Teamschule thematisiert Cybermobbing und Datensicherheit

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Die Medienscouts Robin Funke und Alina Berger, Lehrerin Michaela Wollny und Schulsozialarbeiterin Simone Minnemann sowie Jugendamtsexpertin Rita Niemerg und Medienscout Maik Weber (von links) klärten die Schüler der sechsten Klasse und die Eltern über Cybermobbing auf.

Drensteinfurt - Cybermobbing ist strafbar, es hinterlässt Spuren und ruiniert Leben – diese Botschaft vermittelte Rita Niemerg vom Amt für Kinder, Jugend und Familie vom Kreis Warendorf gestern in der Teamschule.

Cybermobbing in sozialen Netzwerken war am Dienstagmorgen Thema für den fünften Jahrgang. Rita Niemerg hatte nicht nur reichlich Informationen, sondern auch einen Film dabei. In diesem wurde am Beispiel eines Jugendlichen gezeigt, wie Cybermobbing aussehen kann und welche Konsequenzen es hat.

Mit dabei waren auch die vier Medienscouts der Schule Maik Weber, Leonie Wagner, Robin Funke und Alina Berger, die im vergangenen Jahr von der Schulsozialarbeiterin Simone Minnemann und Lehrerin Michaela Wollny ausgebildet wurden. Die Achtklässler sind bei Fragen um Soziale Netzwerke erste Ansprechpartner für alle Schüler.

In einer Fragerunde stellte die Fachfrau zunächst den Wissensstand der Fünftklässler fest. Dabei erfuhr sie, dass fast alle bei WhatsApp aktiv sind, einige bei Instagram und Snapchat sowie wenige bei Facebook. Ausführlich erklärte sie den Jugendlichen zunächst das Thema „Mein Bild gehört mir“ – also wann ein Foto überhaupt hochgeladen werden darf. Wohl kaum einer wusste, dass man mit dem Hochladen eines Fotos bei WhatsApp die Rechte am Bild an WhatsApp, das im Übrigen zu Facebook gehört, abtritt.

Mit zehn Fragen, die alle positiv beantwortet werden müssen, ehe ein Bild hochgeladen werden darf, gab Niemerg den Schülern eine Hilfestellung an die Hand. Dazu gehörte nicht nur die Frage „Habe ich das Bild selbst gemacht?“, sondern auch „Ist es gut, wenn man das Bild in einigen Jahren immer noch sehen kann?“ oder „Zeigt das Bild jemanden in einer peinlichen Situation?“ Die Schüler erfuhren, dass Bilder von einzelnen Personen ohne deren oder bis 14 Jahren dem Einverständnis der Eltern nicht hochgeladen werden dürfen, wobei schon das Zeigen eines Fotos verboten sein kann. Ausnahmen stellten öffentliche Veranstaltungen dar, bei denen das Ablichten von Personen erlaubt sei.

Besonders eindrücklich wies Rita Niemerg die jugendlichen Netzwerkbenutzer darauf hin: „Die Anzahl der Links hat nichts mit dem Wahrheitsgehalt eines Fotos oder Profils zu tun.“ Gerade in den Sozialen Netzwerken existierten etliche Fake-Accounts.

Später wurde der Film in den einzelnen Klassen analysiert und besprochen. Dabei wurden Fragen wie: „Was kann ich tun, wenn ich selber oder andere vom Cybermobbing betroffen sind?“ oder allgemein – „Wie sollte ich mich im Sozialen Netzwerk verhalten, welche Regeln sind wichtig?“ – beantwortet. Unterstützt wurden die Klassen dabei von den Medien- scouts sowie Simone Minnemann und Michaela Wollny.

Und: Am Dienstagabend fand ebenfalls in der Teamschule ein Elternabend zum gleichen Thema statt. „Viele Eltern wissen gar nicht, in welchen Netzwerken ihre Kinder unterwegs sind“, so Rita Niemerg, darum informiere sie nicht nur über richtigen Umgang und Gefahren von Facebook und Co., sondern stelle diese zunächst vor.

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