Teamschule: Wissenschaftlicher Beirat wird eingerichtet

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Bilden den wissenschaftlichen Beirat der Teamschule (von links): Bürgermeister Carsten Grawunder, Prof. Dr. Wilfried Bos, Urike Rupieper, Prof. Dr. Christian Fischer und Prof. Dr. Martin Bonsen.

Drensteinfurt - Sie wollen helfen, die Zukunft der Teamschule mitzugestalten: Am Montagabend trafen sich Experten zum Thema Schulforschung, Schul- und Unterrichtsentwicklung mit Schulleiterin Ulrike Rupieper und Bürgermeister Carsten Grawunder in der Teamschule.

Als wissenschaftlicher Beirat werden sie in Zukunft die Entwicklung der Schule begleiten und an einer steten Verbesserung des Konzeptes der individuellen Lernförderung mitwirken. „Ich bin dankbar, dass sich mit Professor Dr. Wilfried Bos, Professor Dr. Martin Bonsen und Professor Dr. Christian Fischer drei hochkarätige Experten bereit erklärt haben, uns fachkompetent zu unterstützen“, betonte Ulrike Rupieper.

Das bestehende Konzept sei nicht statisch und werde jedes Jahr überarbeitet. Zudem müsse es auch zum Ort passen. Wichtig sei, das Konzept für die Eltern in Drensteinfurt transparent zu gestalten. „Wir wollen das Profil der Schule stärken, wollen den Eltern Entscheidungshilfen geben“, informierte der Bürgermeister. Er sehe die Teamschule als Bildungseinrichtung, die die Vielzahl der Potenziale aller Schüler im Blick habe, und in der jenseits von G8 in Ruhe auch auf das Abitur hingearbeitet werden könne. „Ich werte es als positives Zeichen, wenn Eltern, die bereits ein Kind an der Schule haben, auch ein weiteres Kind dort anmelden“, so Grawunder.

"Exklusives Wissensangebot"

Bereits im ersten Jahr nach der Gründung der Teamschule kam der Kontakt zu Martin Bonsen, der als Professor für Empirische Schulforschung und Schul- und Unterrichtsentwicklung an der Universität in Münster tätig ist, zustande. Dieser war es auch, der die Gründung eines wissenschaftlichen Beirats vorschlug und mit Bos und Fischer zwei Kollegen mit ins Boot holte.

„Wir wollen die Schule wissenschaftlich beraten, damit sie auch zukünftig ein exklusives Wissensangebot vermitteln kann“, erklärte er. Von Anfang an habe die Teamschule ein gut ausgearbeitetes Konzept gehabt mit einer engagierten Schulleiterin und einem ebensolchen Kollegium. Bos unterrichtet als Professor für Bildungsforschung und Qualitätssicherung an der Universität Dortmund, gleichzeitig bekleidet er das Amt des Direktors am Institut für Schulentwicklungsforschung in Dortmund.

Demografischer Wandel als Herausforderung

„Die Schulform existiert noch nicht so lange und muss daher besonders wissenschaftlich begleitet werden“, meint der Experte. Zudem zeichne sich der demografische Wandel verstärkt ab, so dass das Projekt Teamschule auch anderorts praktiziert werde. Besonders in ländlichen Gebieten gebe es nicht genügend Schüler, damit Haupt- und Realschule nebeneinander existieren könnten. „Dass sowohl leistungsstarke als auch leistungsschwache Kinder gefördert werden, ist das Besondere am Konzept der Schule“, ist sich der Professor sicher. Sein besonderes Augenmerk auf die leistungsstarken Schüler an der Teamschule legt Fischer, der als Professor für Begabungsforschung an der Universität Münster tätig ist.

„Es ist wichtig auch den potenziell leistungsstarken Kindern Angebote zu bieten, um sie zu fördern“, trug er vor. Auch andere Schulen habe er bereits erfolgreich diesbezüglich begleitet, so dass er mit praktischen Erfahrungen zur Seite stehen könne. Berücksichtigt werden müsse auch, dass oftmals Schüler mit einem Leistungsdefizit wie zum Beispiel einer Lese-Rechtschreib-Schwäche auf anderen Gebieten überdurchschnittlich gut sein könnten. Besonders diese Schüler fange die Teamschule durch ihr Konzept der individuellen Förderung auf.

Regelmäßige Fortbildungen

Regelmäßig werde das Lehrerkollegium durch verschiedene Fortbildungsmaßnahmen entsprechend qualifiziert, versprach die Schulleiterin. „Die Drensteinfurter Teamschule ist so innovativ, dass wir schon mit Studenten kommen, um ihnen praktisch zu zeigen, wie Unterricht individuell funktionieren kann und was alles möglich ist“, lobte Bonsen

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