Tiere dürfen auch bei Frost an die frische Luft

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Hunde mit kurzem Fell könnten im Winter einen Mantel brauchen – die meisten anderen nicht.

Drensteinfurt/Ahlen - Im Gegensatz zu ihren Herrchen und Frauchen haben viele Haustiere ein Fell, das sie vor der Kälte schützt, aber trotzdem sollten Tierhalter im Winter auf bestimmte Dinge achtgeben.

Im Prinzip könne man auch bei den derzeitigen Temperaturen Hunde und Katzen bedenkenlos vor die Tür lassen, sagt Dr. Gereon Viefhues, Leiter der Tierklinik Ahlen. „Die meisten Tiere sind daran gewöhnt nach draußen zu gehen, gerade die Katzen als Freigänger.“ Auch bei langhaarigen Hunden sei das kein Problem, bei kurzhaarigen Hunden komme es darauf an, wie sie leben, denn eventuell verfügen sie über zu wenig Unterfell.

Gereon Viefhues

„Wenn die Hunde regelmäßig rausgehen und im Fellwechsel sind, können sie auch im Winter nach draußen“, so Viefhues. „Wenn sie dagegen ständig zuhause sind, entwickeln sie häufig ihr Winterfell nicht, weil ihr Körper wegen der Wärme nicht das Gefühl hat, dass er es braucht. In dem Fall sollten die Hunde dann einen Mantel tragen.“

Während Menschen bei Eis und Schnee aufpassen müssen, wo sie hintreten, bestehe für Hunde beim Gassigehen im Winter kein erhöhtes Verletzungsrisiko. „Allerdings werden die Pfoten vom Salzstreu angegriffen, was sehr unangenehm ist“, sagt der Tierarzt. Die Pfoten sollten deswegen nach einem Spaziergang geputzt werden.

„Außerdem sollte man die Fußballen mit Vaseline weich halten, damit sie durch die Kälte nicht austrocknen“, rät er Veterinär. Auch beim Herumtollen im Schnee sollten Hundehalter aufpassen, dass Hunde nicht zuviel Schnee fressen, erklärt Viefhues. Dadurch könne es zu einer Unterkühlung des Magens bis hin zu einer so genannten Schneegastritis kommen, einer Entzündung der Magenschleimhaut.

Kaninchen machen die winterlichen Temperaturen ebenfalls nichts aus. „Wenn man Kaninchen sowieso draußen hält, kann man das auch im Winter tun“, sagt Viefhues. Es sei wichtig, dass die Tiere in ihrem Stall oder ihrer Box genug Einstreu haben und sich wärmen können. „Vor allem muss es aber zugdicht sein, damit der Wind nicht durchpfeift.“

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