Historischer Ortsrundgang: Drei Kilometer Walstedder Geschichte

Walstedde  -  Auf 15 einheitlich gestalteten Tafeln im Ortskern und den Bauernschaften bekommen Einheimische und Touristen einen kleinen interessanten Einblick in die Geschichte des Lambertusdorfes.  Der Heimatverein eröffnete gemeinsam mit Bürgermeister Carsten Grawunder und dem Historiker Dr. Ralf Klötzer den historischen Ortsrundgang durch Walstedde.

In seiner Begrüßungsrede dankte Hubert Schulte vom Heimatverein seinen Mitstreitern Willy Meise und Helmut Winterscheid, sowie Klötzer für die geschichtliche Ausarbeitung der Texte. „Heute beenden wir, was 2006 seinen Anfang nahm“, freute sich Klötzer.

Damals habe der ehemalige Bürgermeister Paul Berlage seine Idee des historischen Stadtrundgangs zunächst in Drensteinfurt umgesetzt. Später wurde das Projekt in Rinkerode fortgesetzt. Mit Walstedde habe es nun seinen Abschluss gefunden. Zufrieden zeigte sich auch der Bürgermeister: „Wir unterstützen gerne das Engagement der Bürger.“ Insgesamt 10000 Euro hat sich die Stadt die Anschaffung der Tafeln kosten lassen. 

Seinen Dank richtet er an die „aktiven und fähigen Köpfe“ im Heimatverein und an Historiker Klötzer für die fachliche Aufarbeitung. „Auch Menschen, die hier leben, werden auf den Tafeln noch etwas Neues entdecken“, machte er deutlich. Von einer Bereicherung für den Ortsteil Walstedde sprach Ortsvorsteher Bernd Borgmann, der sich freute, dass auch die Bauernschaften mit einbezogen wurden. Von der ersten Station am Kirchplatz machten sich die interessierten Heimatfreunde und die Akteure auf den Weg, jede der acht Stationen im Ortskern zu begutachten.

Der circa drei Kilometer lange Rundgang ist in einer Stunde zu schaffen. Ein weiterer Rundgang, jedoch mit dem Fahrrad, startete im Anschluss, um die sieben historischen Tafeln in den Bauernschaften zu besichtigen. Auch für die zehn Kilometer lange Fahrradtour muss etwa eine Stunde eingeplant werden. Unterwegs unterhielt Hobby-Historiker Willy Meise die Anwesenden immer wieder mit kleinen Geschichten von früher.

 „Die 15 Tafeln im Din A 3 Format sind alle nach dem gleichen einheitlichen Prinzip gestaltet“, erklärte Klötzer. Nur ausnahmsweise seien sie an Gegenständen angebracht, in der Mehrzahl der Fälle befinden sie sich auf einem eigenen Ständer. Jede Tafel enthält eine kleine Landkarte zur örtlichen Orientierung, in der der Standort, aber auch die übrigen Punkte eingezeichnet sind. Beim Lesetext habe man sich bemüht in einfacher Sprache und gut lesbar die wichtigsten Fakten zu vermerken. Kultur bedeute Heimatpflege. „Heimat ist historisch, aber auch etwas, was entsteht“, machte Klötzer deutlich. Es sei wichtig, die Heimat kennenzulernen, denn was man kennt, wird man auch schützen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare