Auch Flächenversiegelung spielt eine Rolle

Steigender Wasserverbrauch führt zu höheren Abwassergebühren

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In Drensteinfurt steigen 2021 die Abwassergebühren. Für einen vierköpfigen Haushalt ist eine Mehrbelastung von etwa 23,50 Euro zu erwarten. 

Die Drensteinfurter müssen 2021 tiefer in die Tasche greifen, um die Abwassergebühren zahlen zu können. 

Drensteinfurt - Für einen durchschnittlichen vierköpfigen Haushalt ergibt sich eine Belastung von 620,50 Euro, das sind 23,50 Euro mehr als in diesem Jahr.

Im Einzelnen wird die Schmutzwassergebühr um 2,74 Prozent also von 3,28 Euro auf 3,37 Euro pro Kubikmeter angehoben. Die Regenwassergebühr steigt sogar um zehn Prozent von 70 Cent auf 77 Cent pro Quadratmeter. Ein Grund für die steigenden Kosten: Nicht nur der Wasserverbrauch hat sich erhöht, zusätzlich steigt die versiegelte Fläche, sodass mit deutlich mehr Regenwasser zu rechnen ist. 

In der Vorlage für den Betriebsausschuss stellte die Verwaltung fest: „Die Erhöhung ist trotz des Einsatzes der Gebührenüberdeckungen aus der Nachkalkulation für das Jahr 2019 notwendig. Die Gebührenüberdeckung aus dem Jahr 2019 wurde vollständig aufwandsmindernd eingesetzt.“

Die erwartete Schmutzwassermenge orientiert sich anhand des aktuellen Wasserverbrauchs und der erwarteten Zugänge aufgrund der Erschließungsmaßnahmen. Gemäß dieser Zahlen steigt die Schmutzwassermenge um 30.000 Kubikmeter, die versiegelte Fläche um 17.000 Quadratmeter. Durch die Errichtung eines Blockheizkraftwerks und einer Photovoltaikanlage auf der Kläranlage haben sich die Energiekosten um 9.000 Euro reduziert, ebenso die betrieblichen Aufwendungen um 25.500 Euro.

Jedoch stehen umfangreiche und notwendige Investitionen an. Unter anderem für die Erschließung der Baugebiete und die damit verbundenen Sanierungen und Renovierungen im bestehenden Kanalnetz sowie den Bau von zwei neuen Regenrückhaltebecken. 200.000 Euro werden für die Anschlüsse und Erneuerung von Hausanschlüssen veranschlagt.

Insgesamt, so fasst Stadtkämmerer Ingo Herbst zusammen, beträgt die Summe der in diesem und kommenden Jahr getätigten Investitionen etwa 17 Millionen Euro. Hinzu kommt der jährliche Personalaufwand für das Klärwerk von rund 504.000 Euro.

Größere Summen werden im kommenden Jahr für die Umrüstung der Kläranlage (von einer aeroben Schlammstabilisierung auf eine anaerobe Schlammstabilisierung mit entsprechender Faulgasverwertung) ausgegeben, berichtete Kämmerer Ingo Herbst. Die Kosten belaufen sich auf rund 2,3 Millionen Euro. Weitere Ausgaben in diesem Zusammenhang: 165.000 Euro für die Erneuerung der Sandwaschanlage, 370.000 Euro für die Modernisierung eines Belebungsbeckens, 45.000 Euro für die Sanierung der Pumpen, 20.000 Euro für die Erneuerung der Zaunanlagen an Regenrückhaltebecken.

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