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Traber, Tipps und Tombola: 111. Renntag in Drensteinfurt mit französischen Gästen 

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Von: Mechthild Wiesrecker

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Freuen sich auf den Renntag: Bürgermeister Carsten Grawunder (links), der 1. Vorsitzende Klaus Storck (Vierter von links), der 2. Vorsitzende Heinz Kuhlmann (Fünfter von links), der sportliche Leiter Detlef Orth (Siebter von links) und der 3. Vorsitzende Paul Fels (Zweiter von rechts).
Freuen sich auf den Renntag: Bürgermeister Carsten Grawunder (links), der 1. Vorsitzende Klaus Storck (Vierter von links), der 2. Vorsitzende Heinz Kuhlmann (Fünfter von links), der sportliche Leiter Detlef Orth (Siebter von links) und der 3. Vorsitzende Paul Fels (Zweiter von rechts). © Wiesrecker

Am Sonntag, 28. August, ist es wieder soweit: Bei wahrscheinlich optimalem Wetter startet der 111. Renntag im Erlfeld. Die Besucher dürfen sich auf elf spannende und hochkarätige Trabrennen freuen, die so ausgeglichen besetzt sind, dass es schwer fällt, einen Gewinn-Tipp abzugeben. 

Drensteinfurt – Nach langer Pause werden in zwei Rennen wieder die Minitraber an den Start gehen. Mit dabei sein werden auch die französischen Gäste aus der Partnerstadt Ingré sowie drei Besucher aus der italienischen Stadt Castel Maggiore.

Viele Worte des Dankes fand Klaus Storck am Mittwochabend auf der Pressekonferenz zum bevorstehenden Renntag. „Dass wir ein ordentliches Geläuf haben und eine gute Rennbahn, verdanken wir den vielen Helfern durch ihren unermüdlichen Einsatz“, sagte er. Ohne Sponsoren sei ein Renntag dieser Größe in Drensteinfurt gar nicht möglich, hob er deren große Bedeutung hervor.

Ursprünglich hätte das Pferderennen bereits am dritten Sonntag im August stattfinden müssen. „Diesen Termin haben wir jetzt auf den vierten Sonntag verschoben“, erklärte er. Grund sei das Deutsche Traber-Derby, das immer auf den dritten August-Sonntag fällt. Geändert hat sich auch die Zeit des ersten Rennens – von 14 auf 13.30 Uhr. Dies sei den Minitrabern geschuldet, die nach langer Zeit erstmals wieder mit dabei sind.

Traditioneller Hutwettbewerb

In diesem Jahr steht der Renntag im Zeichen der Städtepartnerschaft Ingré. „Wir versprechen eine angemessene Siegerehrung“, ließ Storck verlauten. Der legendäre Hutwettbewerb finde selbstverständlich statt. Die beiden Organisatorinnen Edeltraud Schulze Forsthövel und Irmgard Dohm, die seit zehn Jahren für die Durchführung verantwortlich sind, sind besonders auf die französischen Teilnehmerinnen gespannt.

Den Kuchenstand Nummer eins, der sich weit über die Grenzen Stewwerts einen Namen gemacht hat, wird es nicht mehr geben. Zehn Jahre hat sich Maria Schmand gemeinsam mit ihrem Team Doris Asbrand, Barbara Böcker, Maria Bonnekoh, Irmgard Hohelüchter, Brigitte Roßmeier, Dorothee Schmand, Maria Tiggemann-Wegener, Monika Unkhoff, Lena und Ingrid Walbaum sowie Silvia Wittling diesen guten Ruf erarbeitet. „Jetzt ist es genug. Es waren zehn tolle Jahre, in denen wir Außergewöhnliches geleistet haben“, so die Teamleiterin. Der Entschluss sei vom Team einstimmig getroffen worden.

„Ihr habt das auf beispielhafte Weise und hochprofessionell gemacht und damit viel Gutes durch eure Spenden bewirkt“, hob Storck hervor. Als kleines Dankeschön versprach Roland Klein, Vorstandsmitglied der Sparkasse Münsterland Ost, den Frauen ein gemeinsames Kaffeetrinken auf Kosten der Sparkasse sowie eine 500-Euro-Spende für den guten Zweck, der vom Team selbst bestimmt werden darf.

Kuchen und Kinderschminken

Die gute Nachricht: Es gibt Ersatz durch die Damen des Vereins Traberherz. „Wir werden gekauften Kuchen verkaufen, die Einnahmen kommen den mildtätigen Zwecken des Vereins Traberherz zugute“, so Rodegang Elkendorf. Nicht fehlen wird das Kinderschminken mit Susanne Fögeling von Spielwaren Fiffikus und natürlich die große Tombola mit attraktiven Preisen.

Der sportliche Direktor Detlef Orth warf einen Blick auf die Rennen. Insgesamt 17 Teilnehmer gehen bei den Minitrabern in zwei Rennen an den Start. Anders als in den vergangenen Jahren werden am Sonntag kaum holländische Traber mit dabei sein, denn im niederländischen Wolvega finden am Wochenende ebenfalls Rennen statt.

Die vielen ausgeglichenen Rennen versprechen gute Quoten.

Detlef Orth

Derzeit müssen für ausländische Pferde um die 250 Euro für die Grenzüberschreitung bezahlt werden. Eine Summe, die abschrecke, so Orth. In der Konsequenz müsse man in diesem Jahr fast ausschließlich auf deutsche Pferde setzen. Die holländische Konkurrenz brauche nicht gefürchtet werden, erklärt Orth. Unter den elf Rennen gebe es einige „granatenstarke“ Teilnehmer.

„Schon beim ersten Rennen laufen ausnahmslos Pferde, die in den letzten Wochen auf Gras gewonnen haben“, so Orth. Bei diesem Rennen gebe es den ersten Jackpot in der Siegwette. „Das wird sich garantiert lohnen.“ Insgesamt werde es fünf Jackpots in der Siegwette geben.

Elf Rennen gibt es insgesamt, davon sind zehn Rennen im Sulky und ein traditionelles Trabrennen. Mit dabei sein wird die erfolgreiche Reiterin Ronja Walter. Auch Lea Ahokas, die am vergangenen Sonntag in Berlin gewonnen hat, geht an den Start – ebenso das Pferd Casanova d’Amour aus dem Drensteinfurter Stall und das 14 Jahre alte welterfolgreichste Trabrennpferd Garry. „Ein Pferd, das 74 Rennen von 150 Starts gewonnen hat, läuft in Drensteinfurt“, hob Orth anerkennend hervor. Mit dabei ist auch Hope For Children, der seine jüngsten vier Rennen gewonnen hat. „Das dritte Rennen verspricht also besonders spannend zu werden“, stellt er in Aussicht.

600 Kilometer lange Anfahrt

Ebenfalls geben wird es den „Preis für alle“, bei dem jedes Pferd an den Start gehen kann. Mit dabei ist der fast 80-jährige Altmeister Günther Lühring auf seinem Pferd Uranus. Besonders bemerkenswert ist ein Fahrer aus Bayern: Heinrich Berger nimmt mit seinen Pferden die 600 Kilometer lange Anfahrt in Kauf, um im Erlfeld dabei zu sein.

Ein Gästefahren mit sieben Fahrern wird am Sonntag nicht fehlen. „Die vielen ausgeglichenen Rennen versprechen gute Quoten“, teilt Orth mit. Wie gewohnt gibt es die Sieg-, Platz-, Zweier- und Dreierwette.

Prämien

Seit 2015 steht Jochen Holzschuh unangefochten auf dem Siegertreppchen des Fahrercups, bei dem die drei besten Fahrer mit 750 Euro für den ersten, 500 Euro für den zweiten und 250 Euro für den dritten Sieger belohnt werden. In diesem Jahr könnte sich das Blatt wenden. „Mit acht Pferden hat Jochen Holzschuh gute Chancen“, teilte Orth mit. Den Fahrercup kann er aber nur gewinnen, wenn er mindestens einen Sieg vorweisen kann.

Roland Klein stellte das 111. Trabrennen unter das Motto „Trabrennen Helau“. „Es ist ein Zeichen für Kontinuität, die nur durch den hervorragenden ,Elferrat‘ möglich ist“, bemerkte Klein anerkennend. Als kleines Dankeschön versprach er die Kostenübernahme der ersten 111 Eintrittskarten durch die Sparkasse Münsterland Ost.

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