe, dass bei einer solchen Behandlung auch die Blühwiese versehentlich etwas von den Pestiziden abbekommen hat.

Sollte sich der Verdacht bestätigen, sei das sehr bedauerlich, erklärt Hans-Ulrich Herding von der Stadt Drensteinfurt. „Einige Landwirte haben mittlerweile eine hohe Sensibilität für Natur und Umwelt entwickelt und versuchten das Richtige zu machen“, stellte der Drensteinfurter Umweltbeauftragte fest.

Als im 2019 ein ähnlicher Fall aufgetreten sei, hätten sich sogar zwei Landwirte vom landwirtschaftlichen Ortsverein gemeldet, die angeboten hätten, mit dem Kollegen zu sprechen. Schlussendlich seien die Landwirte bemüht zu zeigen, dass ihnen die Natur am Herzen liege. Er werde der Sache nachgehen, versprach Herding.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare